Im Spätmittelalter bildeten sich zahlreiche Rittergesellschaften, oft mit eigenen Zeichen und Regeln, um sich gegenseitig in Fehden zu unterstützen. Viele gerieten außer Kontrolle, bedrohten Städte und wurden von Fürsten zerschlagen. Die Fehdepraxis war brutal: Raub, Geiselnahmen, Folter und Mord waren üblich. Trotz formaler Unterschiede zwischen Adligen und Bürgern herrschte ein grausames, aber rechtlich gestütztes Gewaltregime.
Volkstümliche Auffassung des Fehderechts. Fehdebrauch. Eine Fehde zwischen Dorf und Stadt. – Fehde der Stadt mit den Schildbürtigen. Vorsichtsmaßregeln, Rüstungen. Außenhäuser. Polizei. Absage. Beutezüge. Verteilung der Beute. Gefangene. Belagerung. Pulver und Geschütze. Batterien. Städtebünde und ungünstige Stellung der Städte beim Vergleich. – Die Rittermäßigen als Fehder. Raubgeschäfte. Haß gegen die Städter. Die Gesellen des Fehders. Die Reisen. Harte Behandlung der Gefangenen.
Eigentümliches des 14. und 15. Jahrhunderts. Das Leben in der Genossenschaft, Wachstum der Städte, Ritterbürtige und Kaufleute. – Handwerker und Innungen. – Das Aussehen einer größeren Stadt um 1300. Umgebung. Das Stadtvieh. Das Pflaster, Wasser, die Straßen, Kirchen, Schulen und Rathaus, Glocken und Uhren. – Ein Markttag. Die Arbeit der Handwerker. Frachtwagen. Gäste und Gastspenden. Die Bäder. Die Ritterbürtigen vom Lande. – Das Leben im Hause, Kleidung, Speise und Trank.
Von A. Meyer, Oberleutnant im Kgl. Sächs. Infanterie-Regiment No. 178. In einem Buch über Artilleriewissenschaft vom Jahr 17681 finde ich die Beschreibung zweier Apparate zum Messen der Anfangsgeschwindigkeit für Gewehr und Geschütz. Ich vermute, dass weder das Buch, trotz des bekannten Namens des Übersetzers, noch die Apparate so allgemein bekannt sind, dass eine Besprechung darüber unnütz wäre, und erlaube mir daher die nachfolgende Skizze über den Gegenstand. Da ich weder in...
Christliche Nächstenliebe in den ersten Jahrhunderten der Kirche. – Die Kaiserinnen des Ostens. – Die Damen des Heiligen Römischen Reiches. – Olympiade, Melanie, Marcella und Paula. – Nächstenliebe am fränkischen Hof. – Die heilige Margarete von Schottland und Mathilde von England. – Hedwig von Polen. – Ursprung der Lazaristenhäuser. – Die Lazaristen in Frankreich und England. – Entwicklung und Schicksal des Lazarus-Ordens. – Die Gründungen des heiligen Ludwig. – Der...
Die christliche Symbolik, die die ersten Schritte des Novizen verfolgte hatte, begleitete und umgab ihn in der einen oder anderen Form während seiner gesamten ritterlichen Laufbahn. Sie war sogar an seiner Bestrafung und Degradierung beteiligt, wenn er sein Gelübde brach oder seine Ehre einbüßte. Nur mit seinem Hemd bekleidet, wurde er auf einem Schafott zur Schau gestellt, seine Rüstung wurde ihm abgenommen, vor seinen Augen zerbrochen und ihm vor die Füße geworfen, während seine...
Das Wort Ritterlichkeit drückt nach M. Philarète Chasles, dessen scharfsinnige Ansichten wir oft übernehmen, eine Mischung von Sitten, Vorstellungen und Gebräuchen aus, die dem europäischen Mittelalter eigen sind und zu denen in den Annalen der Menschheit keine Analogie zu finden ist.
Ritter des Heiligen Geistes brechen zu den Kreuzzügen auf. Diese Reise wurde nie unternommen; die Ritter wurden jedoch angewiesen, sich für den Fall ihrer Abreise in Rom bereitzuhalten. Der Künstler skizziert alle Vorbereitungen für die Einschiffung. Die Kreuzfahrer zu Pferd tragen den Bogen auf ihren Brustpanzern; die sie erwartenden Schiffe sind mit Bannern geschmückt, auf denen die Wappen des Papstes, des Königs von Frankreichs, Englands, Anjou-Siziliens, Tarents usw. prangen. Nach...
Arabische Eroberung des Heiligen Landes. – Pilgeransturm im Jahr 1000. – Türkische Invasion in Judäa. – Christenverfolgung. – Papst Silvester II. – Feldzug der Pisaner und Genueser. – Petrus der Einsiedler. – Brief des Patriarchen Simeon an Papst Urban II. – Erster Kreuzzug. – Feldzug des „Gautier sans Avoir“. – Godefroy de Bouillon. – Das Königreich Jerusalem. – Zweiter Kreuzzug. – St. Bernhard. – Dritter Kreuzzug: Philipp August und Richard Löwenherz. –...
Das verzweifelte Handgemenge von Fornoue (6. Juli 1495), das Karl VIII. nach seinem erfolgreichen Italienzug zum Umkehren zwang, war beinahe der letzte der verworrenen und blutigen Kämpfe des Mittelalters. Schwert und Bogen trugen mehr zu dem schrecklichen Ausgang dieses Tages bei als Kanonen und Arkebusen. Von da an gewann die Infanterie ihre alte Vormachtstellung gegenüber der Kavallerie zurück, und Kanonen wurden allen anderen Projektilwaffen vorgezogen. Auch stand eine völlige...