Anbieter für Fachbücher, Studien und Reprints zur europäischen und amerikanischen Geschichte

Für Sammler, Historiker und Interessierte

In eigener Sache:

 

In den kommenden Monaten wird das erste Band über antike Fibeln veröffentlicht werden. Nach drei Jahren Arbeit wird der erste Band mit mehr als 2300 Fibeln endlich abgeschlossen sein und knapp 600 Seiten umfassen. Behandelt werden die Bronze- und Eisenzeit der folgenden Regionen: Italien, Griechenland, Mitteleuropa, ehem. Jugoslawien, Schweden und Ungarn.

 

Band 2 soll 2023 veröffentlicht werden und die keltischen und römischen Fibeln bis zur Völkerwanderungszeit behandeln. Mehr dazu in Kürze.

Bogenfibel mit Anhängsel
Kaukasische Fibel
Plattenfibel aus Deutschland


Bodenfunde aus Deutschland im historischen Bildband
Das Römisch-Germanische Central-Museum in bildlichen Darstellungen aus seinen Sammlungen

 

von Ludwig Lindenschmit

 

Sprache: Deutsch
ISBN: 9783750299191
Format: Taschenbuch
Seiten: 240
Erscheinungsdatum: 01.04.2020

 

Einblick ins Buch hier


Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts Band 7
Nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner- Alteneck - Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck


Sprache: Deutsch
ISBN: 9783752942729
Format: Taschenbuch
Seiten: 208
Erscheinungsdatum: 20.04.2020

Ladenpreis: 19,95 EUR

 

Einblick ins Buch


Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts Band 6

Nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner- Alteneck


Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck

 

Sprache: Deutsch
ISBN: 9783750279476
Format: Taschenbuch
Seiten: 200
Erscheinungsdatum: 06.02.2020

 

Einblick ins Buch.


Sichelartige Hau-Messer aus Kärnten und aus Lykien (Kleinasien)

Das unter Fig. 3 abgebildete Stück ist typisch für ein Gerät, das gegenwärtig in Kärnten sehr verbreitet ist. Es dient zum Abhacken von Zweigen und Ästen, sowohl bei den gewöhnlichen Waldarbeiten als auch ganz besonders zum „Schnatteln“ der Bäume für die Gewinnung von Stallstreu. Der gebirgigen Natur des Landes entsprechend, überwiegt nämlich in Kärnten die Viehzucht weit über den Ackerbau, und Stroh kann daher nur ausnahmsweise als Stallstreu Verwendung finden. Die Leute ersetzen es durch Baumzweige, wobei sie in der Wahl des Baumes nicht wählerisch sind und alles abschnatteln, was ihnen überhaupt nur irgendwie per fas et nefas [auf jede Weise] erreichbar ist.

 

Begreiflicher Weise verdirbt dieses Verfahren nicht nur das Holz, sondern beeinflusst auch den Habitus der Bäume, sodass der Kundige schon aus dem Charakter der einzelnen Bäume erkennt, ob in einer bestimmten Landschaft regelmäßig geschnattelt wird, während ich andererseits oft gesehen habe, dass fremde Botaniker, denen diese Sitte unbekannt war, sich über den eigenartigen Habitus einzelner Bäume verwunderten.

 

Zu diesem „Schnatteln“ nun wird in Kärnten fast niemals ein gewöhnliches Beil verwendet, sondern immer das hier in Fig. 3 abgebildete sichelartige Haumesser. Es wird unter dem Namen „Laubmesser“ überall von den einzelnen Dorfschmieden hergestellt und, soviel ich weiß, nirgends fabrikmäßig erzeugt. Die ganze Innenseite ist verstählt und scharf geschliffen, der Rücken ist 6 mm dick, bei sehr schweren starken Stücken wohl auch etwas stärker. Die Handhabe wird dadurch hergestellt, dass das Griffende flach gehämmert und dann rund eingebogen wird. Das ganze Werkzeug liegt prächtig in der Hand und gestattet das Abhacken von selbst 3 und 4 cm dicken Ästen ohne jedwede Anstrengung. Weiterlesen


 


Geschichte der Hexen und Hexenprozesse


Konstatierung der moralischen Qualifikation der kirchlich-politischen Bestrebungen der Gegenwart am Prüfstein ihrer Leistungen in der Vergangenheit und anhand der Geschichte


Sprache: Deutsch
ISBN: 9783746786117
Seiten: 96 (TB-Format)
Erscheinungsdatum: 28.11.2018
Ladenpreis: 8,95 Euro

Vorschauseiten

 

Die Hexenverfolgung in Europa forderte allein in Deutschland mehrere hunderttausend Menschenleben. Dieses düstere Thema ist in vielen Monografien schon behandelt worden. Doch bringt dieses kleine Werk einen schnellen und tiefen Einblick in die Ursachen und Ausbreitung des Hexenwahns sowie in das Wesen der Hexenprozesse, insbesondere durch die päpstliche Hexenbulle von 1484.
Carl Lempens geht auf die angewendeten Folterarten ein und beschreibt die brutale Tortur, welche vor allem reiche Witwen und junge Frauen erleiden mussten. Aber auch Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts und als "Hexenmeister" angeklagte Männer bis ins hohe Alter hinein wurden durch die Folter zu einem Geständnis gezwungen, "Wetter erzeugt, Tiere unfruchtbar gemacht und sich in Katzen verwandelt zu haben". Der Autor erklärt anschaulich, welchen wahren Hintergrund die Hexenverfolgung gehabt hatte und zeigt anhand etlicher Beispiele die Verkommenheit und Lüsternheit der kirchlichen Würdenträger, die jeweils für Geld über hunderte Leichen gingen. Dabei entwickelten sich unterschiedliche Formen der Hexenverfolgung im Katholizismus und Protestantismus. Abschließend werden anhand eines Beispiels aus Offenburg veranschaulichend für das gesamte Deutsche Reich die Auswirkungen der Hinrichtungen und Konfiszierungen von unschuldigen christlichen Mitmenschen dargestellt.


Europäische Pfeilspitzen und Armbrustbolzen

 

1. Auflage von 2018
Taschenbuch mit 266 Seiten, in deutscher Sprache.
Mit 473 Abbildungen und 445 handgezeichneten Skizzen.

Das vorliegende Buch beinhaltet eine zum ersten Mal veröffentlichte Sammlung von Pfeilspitzen beginnend von der Bronzezeit bis zum Mittelalter sowie von Geschossspitzen der mittelalterlichen Armbrust, die einmalig in der Literaturgeschichte ist.
Der Leser hat die Möglichkeit, dieses Werk als Grundlage für die Bestimmung von europäischen Pfeil- und Geschossspitzen zu nutzen und anhand der ausführlichen Beschreibung einen tiefen Einblick in die Geschichte beider historischer Distanzwaffen zu erhalten.
Dabei wird auf die neolithische Entwicklung der Pfeilspitzen des Bogens, der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit bis zum Früh- und Spätmittelalter sowie im 3. Kapitel die Entwicklung der Armbrust-Geschossspitzen thematisch eingegangen. Kurztexte zum Aufbau einer Pfeilspitze, wie der Zweck von Mittelrippen und Nietlöchern, runden die Kapitel inhaltlich ab. Auch finden zeitliche regionale Sonderformen Europas Eingang in dieses Werk.
Mit hunderten Detailaufnahmen von Pfeil- und Geschossspitzen und hunderten handgezeichneten Skizzen ist dieses Werk ein unschlagbarer Ratgeber für professionelle Sammler und Historiker.
Alle abgebildeten Pfeil- und Geschossspitzen sind mit Gewichts- und Längenangaben versehen.

Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt worden: Bronzene Pfeilspitzen, eiserne Pfeilspitzen (zusätzlich unterteilt in Dorn- und Tüllenschäftung) und Armbrustbolzen (Weiterlesen)


Der Soldat in der deutschen Vergangenheit

Totentanz.
Totentanz.

Solchen Gesellen machte es nicht aus, mit dem bösen Feind selbst einen Bund zu schließen, um der erwünschten Sicherheit vor feindlichen Kugeln und Klingen teilhaftig zu werden. Schon Luther spricht über die mannigfachen zu diesem Zweck angewandten Mittel seine Missbilligung aus, da man sich allein dem Willen Gottes befehlen solle. Groß war ihre Zahl, zum Teil uraltes Gut, aus heidnischer Vorzeit stammend, auf Zettel geschriebene Zauberformeln, Amuletts und allerlei Seltsames und Widerwärtiges als Talisman1. Der Profoss galt wie in der bürgerlichen Gesellschaft der Henker als erfahren in unheimlichen Künsten, so auch in der „fest“ oder „gefroren“ zu machen. Die Berichte der Zeit sind voll ernsthafter Erzählungen über derartige Fälle, denen gegenüber nur ein Auskunftsmittel verfangen sollte, das Erschlagen mit Keulen oder Gewehrkolben, wenn man sich nicht darauf verstand, wiederum durch geheime Formeln den Zauber zu lösen. Bezeichnend lässt der Totentanz des Zürchers Rudolf Weyer den Tod zum Soldaten sprechen:

 

„Frisch auf Soldat, parir den Wehr,

 

Dich hilft jetzt kein Wundsegen mehr,

 

Bist schon gefroren, ist umsunst,

 

Ich lös auf mit Gewalt obn Kunst.“ Weiterlesen

Landstreicher um 1600.
Landstreicher um 1600.