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Für Sammler, Historiker und Interessierte

Die Fibeln Europas
Band 1
Von der Bronzezeit bis zur Hallstattzeit

 

564 Seiten

Preis: 49,95 EUR

Format: Taschenbuch

Erscheinungstermin: Dezember 2021

2373 Abbildungen

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Die Fibel, ursprünglich aus einer umgebogenen Nadel entstanden, hielt nicht nur Kleidungsstücke zusammen, sondern war zu Anbeginn auch ein Statussymbol ihres Trägers. Daraus entwickelten sich mannigfaltige Formen, je nach Kultur, Region und Geschmack. Die europäischen Fibeln entwickelten sich nicht nur in den Epochen vom Beginn ihrer Entstehung in der Bronzezeit bis zu ihrem Ende im Mittelalter als wichtiges Kleidungsstück-Accessoires, sondern auch regional sehr unterschiedlich und kunstvoll ausgeprägt.


Fibeln gelten nicht nur neben Münzen als das wichtigste Bestimmungsmerkmal bei einer archäologischen Ausgrabung, sondern erfreuen sich international als begehrtes Sammlerstück größerer Beliebtheit.


Der vorliegende erste Band gibt einen umfassenden Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Fibel der einfachen Form der Spätbronzezeit bis zu den elegantesten Schmuckstücken der Hallstattzeit. In jahrelanger Arbeit wurden Beiträge und Artikel von rund 100 internationalen Forschern, Historikern und Museumsdirektoren, darunter Rudolf Virchow, Oscar Montelius und Ludwig Lindenschmit, des 19. und 20. Jahrhunderts in diesem Werk zusammengetragen. Mehr als 2300 Abbildungen zeigen die Vielfältigkeit europäischer Bronzegießer und Schmuckhersteller der vorchristlichen Jahrhunderte auf.


Beginnend mit den italischen Fibeln der Bronze- und Eisenzeit, werden auch schwedische, ungarische und Fibeln aus dem deutschsprachigen Raum vorgestellt. Den Abschluss bilden die prachtvollen Fibeln aus Griechenland und des Balkans. Alte wie auch aktuelle Begriffe und Fibelbezeichnungen sowie die zugehörigen Jahresangaben vervollständigen dieses einzigartige Nachschlagewerk.


Bodenfunde aus Deutschland im historischen Bildband
Das Römisch-Germanische Central-Museum in bildlichen Darstellungen aus seinen Sammlungen

 

von Ludwig Lindenschmit

 

Sprache: Deutsch
ISBN: 9783750299191
Format: Taschenbuch
Seiten: 240
Erscheinungsdatum: 01.04.2020

 

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Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts Band 7
Nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner- Alteneck - Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck


Sprache: Deutsch
ISBN: 9783752942729
Format: Taschenbuch
Seiten: 208
Erscheinungsdatum: 20.04.2020

Ladenpreis: 19,95 EUR

 

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Entwicklung der verschiedenen Fibel-Formen

Typ 1: Fibeln mit Spiralscheibe und einfachem Bogen

Die Spiralscheibe war ursprünglich klein, aus dem schmalen, runden Draht gebildet, welcher die unmittelbare Fortsetzung des ebenfalls runden und schmalen Körpers ist. Anfangs war die Zahl der Windungen gewöhnlich sehr groß. Der Durchmesser der Spiralscheibe nimmt allmählich in Größe zu, in dem jede Windung breiter wird; der runde Draht wird nämlich bald flach gehämmert und bandförmig. Hierdurch nimmt die Zahl der Windungen natürlich ab und die äußeren Windungen, welche ursprünglich den inneren gleich waren, werden bedeutend breiter als diese; endlich verkümmern die inneren Windungen fast vollständig.

Die Spiralform der Scheibe verschwindet mehr und mehr und die jüngsten Scheiben zeigen gar keine Spuren von Spiralwindungen. Der Bogen, welcher bald sehr hoch, sogar ganz halbkreisförmig wird, ist nicht selten mit Querlinien oder Querrippen verziert; die Mitte ist bisweilen schraubenförmig. Später wird der Bogen sehr stark; bisweilen ist er nicht massiv, sondern von sehr dünnen und einander ganz nahestehenden Querscheiben gebildet, was eine fast unglaubliche technische Fertigkeit bezeugt. Andere Fibeln haben einen breiten, flachen, ovalen Bogen, der in einigen Gegenden mit Reihen von kleinen hängenden Ringen und anderen Anhängseln verziert ist.

Bei der Umbiegung vorn, am Übergang zur Scheibe, entsteht nicht selten, dadurch, dass das Knie immer breiter wird, ein Querstab, der bisweilen sehr lang ist (Fig. 146). Einige sehr späte Fibeln dieser Gruppe zeigen eine Verdopplung des Querstabes (siehe Fig. 682, 684).

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Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts Band 6

Nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner- Alteneck


Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck

 

Sprache: Deutsch
ISBN: 9783750279476
Format: Taschenbuch
Seiten: 200
Erscheinungsdatum: 06.02.2020

 

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 Diese prächtigen Schmuckgegenstände kamen mit einer einzigen Ausnahme bei Bränden vor, nur zwei Mal paarweise, sonst immer einzeln; sie dürften sonach auf der Brust getragen worden sein, was auch aus ihrer Form und Größe hervorgeht; mit ihren vielen langen Ketten und klingenden Blechen müssen sie dem Träger zur stattlichen Zier gereicht haben. Der flache halbmondförmige 1,3—4,45 cm breite, 4,45—10,1 cm lange Bügel, welcher horizontal steht, ist samt dem Dorn und dessen Einlagen aus einem Stück gefertigt und mit eingravierten oder eingeschlagenen Doppelkreisen, häufig auch mit Zügen im Tremolierstich verziert.

In den am unteren Rand angebrachten Löchern hängen 15—30 Kettchen von 5—25 cm Länge, gewöhnlich einfache, aus kleinen zusammen gebogenen Drahtringelchen bestehend (selten doppelte), mit 15—60 Gliedern, 15—17,5 cm; an ihren Enden befinden sich Klapperbleche verschiedener Form: 2,5—5 cm lange unten breitere Blechstücke (Fig. 1582 u. 1583), einzeln oder paarweise, meist mit erhabenen Punkten geziert, — runde, konvexe von 3,18 cm Durchmesser, paarweise, wie kleine Cymbeln, die auch durch das Aneinanderschlagen bei jeder Bewegung ein klingendes Geräusch hervorbringen (Fig. 1586), — endlich aus Blech in Gestalt länglicher Täschchen oder Kapseln zusammengebogene (Fig. 1582). Die Kettchen sind an demselben Stück von ungleicher Länge, die mittleren kürzer, sodass die Klapperbleche in eine horizontale Reihe zu stehen kommen. Die Hauptverschiedenheit liegt in der Ausstattung des Halbmondes; der eingebogene, gewöhnlich breite oder wulstige innere Rand desselben ist nämlich selten leer (Fig. 1582), sondern meistens mit rohen Tiergebilden ausgefüllt; am häufigsten sind es zwei einander gegenüberstehende Vögel (Fig. 1577), in sehr einfacher Weise, gleichsam mit ausgebreiteten Flügeln, ohne Füße, bisweilen mit einem Schopf, mit den Schnäbeln sich fast berührend. Sie sind mit dem Halbmond aus einem Stück gearbeitet, rückwärts flach, mehr eine Andeutung der Gestalt, als in naturalistischer Nachbildung des Lebens. Derartige Fibeln wurden mehr als zwanzig in Brandgräbern gefunden. Weiterlesen


Geschichte der Hexen und Hexenprozesse


Konstatierung der moralischen Qualifikation der kirchlich-politischen Bestrebungen der Gegenwart am Prüfstein ihrer Leistungen in der Vergangenheit und anhand der Geschichte


Sprache: Deutsch
ISBN: 9783746786117
Seiten: 96 (TB-Format)
Erscheinungsdatum: 28.11.2018
Ladenpreis: 8,95 Euro

Vorschauseiten

 

Die Hexenverfolgung in Europa forderte allein in Deutschland mehrere hunderttausend Menschenleben. Dieses düstere Thema ist in vielen Monografien schon behandelt worden. Doch bringt dieses kleine Werk einen schnellen und tiefen Einblick in die Ursachen und Ausbreitung des Hexenwahns sowie in das Wesen der Hexenprozesse, insbesondere durch die päpstliche Hexenbulle von 1484.
Carl Lempens geht auf die angewendeten Folterarten ein und beschreibt die brutale Tortur, welche vor allem reiche Witwen und junge Frauen erleiden mussten. Aber auch Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts und als "Hexenmeister" angeklagte Männer bis ins hohe Alter hinein wurden durch die Folter zu einem Geständnis gezwungen, "Wetter erzeugt, Tiere unfruchtbar gemacht und sich in Katzen verwandelt zu haben". Der Autor erklärt anschaulich, welchen wahren Hintergrund die Hexenverfolgung gehabt hatte und zeigt anhand etlicher Beispiele die Verkommenheit und Lüsternheit der kirchlichen Würdenträger, die jeweils für Geld über hunderte Leichen gingen. Dabei entwickelten sich unterschiedliche Formen der Hexenverfolgung im Katholizismus und Protestantismus. Abschließend werden anhand eines Beispiels aus Offenburg veranschaulichend für das gesamte Deutsche Reich die Auswirkungen der Hinrichtungen und Konfiszierungen von unschuldigen christlichen Mitmenschen dargestellt.


Europäische Pfeilspitzen und Armbrustbolzen

 

1. Auflage von 2018
Taschenbuch mit 266 Seiten, in deutscher Sprache.
Mit 473 Abbildungen und 445 handgezeichneten Skizzen.

Das vorliegende Buch beinhaltet eine zum ersten Mal veröffentlichte Sammlung von Pfeilspitzen beginnend von der Bronzezeit bis zum Mittelalter sowie von Geschossspitzen der mittelalterlichen Armbrust, die einmalig in der Literaturgeschichte ist.
Der Leser hat die Möglichkeit, dieses Werk als Grundlage für die Bestimmung von europäischen Pfeil- und Geschossspitzen zu nutzen und anhand der ausführlichen Beschreibung einen tiefen Einblick in die Geschichte beider historischer Distanzwaffen zu erhalten.
Dabei wird auf die neolithische Entwicklung der Pfeilspitzen des Bogens, der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit bis zum Früh- und Spätmittelalter sowie im 3. Kapitel die Entwicklung der Armbrust-Geschossspitzen thematisch eingegangen. Kurztexte zum Aufbau einer Pfeilspitze, wie der Zweck von Mittelrippen und Nietlöchern, runden die Kapitel inhaltlich ab. Auch finden zeitliche regionale Sonderformen Europas Eingang in dieses Werk.
Mit hunderten Detailaufnahmen von Pfeil- und Geschossspitzen und hunderten handgezeichneten Skizzen ist dieses Werk ein unschlagbarer Ratgeber für professionelle Sammler und Historiker.
Alle abgebildeten Pfeil- und Geschossspitzen sind mit Gewichts- und Längenangaben versehen.

Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt worden: Bronzene Pfeilspitzen, eiserne Pfeilspitzen (zusätzlich unterteilt in Dorn- und Tüllenschäftung) und Armbrustbolzen (Weiterlesen)


Neuster Blogbeitrag: Die Griechischen Fibeln

In Griechenland war die Fibel während der eigentlichen mykenischen Zeit unbekannt. Erst am Ende dieser Periode kommen einige Fibeln vor, welche derselben Form wie die ältesten italienischen sind. Sie enden vorn entweder in einer Spiralscheibe, - was doch bis jetzt außerordentlich selten und nur auf den aller ältesten Fibeln zu sehen ist, - oder in einem kleinen rinnenförmigen Nadelhalter. Der obere Teil der Fibel, anfangs wie Italien gerade, ist rund und schmal, später oval, bandförmig. Weiterlesen