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Für Sammler, Historiker und Interessierte

Neuster Blogartikel: Waffen des Mittelalters

 

 

 

Harnisch aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nach dem Originalharnisch in der Ambraser Sammlung zu Wien. Derselbe wird von Jakob Schrenk in seiner lateinischen, mit Abbildungen versehenen Beschreibung der Ambraser-Sammlung 1601 und in Alois Primisfers Werk über die Ambraser-Sammlung (1819) für die Rüstung des Markgrafen Achilles, Kurfürsten von Brandenburg ausgegeben, welcher vom Jahr 1414 bis 1486 lebte, was natürlicherweise nach dem vielen, was wir bereits über das Harnischwesen der verschiedenen Jahrhunderte gegeben haben, irrtümlich ist.

 

Dieser vorliegende Harnisch war zum Turnier zu Fuß bestimmt. Einzelne Teile desselben sind, wie es im 16. Jahrhundert gleichwohl öfter, jedoch nur ausnahmsweise vorkommt, der herrschenden Tracht der Zeit, welche in Leder, Samt, Seide, Tuch, den geschlitzten Puffen, dem gefältelten langen Rock etc. bestand, nachgebildet. Der lange, von den Hüften auslaufende Rock war ringsum geschlossen, doch konnte dessen Vorder- und Rückteil zum Zweck des Reitens ausgehängt werden. Wir geben hier den Vorderteil als ausgehängt, damit man die Beschaffenheit der darunter befindlichen Beinschienen sieht. Der Helm, in Form eines fantastischen Vogelkopfes, kommt mehrfach als eine Abnormität in dieser Periode vor. Von dem gravierten Bildwerk auf der Brust, darstellend die Heiligen Maria und Barbara, ist wenig mehr zu erkennen, während jenes auf dem Rücken gut erhalten ist; wir geben dasselbe aus der folgenden Tafel. Weiterlesen


Allgemeine Geschichte des Schlosses Hartenfels bis zum Regierungsantritt des Kurfürsten Ernst und des Herzogs Albrecht von Sachsen 1464.

 

Das östliche Deutschland, von den Hussitenkriegen gebrandschatzt und verwüstet, zeigte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine fast vollständige Unfruchtbarkeit in künstlerischen Dingen. Das Volk, von den religiösen und sozialen Lehren, eines Hus aus seiner geistigen Stumpfheit geweckt, von der eigenartigen Erscheinung und der Leidenschaftlichkeit der unverstandenen Reden eines Capistrano in Aufregung versetzt, begann sich von der geistigen Vormundschaft der Kirche freizumachen und aus den schwankenden und sich widersprechenden Äußerungen der Wanderprediger eine eigene Meinung zu bilden. Was die weitgehenden Lehren eines Hus nicht vermochten, brachten die streitenden Prediger fertig: das Volk in eine geistige Bewegung zu bringen. Welche Wirkungen dies auf den Kirchenbau hatte, ist bereits geschildert worden. Für die weltlichen Bauten in Sachsen von einflussreicher Bedeutung war noch der Umstand, dass das Volksleben nach Abschluss der zerstörenden Bruderkriege der Wettiner in ruhigere Bahnen gelenkt wurde. Es begann mit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein starker Aufschwung der wirtschaftlichen Lage, der Handel wuchs, die Gewerbe blühten empor. Es hing dies unmittelbar mit den Silberfunden im Erzgebirge um 1470 zusammen. Die Schätze des Schneebergs, die Zunahme der Einkünfte der Fürsten, die Befestigung ihrer Staatsgewalt innerhalb der deutschen Kleinstaaterei, die Notwendigkeit, feste Zentren für ihre Verwaltung zu schaffen, endlich auch die Anregungen, die die Fürsten auf ihren Reisen nach Palästina von den Wohnsitzen befreundeter Herrscher bekamen, erweckten den Wunsch, ihre unbequemen und unansehnlichen Burgen in größere, dem veränderten Geiste und ihrer politischen Machtstellung entsprechende Wohnsitze umzubauen. So begann die Erbauung des Meißner, des Dresdner, der Torgauer, des Wittenberger Schlosses und der Moritzburg in Halle. Weiterlesen

Historische Aufnahme von Schloss Hartenfels
Historische Aufnahme von Schloss Hartenfels

Bodenfunde aus Deutschland im historischen Bildband
Das Römisch-Germanische Central-Museum in bildlichen Darstellungen aus seinen Sammlungen

 

von Ludwig Lindenschmit

 

Sprache: Deutsch
ISBN: 9783750299191
Format: Taschenbuch
Seiten: 240
Erscheinungsdatum: 01.04.2020

 

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Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts Band 7
Nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner- Alteneck - Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck


Sprache: Deutsch
ISBN: 9783752942729
Format: Taschenbuch
Seiten: 208
Erscheinungsdatum: 20.04.2020

Ladenpreis: 19,95 EUR

 

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Trachten, Kunstwerke und Gerätschaften vom frühen Mittelalter bis Ende des 18. Jahrhunderts Band 6

Nach gleichzeitigen Originalen von Dr. J. H. von Hefner- Alteneck


Jakob Heinrich von Hefner-Alteneck

 

Sprache: Deutsch
ISBN: 9783750279476
Format: Taschenbuch
Seiten: 200
Erscheinungsdatum: 06.02.2020

 

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Die privaten Waffensammlungen von Friedrich Rudolph von Berthold und Dr. Jakob von Hefner-Alteneck

 

Aus der Reihe: Historische Waffensammlungen Europas - Band 1


von Carsten Rau (Hrsg.)

 

Ladenpreis: 19,95 EUR

Sprache: Deutsch

ISBN: 9783750256088

Format: Taschenbuch

Seiten: 204

 

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Bogenkunde: Die Geschichte des verstärkten Bogen

Die Bogen, die wir aus Afrika und aus der Südsee kennen, sind fast durchweg einfache Holzstäbe. Je nach der ethnographischen Provinz, aus der sie stammen, wechselt ihre Form, ihre Größe und das Holz, aus dem sie hergestellt sind; aber mit wenigen Ausnahmen, die wir unten besprechen werden, sind es „einfache" Bogen. Um sofort zu sehen, was das bedeutet, brauchen wir hier, neben dem Querschnitt durch einen einfachen, nur einen solchen durch einen „zusammengesetzten" Bogen aus Turkistan zu betrachten.


Ein solcher Bogen besteht nur zum geringsten Teil aus Holz, er hat hinten (oder innen, d. h. auf der Schnurseite) eine mächtige Schicht von Büffel- oder Steinbockhorn und vorn, oder außen, mehrere Schichten fest aufgepresster und angetrockneter Faserbündel aus der Achilles-Sehne oder vom Nackenband des Rindes. Wir werden bald sehen, dass ein derartig gebauter Bogen eine Waffe ersten Ranges ist und sich zu dem einfachen Bogen der Afrikaner etwa verhält, wie ein modernes Repetier-Gewehr zu einer alten Luntenflinte.


Vorher möchte ich aber noch erklären, was unter einem "verstärkten" Bogen zu verstehen ist. Wenn wir einen gewöhnlichen einfachen Laubholzbogen weiter spannen, als er verträgt, so bricht er; aber er bricht fast niemals quer, sondern er splittert der Länge nach, oft so, dass ein oder der andere Splitter die Hälfte oder zwei Drittel der Länge des ganzen Bogens hat. Das steht natürlich damit in Zusammenhang, dass das Holz für den Bogen nicht mit der Säge, sondern durch Spalten (oder "Schlachten", wie der technische Ausdruck lautet) gewonnen wurde. Nur ganz schlechte Bogen brechen quer ab, gute splittern. Es lag natürlich sehr nahe, dieses Splittern dadurch zu verhindern, dass man in gewissen, nicht zu großen Abständen feste Ringe um den Bogen legte, aus Leder, aus Flechtwerk, aus Darmsaiten oder sonst einem geeigneten Material. Ebenso pflegte man anderswo den Bogen in seiner ganzen Ausdehnung oder wenigstens da, wo er am meisten in Anspruch genommen war und also zuerst zu splittern drohte, mit Streifen aus Leder, Schlangen- oder Eidechsenhaut oder auch mit irgendeiner Schnur dicht zu umwickeln. In gewissem Sinne würde man alle diese derart behandelten Bogen schon als "verstärkt" bezeichnen können. Es empfiehlt sich aber, diese Bezeichnung für eine andere, ausgiebigere Art der Verstärkung aufzusparen und diese Bogen einfach als "umwickelt" zu bezeichnen. Ganz nebenbei sei hier eingeschaltet, dass es in Südamerika mehrfach Bogen aus Palmholz gibt, die in ihrer ganzen Ausdehnung mit einem dünnen Bindfaden umwickelt sind; bei diesen kann es sich natürlich nicht einmal um den Versuch einer Verstärkung handeln. Diese Art von Umwicklung hat zweifellos nur den Zweck, die Loslösung ganz kleiner spitzer Splitter zu verhindern, die sonst häufig wie scharfe Stacheln sich von dem Holz ablösen, und die Hände leicht empfindlich verletzen können. Ich habe selbst lange mit einem Salomo-Bogen geschossen, der erst ganz ausgezeichnet war, mir aber durch seine Neigung, ganz dünne, oft nur nadelfeine Splitter abzustoßen, so unbequem wurde, dass ich ihn schließlich ganz umwickelte.


Alles das hat aber mit der Verstärkung im engeren Sinne des Wortes nichts zu tun. Hingegen finden wir, besonders in Alaska, dünne schwache Bogen aus Zedernholz, welche am Rücken ein dichtes, sehr hartes und festes Geflecht aus gedrehten oder gezöpften Sehnenfäden haben. Dieses Geflecht liegt dem Bogen lose auf, wird aber durch zahlreiche, ganz um den Bogen laufende Ringe festgehalten und ist außerdem noch an den Enden ganz besonders fest mit dem Bogen verschnürt. Da haben wir nun eine wirkliche Verstärkung vor uns, die ungemein wirksam ist, da sie nicht nur den Bogen vor dem Splittern schützt, sondern auch durch ihre eigene Elastizität den Wert des Bogens wesentlich erhöht.


Eine andere Art der Verstärkung kennen wir gleichfalls besonders aus Alaska. Da befindet sich auf dem Rücken des Bogens, fest an ihn gebunden, eine sehr dicke und starke Schnur, die natürlich genau ebenso funktioniert, wie das Rückengeflecht, und nur eine einfachere, vielleicht ältere und primitivere Form derselben darstellt. Weiterlesen Teil 1


Geschichte der Hexen und Hexenprozesse


Konstatierung der moralischen Qualifikation der kirchlich-politischen Bestrebungen der Gegenwart am Prüfstein ihrer Leistungen in der Vergangenheit und anhand der Geschichte


Sprache: Deutsch
ISBN: 9783746786117
Seiten: 96 (TB-Format)
Erscheinungsdatum: 28.11.2018
Ladenpreis: 8,95 Euro

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Die Hexenverfolgung in Europa forderte allein in Deutschland mehrere hunderttausend Menschenleben. Dieses düstere Thema ist in vielen Monografien schon behandelt worden. Doch bringt dieses kleine Werk einen schnellen und tiefen Einblick in die Ursachen und Ausbreitung des Hexenwahns sowie in das Wesen der Hexenprozesse, insbesondere durch die päpstliche Hexenbulle von 1484.
Carl Lempens geht auf die angewendeten Folterarten ein und beschreibt die brutale Tortur, welche vor allem reiche Witwen und junge Frauen erleiden mussten. Aber auch Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts und als "Hexenmeister" angeklagte Männer bis ins hohe Alter hinein wurden durch die Folter zu einem Geständnis gezwungen, "Wetter erzeugt, Tiere unfruchtbar gemacht und sich in Katzen verwandelt zu haben". Der Autor erklärt anschaulich, welchen wahren Hintergrund die Hexenverfolgung gehabt hatte und zeigt anhand etlicher Beispiele die Verkommenheit und Lüsternheit der kirchlichen Würdenträger, die jeweils für Geld über hunderte Leichen gingen. Dabei entwickelten sich unterschiedliche Formen der Hexenverfolgung im Katholizismus und Protestantismus. Abschließend werden anhand eines Beispiels aus Offenburg veranschaulichend für das gesamte Deutsche Reich die Auswirkungen der Hinrichtungen und Konfiszierungen von unschuldigen christlichen Mitmenschen dargestellt.


Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses - Waffensammlung

 

Album hervorragender Gegenstände aus der Waffensammlung des Allerhöchsten Kaiserhauses
Band 1 und 2


Erläuternder Text von Wendelin Boeheim

 

259 Seiten (TB-Format)

ISBN: 978-3-746750-60-6

Erscheinungstermin: 12.08.2018

Ladenpreis: 16,95 Euro

 

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Die kaiserlich-österreichische Sammlung wurde 1889 mit der weltberühmten Sammlung des Erzherzogs Ferdinand von Tirol aus dem Schloss Ambras bei Innsbruck zusammengelegt und erfuhr dadurch eine bedeutende Bereicherung. In diesem Werk, bestehend aus zwei Bänden, werden die wichtigsten und bedeutensten Exponate der Waffensammlung vorgestellt. Der erläuternde Text wurde von Wendolin Boeheim, Kustos der Waffensammlung, geschrieben. Trotz der langen Zeitdauer der ersten Auflage bis zur heutigen Überarbeitung, bleibt der begleitende Text in der Beschreibung der kunsthistorischen Sammlung weiterhin für die Forschung und Geschichtswissenschaft bedeutend und bildet noch immer ein Standardwerk über europäische Waffenschmiedekunst.


Die Sammlung weist als Hauptschwerpunkt eine Reihe der bedeutensten Feld-, Prunk- und Turnierharnische europäischer Generäle, Könige und Kaiser samt ihren Schwertern auf. Ergänzt wird die beeindruckende Sammlung von künstlerisch hochwertigen Sturmhauben, Hundsgugeln, Schallern sowie Säbeln, Haudegen, Ochsenzungen, Faustrohren, Radschlossbüchsen, Rundschilden, schweren Rosshar-nischen und vieles mehr.


Die fotografischen Lichtbildaufnahmen sowie die Zeichnungen der Schmiedemarken sind per Hand überarbeitet worden. Ein Register der beteiligten Künstler, Plattner und Waffenschmiede sowie der auftraggebenden europäischen Kurfürsten, Könige und Kaiser schließt das bedeutende Werk ab. Der Text wurde in die neue deutsche Rechtschreibung überarbeitet. Mit 53 Zeichnungen und 100 Fotografien.


Europäische Pfeilspitzen und Armbrustbolzen

 

1. Auflage von 2018
Taschenbuch mit 266 Seiten, in deutscher Sprache.
Mit 473 Abbildungen und 445 handgezeichneten Skizzen.

Das vorliegende Buch beinhaltet eine zum ersten Mal veröffentlichte Sammlung von Pfeilspitzen beginnend von der Bronzezeit bis zum Mittelalter sowie von Geschossspitzen der mittelalterlichen Armbrust, die einmalig in der Literaturgeschichte ist.
Der Leser hat die Möglichkeit, dieses Werk als Grundlage für die Bestimmung von europäischen Pfeil- und Geschossspitzen zu nutzen und anhand der ausführlichen Beschreibung einen tiefen Einblick in die Geschichte beider historischer Distanzwaffen zu erhalten.
Dabei wird auf die neolithische Entwicklung der Pfeilspitzen des Bogens, der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit bis zum Früh- und Spätmittelalter sowie im 3. Kapitel die Entwicklung der Armbrust-Geschossspitzen thematisch eingegangen. Kurztexte zum Aufbau einer Pfeilspitze, wie der Zweck von Mittelrippen und Nietlöchern, runden die Kapitel inhaltlich ab. Auch finden zeitliche regionale Sonderformen Europas Eingang in dieses Werk.
Mit hunderten Detailaufnahmen von Pfeil- und Geschossspitzen und hunderten handgezeichneten Skizzen ist dieses Werk ein unschlagbarer Ratgeber für professionelle Sammler und Historiker.
Alle abgebildeten Pfeil- und Geschossspitzen sind mit Gewichts- und Längenangaben versehen.

Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt worden: Bronzene Pfeilspitzen, eiserne Pfeilspitzen (zusätzlich unterteilt in Dorn- und Tüllenschäftung) und Armbrustbolzen (Weiterlesen)


Der Soldat in der deutschen Vergangenheit

Feldpredigt im Burgundischen Heer.
Feldpredigt im Burgundischen Heer.

Die typische Charakteristik beginnt mit dem Namen. Der Landsknecht heißt Bruder Veit wie der Handwerksbursch später Bruder Straubinger. Eine weitere ständige Bezeichnung „fromm“ in dem alten Sinn von „wacker“ gibt einen beliebten Anlass zu absichtlichen Missverständnissen. Woher konnte solche Benennung für ein so wenig gottseliges Völkchen stammen? Nun, ein altes, halbblindes Weiblein war in einen Graben gefallen; ein Vorübergehender zog sie heraus und antwortete auf die Frage nach seiner Person: ein Landsknecht. „Ei, rief die Alte, Gott müsse dir´s alle Zeiten vergelten, du frommer Landsknecht,“ Also hat dieser Name seinen Ursprung von einem alten übel sehenden Weib. Sie selber aber hielten strack daran fest und als einer von ihnen wegen Totschlags verurteilt auf der Richtstatt gefragt wurde, ob er als frommer Christ sterben wolle, versetzte er: „Nein, ich will sterben als ein frommer Landsknecht.“ Dass sie indessen wegen ihres unbändigen Wesens weder im Himmel noch in der Hölle gelitten werden, hat Hans Sachsens volkstümliche Kunst in zweiten besten Schwänke anschaulich dargestellt. St. Peter, der einzige in den Himmel gelassen, bereut dies alsbald, als sie sofort zu spielen beginnen und darüber in Streit und Balgerei geraten, weiß sie aber nicht anders wieder los zu werden, als indem er einen Engel mit der Trommel vor das Himmeltor schickt und Alarm schlagen lässt: da laufen alle voll Kampfbegier hinaus. Luzifer, der viel von ihnen gehört, schickt einen Unterteufel aus, um ein paar zu holen; dieser setzt sich in ein Wirtshaus, wo eine Rotte zecht, hinter den Ofen und lauert, aber ob des ungeheuerlichen Fluchens, Trinkens und Schwadronierens von blutigen Schlachten graust ihn, und als gar einer, der einen erbeuteten Hahn hinter den Ofen hängt, zum Wirt sagt, er solle den armen Teufel hinter dem Ofen rupfen und braten, fährt er eiligst davon und bittet seinen Herrn und Meister, die Hölle mit solchen Gesellen zu verschonen. Weiterlesen

Der Saufteufel. Holzschnitt von Schäufelin.
Der Saufteufel. Holzschnitt von Schäufelin.