Europäische Waffenkunde

Flügellanzenspitze und Ritterschwert.
Europäische Waffenkunde · 05. Juni 2026
Schwert und Lanze aus dem 8. bis 9. Jahrhundert. A ein Schwert, welches bei Speyer gefunden und von dem Fürsten Metternich dem römisch-germanischen Museum zu Mainz geschenkt wurde. Wir geben hier den oberen Teil und von der Klinge, des Raumes wegen, nur die Spitze. Die beträchtliche Gröfse zeigt der beigefügte Mafsstab; die Klinge beträgt in ihrer Länge 83 cm. In diesem Exemplare sehen wir den seltenen Überrest des Schwertes eines Vornehmen, über deren häufiges Vorkommen im frühen...

Bewaffnete Krieger aus dem Wessobrunner Gebet.
Europäische Waffenkunde · 29. Mai 2026
ABC einzelne Figuren aus der Pergamenthandschrift in der Hof- und Staatsbibliothek zu München, die das bekannte «Wessobrunner Gebet» enthält. Wenn diese Zeichnungen auch selbst nach dem noch niederen Standpunkte der Kunst jener Periode roh und unbeholfen sind, so sind sie doch für uns deshalb wertvoll, weil sie uns die damalige Tracht und Bewaffnung zeigen. Neben den Bewaffneten B erscheint hier die Kaiserin Helena. D und E sind Teile aus den Pergamentmalereien des «Psalterium aureum» in...

Europäische Waffenkunde · 28. Mai 2026
Von Staatsrat Eduard von Lenz. (Fortsetzung.) VI. Stab-Runka (Q. 319) Die Kaiserliche Eremitage besitzt ein Exemplar dieser auch in anderen Museen vorkommenden, dem Stockdegen verwandten Waffe, welche vielleicht weniger häufig für den Kriegsgebrauch als zum Schutz in unsicherer Umgebung, wie z. B. auf der Wanderschaft, bestimmt war und wohl nicht selten auch dem Mann eine handliche Angriffswaffe liefern sollte, wo die Umstände es ihm verboten, sich bewaffnet zu zeigen. Bei denkbar...

Steinkugeln werden auf angreifende Belagerer geworfen.
Europäische Waffenkunde · 24. Mai 2026
Von Dr. R. Forrer-Strassburg. (III. Fortsetzung.) 8. Die Abimelech- und David-Miniaturen des Abtes Jordanus von Lucelles um 1293, der Sammlung Forrer. Diese beiden Miniaturen aus dem Besitz eines alt-elsässischen Priesters und Geschichtsforschers hatten früher als Buchumschläge-Verwendung gefunden. Die eine zeigt den Moment, da Abimelech anlässlich der Niederwerfung eines Aufstandes in Tebez durch einen Steinwurf getötet wird. Die Stadt Tebez ist durch einen zinnengeschmückten Turm mit...

Europäische Waffenkunde · 12. Mai 2026
Von Landgerichtsrat Engel in Thorn. Zur Ergänzung Zeitschrift der in dieser erscheinenden größeren Abhandlungen über mittelalterliche Feuerwaffen dürfte die Bekanntgabe gleicher und ähnlicher Stücke aus Privatbesitz nicht unwillkommen sein. Es sei mir daher gestattet, zwei mir gehörige Büchsen vorzuführen; vielleicht folgen andere meinem Beispiel. 1. Handbüchse aus Kupfer oder Bronze, Ausgrabung, mit dicker grüner Patina ungleichmäßig überzogen, aus Pest. (Fig. 1.) In Wahrheit...

Handgranaten des 16. Jahrhunderts
Europäische Waffenkunde · 10. Mai 2026
Wenn heute von Handgranaten die Rede ist, denken die meisten an moderne Splittergranaten des 20. Jahrhunderts. Doch die Geschichte dieser Waffe reicht wesentlich weiter zurück. Bereits im 16. Jahrhundert wurden in Europa primitive Handgranaten eingesetzt – vor allem bei Belagerungen, im Häuserkampf und auf Schiffen. Sie waren gefährlich, unzuverlässig und oft ebenso riskant für den Werfer wie für den Gegner. Der Ursprung der europäischen Handgranate Explosive Wurfkörper existierten...

Europäische Waffenkunde · 03. Mai 2026
Von A. Meyer, Oberleutnant im Kgl. Sächs. Infanterie-Regiment No. 178. In einem Buch über Artilleriewissenschaft vom Jahr 17681 finde ich die Beschreibung zweier Apparate zum Messen der Anfangsgeschwindigkeit für Gewehr und Geschütz. Ich vermute, dass weder das Buch, trotz des bekannten Namens des Übersetzers, noch die Apparate so allgemein bekannt sind, dass eine Besprechung darüber unnütz wäre, und erlaube mir daher die nachfolgende Skizze über den Gegenstand. Da ich weder in...

Europäische Waffenkunde · 01. Mai 2026
Von Erich Freiherrn von Hausen. In wie naher Beziehung die Heraldik zum Waffenwesen steht, ist hinlänglich bekannt. In den ältesten Zeiten schon wurden Schutz- und Trutzwaffen — vor allem der ritterliche Schild und dann auch der Helm — mit bestimmten Abzeichen oder Figuren bemalt. Bald ward anstelle der Helmbemalung die Helmzier (Kleinod oder Zimier) auf den Helm gesetzt, und während der Kreuzzüge trat auch noch der Helmhang — anfänglich nur ein einfacher Schleier gegen die glühende...
Europäische Waffenkunde · 28. April 2026
Von Karl Schalk. (Fortsetzung.) I. Die Bürgerwehr und ihre Waffen in der Sammlung. (Mit 4 Abbildungen.)1 Die Wiener Verhältnisse zeigen den typischen Charakter der Entwicklung in deutschen Städten.2 Die Geschichte der Wiener Bürgerwehr lässt sich in drei Perioden teilen. 1. Die älteste Zeit bis zum Jahre 1648, die Periode der Harnische. Alleiniges Bestehen einer Bürgerinfanterie. 2. Die Zeit von 1648 bis 1805, die Periode der Geschütze. Seit der Gründung einer Bürgerartillerie im...

Europäische Waffenkunde · 23. April 2026
Von Dr. Potier. Adjö nun, Lowise, wisch’ ab dein Gesicht, Eine jede Kugel trifft ja nicht: Denn traf’ jede Kugel apart ihren Mann, Wo kriegte der König Soldaten dann? (Aus einem alten preußischen Soldatenlied.) Bis zu dem Augenblick, da die neuerfundenen Feuerwaffen die Kinderkrankheiten überstanden hatten, lassen sich die Versuche zurückverfolgen, die Verwendbarkeit dieser Waffen zu steigern. Emsig suchte der Schwarzkünstler nach der Formel, welche den in der vereinigten Dreiheit...

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