
Soldaten aus dem 10. Jahrhundert nach Darstellungen in einem Psalterium, welches sich in der königlichen Bibliothek zu Stuttgart befindet.
Die obere Abbildung stellt den Absalon dar, wie er seinen Vater David verfolgt, sie wurde an dem dritten Psalm angebracht.
Dass die Einzelheiten jener alten, gleichwohl rohen Darstellungen ihre Begründung naben, ersehen wir bei Vergleichung der Lanzenform dieses Reiters mit jener auf Tafel 2. Bei den Helmen nach
Römerart ist zu bemerken, dafs zwei davon die Form phrygischer Mützen haben.
Der Krieger mit dem Bogen steht als Bild bei dem Psalm 18, Vers 35: «Er lehret meine Hand streiten, und meinen Arm einen Bogen spannen.»
Der Krieger zu Pferd mit Schild gehört zu Vers 41: «Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, dafs ich meine Hasser zerstöre.» Beide Krieger tragen den römischen Schuppenharnisch.

Text- und Bildquelle: Jakob Heinrich Hefner-Alteneck: Waffen; ein Beitrag zur historischen Waffenkunde vom Beginn des Mittelalters bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Frankfurt am Main, 1903.
© Carsten Rau
