Die Kämpfe Österreichs mit den Osmanen vom Jahre 1526 bis 1537
von Leopold Kupelwieser
176 Seiten
Format: Taschenbuch 125x190 Softcover 90g weiß, matt
Erscheinungsdatum: 28.04.2026
ISBN: 9783565430635
Sprache: Deutsch
Ladenpreis: 14,95 EUR
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Beschreibung
Das vorliegende Werk „Die Kämpfe Oesterreichs mit den Osmanen vom Jahre 1526 bis 1537“ von Leopold Kupelwieser gehört zu den klassischen Darstellungen einer entscheidenden Epoche der
mitteleuropäischen Geschichte. Es schildert die militärischen und politischen Auseinandersetzungen zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich in einer Zeit tiefgreifender
Umbrüche. Die Jahre nach 1526 markieren eine Phase existenzieller Bedrohung und zugleich struktureller Neuordnung. Nach der Niederlage Ungarns bei Mohács begann eine Reihe von Feldzügen,
Belagerungen und diplomatischen Manövern, die nicht nur die Grenzen Österreichs, sondern das gesamte Machtgefüge Europas nachhaltig prägten. Habsburgermonarchie und Osmanisches Reich standen sich
dabei nicht nur militärisch, sondern auch politisch und kulturell gegenüber. Kupelwiesers Darstellung zeichnet sich durch eine detailreiche Auswertung historischer Quellen aus. Er verbindet die
Schilderung von Feldzügen und Belagerungen mit Einblicken in die Entscheidungsprozesse von Herrschern, Heerführern und Diplomaten. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild der damaligen
Konflikte – zwischen strategischem Kalkül, religiösen Spannungen und machtpolitischen Interessen. Diese Neuausgabe macht ein lange nur schwer zugängliches Werk wieder verfügbar. Sie richtet sich
sowohl an historisch interessierte Leserinnen und Leser als auch an Fachpublikum, das sich mit der frühen Neuzeit, Militärgeschichte und den Beziehungen zwischen Ost und West beschäftigt. Als
Reprint bewahrt dieses Buch bewusst die Eigenheiten seiner ursprünglichen Form. Orthographie, Ausdruck und Perspektiven spiegeln den wissenschaftlichen Stand und das Geschichtsverständnis seiner
Entstehungszeit wider. Gerade darin liegt sein besonderer Wert: Es eröffnet nicht nur einen Blick auf die Ereignisse des 16. Jahrhunderts, sondern auch auf die Art und Weise, wie Geschichte im
19. Jahrhundert geschrieben und interpretiert wurde.
Kapitel 1
Ungarn und Böhmen gelangen nach dem Tode König Ludwigs II. in der Schlacht bei Mohács in dauernden Besitz des Hauses Habsburg. — Erzherzog Ferdinand zum König von Ungarn gewählt. — Vertreibung
des Gegenkönigs Johann Zápolya. — Türkeneinfälle nach Krain. — Zápolyas Intrigen in Konstantinopel. — Botschaft Ferdinands bei dem Sultan. — Zápolya bricht, auf türkische Hilfe rechnend, in
Ungarn ein. — Zustand des türkischen Heeres. — Das österreichische Heerwesen. — Vorkehrungen Ferdinands in Voraussicht des demnächst ausbrechenden Krieges. — 1526 bis 1528.
Kapitel 2
Das Heer des Sultans bricht von Konstantinopel auf. — Zápolya vom Sultan zu Mohács empfangen. — Ofen von den Türken eingenommen. — Des Sultans Zug bis vor Wien. — Die Stadt Wien. — Vorbereitungen
zur Verteidigung der Stadt. — Niklas Graf zu Salm der Befehlshaber in der Stadt. — Die Akindschi treffen vor der Stadt ein. — Besatzungstruppen. — Pfalzgraf Philipp langt mit den Reichstruppen in
Wien an. — Die vorbereitete Flottille wird verbrannt. — Ausfall der Reiter Hardeggs. — Ankunft der türkischen Flottille. — 1529.
Kapitel 3
Der Sultan langt vor Wien an. — Verteilung der Truppen und Geschütze in der Stadt und dem Lager der Türken außerhalb derselben. — Ausfall der Besatzung auf den Werd und Zerstörung der
Donaubrücken. — Minenkampf. — Missglückter Ausfall am 6. Oktober. — Pfalzgraf Friedrich in Krems zögert mit der Hilfe. — Ungünstiges Wetter für die Belagerer. — Wiederholte Stürme gegen die
Stadtmauern. — Graf Salm beim letzten Sturm verwundet. — Suleiman entschließt sich zum Rückzug und zieht von Wien fort. — Pfalzgraf Friedrich trifft nach dem Abzug der Türken in Wien ein. —
Beiderseitige Verluste. — Vom 25. September bis 20. Oktober 1529.
Kapitel 4
Verhalten des Pfalzgrafen Friedrich in Krems. — Verwüstungen der Akindschi in den Vierteln unter und ober dem Wienerwalde. — Die Türken vor Wiener Neustadt und vor Klosterneuburg. — Matte
Verfolgung des abziehenden Türkenheeres. — Weiterer Rückzug und Eintreffen des Sultans in Konstantinopel. — 1529.
Kapitel 5
Auflösung der Besatzungstruppen von Wien. — Salm zieht nach Ungarn und stirbt. — Unterhandlungen mit den Türken. — Lamberg und Jurischitsch als Gesandte in Konstantinopel. — Vergeblicher Versuch
Ferdinands, sich Ofens zu bemächtigen. — Einfälle der Türken nach Kroatien und Krain. — Zápolya sucht Hilfe beim Pascha von Semendria. — Dieser fällt in Ungarn ein und verwüstet das Land. —
Vorkehrungen gegen den zu gewärtigenden Türkeneinfall. — Aufbruch Suleimans von Konstantinopel. — Die Gesandten Ferdinands, Lamberg und Nogarola, werden in Nissa empfangen und mitgeführt. — Das
Türkenheer wendet sich von Belgrad aus direkt gegen Wien und langt vor Güns an. — 1529—1532.
Kapitel 6
Die Stadt Güns. — Belagerung derselben durch Suleiman, Verteidigung durch Jurischitsch. — Eine scheinbare Übergabe der Stadt wird vereinbart. — Abzug des türkischen Heeres. — Ansammlung von
Truppen um Wien unter dem Pfalzgrafen Friedrich. — Zug der Türken durch Steiermark. — Graz und Marburg von den Türken bedrängt. — Rückkehr des Sultans nach Konstantinopel. — 1532.
Kapitel 7
Die Akindschi unter Kasimbeg überschwemmen Niederösterreich bis an die Enns. — Sie treten den Rückzug an und werden bei Leobersdorf von den bei Wien gesammelten Truppen angegriffen und
vernichtet. — Die türkische Flottille bei Gran aufgehalten. — Krainer fallen in Bosnien ein. — 1532.
Kapitel 8
Kaiser Karl V. und König Ferdinand kommen in Wien an. — Das um Wien versammelte Heer löst sich auf. — Vergebliche Friedensverhandlungen mit der Pforte. — Schluss. — 1532 bis 1536.
