Europäische Waffenkunde

Europäische Waffenkunde · 16. Juli 2026
Dieser Schild ist 87 cm hoch und 74 cm breit. Er ist zu beiden Seiten leicht gewölbt, während er von oben nach unten in gerader Linie verläuft. Er besteht aus Holz und ist auf der Vorderseite mit Pergament überzogen, das blau bemalt ist. Auf diesem Grund ist der Löwe aus erhaben gepresstem Leder aufgesetzt. Seine Färbung wechselt in schrägen roten und silbernen Balken, wobei oben mit Rot begonnen wird. Früher trug der Löwe eine Krone aus vergoldetem Blech, von der noch einige Reste...

Europäische Waffenkunde · 12. Juli 2026
Der Krieger A ist aus einem in der Bibliothek zu Bamberg befindlichen Evangelienbuch. Dieser hier dargestellte Krieger ist für ein Werk seiner Periode ungewöhnlich sorgfältig ausgeführt und weist, was in dieser Zeit selten ist, bereits eine Schattierung mit einiger Richtigkeit auf. Der Krieger B ist nach einem Fragment einer Pergamentmalerei aus derselben Zeit dargestellt. Der Schild erscheint am rechten Arm und die Lanze in der linken Hand, ein Versehen, das bei älteren Meistern nicht...

Europäische Waffenkunde · 09. Juli 2026
A zeigt den oberen Teil einer Schwertscheide mit dem daran befestigten Riemen zum Umgürten; das Original wird im Dom zu Bamberg aufbewahrt. Als wir diesen Gegenstand im Jahre 1842 untersuchten, war er fest mit den Riemen umschlungen, die zu einem Knäuel zusammengenäht waren. Beim Auftrennen und Lösen erkannten wir den oberen Teil einer Schwertscheide mit dem dazugehörigen Riemenwerk, wie es in der zweiten Hälfte des 12. und im 13. Jahrhundert nahezu ausnahmslos zur ritterlichen Tracht...

Europäische Waffenkunde · 07. Juli 2026
Die Geschichte der Kriegschirurgie ist untrennbar mit der Geschichte der bewaffneten Konflikte verbunden. Jede Verbesserung der Waffen stellte die Ärzte ihrer Zeit vor neue Aufgaben, und jeder Krieg lieferte zugleich schmerzliche, aber oftmals lehrreiche Erfahrungen über die Behandlung schwerster Verwundungen. Besonders das 19. Jahrhundert brachte tiefgreifende Veränderungen hervor. Die Einführung moderner Gewehre mit größerer Reichweite und höherer Durchschlagskraft führte zu...

Europäische Waffenkunde · 05. Juli 2026
Kaum ein Gegenstand verkörperte die Macht des Römischen Reiches so eindrucksvoll wie seine Feldzeichen. Für den modernen Betrachter erscheinen sie zunächst als militärische Standarten, die den Soldaten auf dem Schlachtfeld Orientierung gaben. Für einen römischen Legionär waren sie jedoch weit mehr. Sie galten als heilige Symbole, als sichtbarer Mittelpunkt der Truppe und als Zeichen göttlichen Schutzes. Wer das Wesen der römischen Armee verstehen will, muss deshalb ihre Feldzeichen...

Europäische Waffenkunde · 02. Juli 2026
Das Schwert A befindet sich in der Sammlung des Grafen von Erbach zu Erbach im Odenwald. Es ist aus Eisen gefertigt und verrostet; die Umkleidung des Griffes fehlt, sodass dort nur noch das Heft der Klinge sichtbar ist. Unsere Abbildung beträgt ein Viertel der Originallänge. Sie zeigt nach dem Original die wesentliche Form der christlichen Schwerter dieser Periode. Das Charakteristische dieses Schwertes ist ein starker Knauf, sowohl in der hier dargestellten sechseckigen Form als auch in...

Europäische Waffenkunde · 28. Juni 2026
A und B C sind aus dem zu Tafel 3 erwähnten Psalterium in der königlichen Bibliothek zu Stuttgart dargestellt. D ein Krieger nach den Pergamentmalereien eines Manuskriptes zu Brüssel. Derselbe ist schon u. a. in dem Werk: Les arts somptuaires par œuvre monumentale, Paris 1858, Bd. I, Pl. 26, dargestellt. Wir geben ihn, um ein Beispiel der Kriegertracht der frühchristlichen Zeit, noch sehr nach Römerart, vorzuführen, aber ganz vorzugsweise seines Schildes wegen, welcher einen...

Europäische Waffenkunde · 21. Juni 2026
Jenes A auf einem Felde bei Freising im Moos gefunden und im bayerischen Nationalmuseum aufbewahrt, gehörte wohl einem Fürsten oder Heerführer, was die im Roste noch erkenntliche seltene Ausschmückung in Gold und Silber beurkundet. Da unsere Darstellung nicht die vollständige Klinge zeigt, so ist das Ganze im Umriss unter B verkleinert beigefügt. Den Durchschnitt der Klinge zeigt C, D den Knopf von oben gesehen. Derselbe ist durch gezackte Silberstreifen, welche eingeschlagen sind...

Europäische Waffenkunde · 18. Juni 2026
Soldaten aus dem 10. Jahrhundert nach Darstellungen in einem Psalterium, welches sich in der königlichen Bibliothek zu Stuttgart befindet. Die obere Abbildung stellt den Absalon dar, wie er seinen Vater David verfolgt, sie wurde an dem dritten Psalm angebracht. Dass die Einzelheiten jener alten, gleichwohl rohen Darstellungen ihre Begründung naben, ersehen wir bei Vergleichung der Lanzenform dieses Reiters mit jener auf Tafel 2. Bei den Helmen nach Römerart ist zu bemerken, dafs zwei davon...

Flügellanzenspitze und Ritterschwert.
Europäische Waffenkunde · 05. Juni 2026
Schwert und Lanze aus dem 8. bis 9. Jahrhundert. A ein Schwert, welches bei Speyer gefunden und von dem Fürsten Metternich dem römisch-germanischen Museum zu Mainz geschenkt wurde. Wir geben hier den oberen Teil und von der Klinge, des Raumes wegen, nur die Spitze. Die beträchtliche Gröfse zeigt der beigefügte Mafsstab; die Klinge beträgt in ihrer Länge 83 cm. In diesem Exemplare sehen wir den seltenen Überrest des Schwertes eines Vornehmen, über deren häufiges Vorkommen im frühen...

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