Geschichte leicht erklärt
Wer heute an die Arktis denkt, hat meist Bilder von Eisbergen, Polarlichtern und endlosen Schneelandschaften vor Augen. Für die Menschen des 17. Jahrhunderts war der hohe Norden jedoch weit mehr als eine ferne Wildnis. Er war ein Ort des Reichtums. Zwischen Spitzbergen, Grönland, Island, Nordnorwegen und den Küsten Nordrusslands lagen gewaltige Ressourcen verborgen. Neben Walen lockten vor allem Robben und Eisbären die Jäger in jene eisigen Regionen. Ihre Felle, ihr Fett und ihre Häute...
Zu sehen ist das aus dem Meer zu ziehenden toten Wal durch Ruderboote und durch Seilziehen einer mehrköpfigen Mannschaft. Der zweite Schritt ist die Zerlegung des Kadavers in handliche Einzelteile und das auskochen in riesigen Kesseln. Dazu wurden große Holzbestände benötigt, die im besten Fall vor Ort gewonnen wurden. Teile des Fleisch von Rentieren und Eisbären wurden per Schlitten in die nächste Ortschaft transportiert. Die Figuren rechts oben sind Götzenbilder der eingeborenen, die...
Da, wo die letzten Höhenzüge des Thüringer Waldes auf der fränkischen Seite zum Main hinabfallen, lag über dem Tal der Itz die Schauenburg auf einem Hügel, der weiten Ausblick in die Landschaft gewährte. Das feste Haus, schon um das Jahr 1000 erwähnt, stand seit dem 13. Jahrhundert im Besitz eines weitverzweigten Geschlechts. Die Schauenburger waren Ministerialen des Reiches und stolze Lehnsleute des Bistums Bamberg; es erging ihnen, wie vielen aufstrebenden Familien: Sie waren nahe...
Spitzhacken und Hämmer aus Knochen und Geweih, wie das auf Seite 252 abgebildete Exemplar, wurden in Skandinavien gefunden. Eines der ursprünglichsten Werkzeuge dieser Art, das bislang in Irland entdeckt wurde, besteht jedoch aus einem Geweihstück eines mächtigen Rothirsches. Es handelt sich nicht um ein natürlich abgeworfenes Geweih, sondern offenbar um eines, das künstlich unterhalb des Geweihansatzes abgetrennt wurde (siehe Abb. 169 auf der folgenden Seite). Das schmale Ende wurde mit...
Auszug aus dem Continuatio Americae von 1637: "Allhier kan ich mit stillschweigen nciht vbergehen die wunderliche Creatur / welche ich Anno 1610 selber hab gesehen. Dann als ich einmal deß Morgens sehr frühe an dem Ufer nahe bey dem Meerhafen Sanct Johannis stunde / kam ein Meerwunder mit grosser Geschwindigkeit dahero geschwummen : Es war aber sehr schön / sahe gleich einer Jungfrawen an Angesicht / Augen / Nase / Ohren / Kien / Mundt / Hals und Stirn / hatte auch Haar / welche blawlecht...
Verfall der höfischen Zucht. Allmähliche Erhebung des niedern Adels. Die Ritterwürde. Ritterschlag am Heiligen Grabe. – Erziehung des adligen Knaben am Fürstenhofe. Reise in die Fremde. Frauendienst. Die Burgfrauen als Gleichberechtigte. Turnierkränzchen und Gesellschaften. – Die Schauenburge im Itztal. Bericht des Wilibald von Schauenburg über seine ritterlichen Fahrten.
Alle Völker, die sich überwiegend von Fleisch ernährten, verfügten selbst in den frühesten Entwicklungsstufen ihrer Gesellschaften – lange bevor sie Kenntnisse über die Metallverarbeitung erlangten – über reichlich Material zur Herstellung von Waffen für Krieg und Jagd: die langen Knochen von Tieren. Diese konnten durch schräges Abbrechen, durch Bearbeitung mit scharfem Feuerstein oder durch Abschleifen an rauen Steinen leicht zu Dolchen oder ähnlichen Waffen geformt werden....
Im Spätmittelalter bildeten sich zahlreiche Rittergesellschaften, oft mit eigenen Zeichen und Regeln, um sich gegenseitig in Fehden zu unterstützen. Viele gerieten außer Kontrolle, bedrohten Städte und wurden von Fürsten zerschlagen. Die Fehdepraxis war brutal: Raub, Geiselnahmen, Folter und Mord waren üblich. Trotz formaler Unterschiede zwischen Adligen und Bürgern herrschte ein grausames, aber rechtlich gestütztes Gewaltregime.
Das 14. Jahrhundert war eine Zeit des Übergangs und der Entwicklung in Waffen, Rüstungen, Turnieren und allem, was mit der Kriegsführung zu tun hatte. Im Laufe dieses Jahrhunderts wurde das Kettenhemd nach und nach durch Eisenplatten ersetzt; ein Prozess, der am Ende kaum abgeschlossen war. Es war ein Jahrhundert nahezu unaufhörlicher Kämpfe zwischen den Nationen, im Osten wie im Westen; und die ritterliche Rüstung dieser Zeit in ihrer Entwicklung liegt wie ein offenes Buch vor uns, in...
In den vorangegangenen Abschnitten haben wir die Beschaffenheit und die Fundorte der verschiedenen Gesteinsarten beschrieben, aus denen der Mensch seine frühesten Werkzeuge und Waffen herstellte. Ebenso wurden die tonhaltigen Materialien behandelt, die er zur Anfertigung von Schmuck, Haushaltsgeräten sowie zur Aufbewahrung der Überreste Verstorbener verwendete. Auch die verschiedenen Baum- und Pflanzenarten, aus denen unsere frühen Bewohner Boote, Paddel, Mühlen, Teigmulden, Trinkgefäße...