Das Schwert A befindet sich in der Sammlung des Grafen von Erbach zu Erbach im Odenwald. Es ist aus Eisen gefertigt und verrostet; die Umkleidung des Griffes fehlt, sodass dort nur noch das Heft der Klinge sichtbar ist. Unsere Abbildung beträgt ein Viertel der Originallänge. Sie zeigt nach dem Original die wesentliche Form der christlichen Schwerter dieser Periode. Das Charakteristische dieses Schwertes ist ein starker Knauf, sowohl in der hier dargestellten sechseckigen Form als auch in...
Jenes A auf einem Felde bei Freising im Moos gefunden und im bayerischen Nationalmuseum aufbewahrt, gehörte wohl einem Fürsten oder Heerführer, was die im Roste noch erkenntliche seltene Ausschmückung in Gold und Silber beurkundet. Da unsere Darstellung nicht die vollständige Klinge zeigt, so ist das Ganze im Umriss unter B verkleinert beigefügt. Den Durchschnitt der Klinge zeigt C, D den Knopf von oben gesehen. Derselbe ist durch gezackte Silberstreifen, welche eingeschlagen sind...
Seit den Tagen des avignonesischen Exils fand alljährlich in der Christnacht bei der päpstlichen Weihnachtsfeier eine eigentümliche Zeremonie statt: die Weihe eines großen, in reicher Silberscheide steckenden Schwertes und eines samtenen, mit aufgeschlagener Hermelinkrämpe versehenen und mit der Heiliggeisttaube in Gold- und Perlstickerei geschmückten Herzoghutes. Diese Dinge waren zum Geschenke an einen Fürsten oder berühmten Feldherrn bestimmt, der sich um die Kirche Verdienste...
Von Jugend auf waren alle Germanen im Gebrauch der Waffen geübt. Dazu dienten Schwerttänze, Waffenspiele, kriegerische Übungen, die Jagd und vor allem der Krieg selbst. Waffen waren die Weihgeschenke der Verlobten, bewaffnet hielten die Germanen ihre Versammlungen, auf die Waffen wurden die Eide abgelegt, sie nahmen sie mit ins Grab. Nicht minder waren die Germanen im Ertragen der Strapazen von Jugend auf abgehärtet, besonders gegen hunger und Kälte, weniger gegen Durst und Hitze. Alle...