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Das k.k. Schloss Ambras in Tirol - Teil 1

Vorbemerkung

 

Die über Allerhöchsten Befehl Seiner kaiserlichen und königlichen Apostolischen Majestät ins Werk gesetzte Wiederherstellung des altberühmten Schlosses Ambras und dessen Einrichtung als Museum, welche von Seiner Durchlaucht dem Ersten Obersthofmeister Seiner Majestät, Prinzen zu Hohenlohe, demgemäß durchgeführt wurde, hat es als notwendig erscheinen lassen, die zahlreichen und bedeutenden Merkwürdigkeiten des Gebäudes dem kunstsinnigen Besucher durch Veranstaltung eines ausführlich beschreibenden Wegweisers verständlicher zu machen.

 

Seine Durchlaucht beauftragten im Einvernehmen mit dem Oberstkämmerer Seiner Majestät, Seiner Exzellenz Feldzeugmeister Grafen Franz Folliot de Crenneville, oberstem Chef der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses zu Wien, die Gefertigten mit der Abfassung dieses Führers, nachdem dieselben, und zwar Kustos Dr. Albert Ilg die Gemäldegalerie und die kunstgewerblichen Objekte des Hochschlosses, Kustos Wendelin Boeheim aber die Waffensammlung im Unterschlosse während der Sommer 1880 und 1881 bereits aufgestellt hatten.

 

Das vorliegende Werkchen umfasst nicht nur diese Kollektionen, sondern bespricht sämtliche Teile des hochinteressanten Schlosses in historischer, kunstgeschichtlicher und topographischer Hinsicht, soweit es Raum und Gelegenheit gestatten, dem Besucher ein vollständiges Bild der ganzen Anlage zu bieten. Wenn der Natur der Sache gemäß dabei das Bedürfnis des Reisenden zunächst berücksichtigt werden musste, so wurde nebstdem doch das Schwergewicht darauf gelegt, dem Büchlein durch besondere Betonung des kunstwissenschaftlichen Gesichtspunktes bleibenden Wert zu verleihen. In diesem Sinne wurde auch dem alphabetischen Register der Künstlernamen besondere Sorgfalt gewidmet.

 

Unseren Standpunkt, von dem aus die Anordnung der Sammlungen eingeleitet wurde, können wir kurz mit dem Worte bezeichnen, dass er derjenige der modernen Museumswissenschaft ist. Es dürfte dies aus nachstehender Erörterung deutlich genug erhellen. Wir beginnen im Hinblick auf die Waffensammlung, welche unter den Sehenswürdigkeiten des Schlosses von dem Besucher zunächst in Augenschein genommen wird.

 

Die verhältnismäßig große Zahl und Mannigfaltigkeit der vorhandenen älteren Waffen begünstigte wesentlich die Durchführung eines auf wissenschaftlicher Grundlage beruhenden Systems in ihrer Aufstellung; die zur Verfügung stehenden ausgedehnten und schönen Räume im Unterschloss gestatteten überdies auch eine möglichst übersichtliche Anordnung, eine wichtige Bedingung für eine Waffensammlung, die in ihrem sonst so abgeschlossenen Gebiete doch nach vielen Richtungen hin den wissenschaftlichen Anforderungen zu entsprechen hat. Um diesen Zweck möglichst umfassend zu erfüllen, musste das Hauptaugenmerk in der Anordnung, Reihung und Gruppierung sich darauf konzentrieren, dass die Entwicklung des Kriegs- und speziell des Waffenwesens ohne weitläufige Kommentare aus sich selbst erläutert wird. Hierzu mussten mit ernster Vermeidung aller romantischen Anwandlungen die Objekte, ohne strenge Scheidung des Gleichartigen, derart gereiht werden, dass die Schutz- und Angriffswaffen, von der ältesten bis in die neueste Zeit chronologisch gereiht, uns vor Augen treten.

 

Die Objekte der Waffensammlung umspannen ihrem Alter nach einen Zeitraum vom Ende des 15. Jahrhunderts bis zur jüngsten Vergangenheit. Es ist dies eine Periode der Weltgeschichte, in welcher das Kriegswesen die größten Umänderungen erfahren hat, und schon darum muss die Bedeutung dieser Kollektion gewürdigt werden. Sehr reich ist dieselbe an Kriegs- und Turnierwaffen aus der letzten Regierungszeit Kaiser Maximilians I. Weniger, aber kostbare Stücke zählt sie aus der Zeit Kaiser Ferdinands I. Überreich an Harnischen, Hieb- und Stichwaffen ist die Periode Kaiser Rudolfs II. vertreten, wie auch aus der bewegten Epoche des Dreißigjährigen Krieges Waffenstücke vorhanden sind, welche geeignet erscheinen, die Kraftentwicklung der Heere zu beobachten. Von großem Interesse erscheint jener Zeitabschnitt, in welchem das Feuergewehr zur ausschlaggebenden Bedeutung wird, die eine vollständige Umwandlung der taktischen Formen und der Gefechtsweise bedingte. Zur Beurteilung der technischen Entwicklung des Feuergewehrs dient eine spezielle Kollektion mit Objekten vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Beginn der neuesten Epoche des Hinterladegewehrs. In gleicher Linie laufen die Beispiele zur Beobachtung der Wandlungen des Stils in der Kunst, des Kunstbedürfnisses überhaupt und der Höhe des künstlerischen Könnens. Endlich ist darauf hinzuweisen, dass viele Objekte an sich historische Bedeutung haben und mit der Geschichte des Vaterlandes oder mit einzelnen historischen Personen in engeren Beziehungen stehen.

 

Die Anordnung und Aufstellung der im Hochschloss untergebrachten Kunstgegenstände war mit vielen prinzipiellen Schwierigkeiten verbunden. Der gegebene Faktor altertümlicher Lokalitäten, welche, zu anderen Zwecken geschaffen, von verschiedener Größe, Anlage und Gestaltung unveränderlich vorlagen, konnte nicht umgangen werden; andererseits gliederte sich der Gesamtvorrat der Kunstwerke in eine Reihe von Sonderabteilungen, welche mit der Mannigfaltigkeit der Räume nicht leicht in Einklang zu bringen waren. Es hätte allerdings ein sehr bequemes Mittel gegeben, wodurch all diesen Hindernissen auf das Leichteste zu begegnen gewesen wäre. Dieses Mittel ist auch kein neues, sondern in zahlreichen Schlössern und Sammlungen seit Langem in Übung: Es hätten die Gemächer des Schlosses einfach mit dem Vorrat aller Bilder, Möbel, Geräte, Gefäße etc. nach malerischen Gesichtspunkten angefüllt werden können, wodurch eine Reihe von scheinbar altertümlichen, dekorativ ausgestatteten Wohnräumen dargestellt worden wären. So bequem, so malerisch, so beliebt diese Art des Arrangements auch sein mag, ebenso unwissenschaftlich und dilettantisch muss sie verurteilt werden. Sie widerstreitet dem wahren Zweck einer Sammlung von Kunstobjekten der Vergangenheit, indem sie ganz unhistorisch die unzusammengehörigsten Gegenstände dem Effekt zuliebe zusammenzwingt und dadurch dem Beschauer kunstgeschichtlich falsche Vorstellungen und Begriffe einschmuggelt, statt ihn über die Verhältnisse und Unterschiede der mannigfachen Kunstepochen zueinander zu belehren. Eine neue Aufstellung durfte in diesen alten Fehler des musealen Dilettantismus nicht verfallen.

 

Somit musste das Ganze in ein System gebracht werden. Es ergab sich die Möglichkeit einer Sonderung in einige größere Kategorien: Möbel des 16. bis 18. Jahrhunderts, an welche sich die kirchlichen Holzschnitzwerke anschließen; Gemälde; Objekte der verschiedenen Kleinkünste. In allen Gruppen wurde der chronologische Gesichtspunkt als leitende Maxime zugrunde gelegt; bei den kunstgewerblichen ferner der materiell-technologische in chronologischer Anordnung.

 

Der Gang durch das Hochschloss beginnt am Aufgang zur Vordertreppe, deren Wände und Podeste sowie alle Stiegen und Korridorräume mit solchen Gemälden behangen sind, welche ihres geringeren Wertes wegen zur bloß dekorativen Verwendung genügten, oder mit Porträts unbekannter Persönlichkeiten, Wappen etc. Im ersten Stockwerk beginnt die Sammlung an der Nordseite mit der Möbelsammlung in fünf Sälen, welche mit möglichst weitgehender Vermeidung jedes theatralischen Apparates, soweit es die verfügbaren Stücke gestatteten, synchronistisch zusammengestellt ist. Von hier geht der Weg ins zweite Stockwerk auf der Hintertreppe, wo die historische Porträtgalerie, nach Nationen und Geschlechtern arrangiert, in der umgekehrten Richtung die Nordseite entlangläuft und auf der südlichen dann an die Historienbilder angrenzt. Diese füllen die übrigen Gemächer aus. Hierauf erfolgt der Abstieg ins erste Stockwerk auf der rückwärtigen Treppe, wo die kunstgewerbliche Kollektion die Süd- und Westseite in acht Sälen einnimmt. Sie beginnt mit Gegenständen, welche auf Stein- und Holzarchitektur Bezug haben, geht dann über auf die unedlen Metalle, Textilkunst, asiatische Produkte, Skulptur in Stein, in Holz, Elfenbein, Horn etc., Intarsia, Malerei auf Stein, Korallen, Edelmetall, Keramik, Glas und Kristall. So dürfte von jedem Fach ein anschauliches Bild der kunstgeschichtlichen Entwicklung und der technologischen Umstände gegeben und damit die Möglichkeit zu vergleichender Betrachtung geboten sein.

 

Wien, im November 1881.

 

Dr. Albert Ilg,
Kustos und provisorischer Direktor der II. Gruppe der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses.

 

Wendelin Boeheim,
Kustos der Waffensammlung in der II. Gruppe der kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses.


Geschichtliches

 

Die Entstehung des Schlosses Ambras bei Innsbruck datiert aus den Tagen der mächtig ausgebreiteten Herrschaft der Römer im Gebiet der rätischen Alpen. Hier führte aus dem Süden, vom Wipptal zum Inntal, nicht aber in der Sohle derselben, sondern über dem Rücken des südlichen Mittelgebirges, eine Heerstraße von Matreium (Matrei) nach Ambras, dessen alte Namensbezeichnungen in Urkunden der mittleren Zeit: Omeras, Homeras, Umeras, schon den römischen Ursprung des Ortes andeuten. Heute erinnern hier nur mehr die im großen Hofe aufgestellten acht Meilensteine aus der Zeit des Kaisers Septimius Severus an die römische Epoche dieser Gegenden.

 

Als fester Punkt, welcher wahrscheinlich den Übergang über den damals beinahe am südlichen Rande des Tales strömenden Inn zu schirmen die Bestimmung hatte (Innsbruck fand viel später erst seine Entstehung), behielt das Kastell auch in den folgenden Zeiten ansehnliche Bedeutung. Im 10. Jahrhundert besaßen es die im Inntal herrschenden mächtigen Andechser, vielleicht aber war es von diesem Grafengeschlecht an Vasallen überlassen, indem im Jahre 1130 ein Ulrich de Homeras urkundlich genannt wird. Von den Andechsern gelangte das Schloss an die bayerischen Grafen von Wolfertshausen, wurde aber in deren Fehde mit Herzog Heinrich dem Stolzen in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts zerstört.

 

In den nächstfolgenden Zeiten scheint Ambras die Besitzer öfter gewechselt zu haben; im 14. Jahrhundert gehört es jedoch bereits dem Landesfürsten an und wurde als ein Lehen an ergebene Edle verliehen. So unter Markgraf Ludwig von Brandenburg, welcher 1355 Schloss und Territorium dem Burggrafen von Tirol, Petermann von Schenna, anheimgab. Friedrich mit der leeren Tasche überließ es 1418 dem Herzog Albrecht von Österreich als Pfand, Erzherzog Sigismund aber bestimmte die Herrschaft für seine Gemahlinnen: Eleonora, dann Katharina.

 

Unter Kaiser Maximilian I. gelangte Ambras 1510 an das Geschlecht der Schurff. Diese, ursprünglich aus Bayern stammend, damals noch rittermäßig, wurden erst 1574 unter Erzherzog Ferdinand II. in den Freiherrenstand erhoben. Paul Schurff, geheimer Rat des Erzherzogs Sigismund, verwaltete in den neunziger Jahren des 15. Jahrhunderts das Amt des Landeshauptmannes. In diesem Besitze blieb das Schloss bis in die sechziger Jahre des 16. Jahrhunderts, zu welcher Zeit es 1563 an Kaiser Ferdinand I. gelangte und seinem Sohne Erzherzog Ferdinand, dem damals neu bestellten Statthalter Tirols, zum Geschenk gemacht wurde. Das Inventar des Schlossgebäudes, welches gelegentlich dieser Übergabe verfasst wurde, ist in der Bibliothek der kunsthistorischen Sammlungen zu Wien erhalten.

 

Es liefert den Beweis dafür, dass die Einrichtung des Gebäudes damals eine höchst einfache, kunstlose und nur den nötigsten Bedürfnissen entsprechende war, dass alle Zier der Künste, welche in kurzer Folge darauf den Ort zu einem weltberühmten machen sollten, lediglich der Kunstliebe des Erzherzogs Ferdinand ihren Ursprung verdankte.

 

Das Gebäude war auch noch nicht dasjenige, welches heute vor unseren Blicken steht. Nicht nur die weitläufigen Zubauten des Unterschlosses, des Spanischen Saales etc. entstanden erst unter den neuen Besitzern, sondern auch der älteste Teil, das Hochschloss, erfuhr durch sie erst bedeutende Umgestaltungen. Letzteres hatte von Anfang die Bestimmung, als Wohngebäude zu dienen; als die Sammlungen des Erzherzogs dann immer mehr gediehen und wuchsen, zeigte sich die Notwendigkeit, für sie eigene Räume zu schaffen, und wurden darum die großen Bauten des Unterschlosses errichtet, welche die Kunstschätze bis zu ihrer Überführung nach Wien beherbergten.

 

Die Räume des Hochschlosses mögen sich zunächst als zu eng erwiesen haben, als der Erzherzog schon im Jahre nach der Übernahme 1564 Ambras seiner ersten Gemahlin, Philippine Welser, überließ.*) Das Schloss hatte damals nur zwei Stockwerke (und das Erdgeschoss), für den Hofstaat offenbar nicht ausreichende Räumlichkeiten. Es wurde infolgedessen in den folgenden Jahren mancherlei erweitert und ein drittes Stockwerk im ganzen Umfang des Gebäudes aufgesetzt. Dies beweisen die Jahreszahlen 1566 und 1567, welche in Stuck über den Stürzen mehrerer Türen in jenem neu aufgesetzten Geschoss sich erhalten haben. Das Badezimmer im Parterre wurde gleichzeitig mit seiner schönen Täfelung neu eingerichtet, denn auch hier ist das Datum 1567 über dem Eingang angebracht.

 

In genanntem Jahre hielt der Erzherzog seinen offiziellen Einzug in der Landeshauptstadt. Hier begann wohl zunächst auch sein kunsteifriges Sammeln, seine Tätigkeit im Aufhäufen jener Schätze, welche allmählich zu dem großen Ganzen seiner Waffen- und Kunstkammern heranwuchsen. Die Schilderung eines Zeitgenossen, des Gelehrten Stephanus Venandus Pighius, Reisebegleiters des Schwestersohnes Ferdinands, des Herzogs Carl Friedrich von Jülich-Cleve, beweist, dass Ambras noch in der Mitte der siebziger Jahre den Charakter eines Lustschlosses hatte, während die Kostbarkeiten an Gemälden und sonstigen Kunstobjekten größtenteils noch in der Residenz zu Innsbruck, welche des Erzherzogs Vater, Kaiser Ferdinand I., neu geschmückt hatte, zu sehen waren.

 

Es scheint, dass erst nach dem Tode seiner ersten Gemahlin, der sich am 13. April 1580 ereignete, der Erzherzog seine Kunstkammern in dem Schlosse vereinigte, nachdem die Söhne Philippinens, Kardinal Andreas und Markgraf Karl von Burgau, die an ihre Mutter verliehene Schenkung von Ambras gegen eine andere Herrschaft wieder zurückgaben.

 

Pighius erwähnt bei seinem Besuche 1574 die Rüstungen und Waffen in einem besonderen Räume der Innsbrucker Burg, aber auch schon eine Rüstkammer zu Ambras. Am ersteren Orte war damals indes gewiss noch die größere Menge; auch schildert der Verfasser den in Ambras befindlichen Teil im Sinne eines Waffenvorrates für die Ausrüstung zum Kampfe, zu praktischen Zwecken, nicht im Sinne einer Sammlung, einer historischen Ehrenhalle, welche die berühmte Kollektion nach der Absicht ihres Gründers zum ruhmreichen Gedenken der Helden, die diese Waffen getragen, werden sollte. Um 1580 erscheint Ferdinand aber schon in voller Tätigkeit im Interesse der Waffensammlung.

 

Das berühmte Werk seines Geheimschreibers Jacob Schrenckh von Notzing, in welchem auf Befehl des Erzherzogs Abbildungen der Rüstungen und Biographien ihrer Eigner geliefert wurden, obwohl erst sechs Jahre nach Ferdinands Tode erschienen, wurde zu Anfang der achtziger Jahre begonnen; ja das Titelkupfer von Dominik Custos trägt das Datum 1582. Elf Jahre später erschien der erste gedruckte Katalog der Waffensammlung bei Johann Paur in Innsbruck, welcher das „Schloss Ambras“ als Aufbewahrungsort der Rüstungen bezeichnet.

 

Die Errichtung der langgestreckten Saalbauten im Unterschloss fällt demnach ebenfalls in das achte Dezennium, vielleicht wurde damit auch schon etwas früher begonnen; der zur Linken des Eingangstores vorspringende Trakt, der späteste Anbau, zeigt im Sgraffitoverputz der Südseite das Datum 1589.

 

Noch früher aber erfolgten einige andere Neubauten. Der große oder, wie er später genannt wurde, der Spanische Saal erhob sich 1571; ein Seitengebäude an der Stelle der jetzigen Aussichtsterrasse, dessen Souterrains noch auf dem Stich bei Merian als „Küchen“ vermerkt sind, dessen Obergeschoss aber einen Speisesaal enthielt, wurde 1583 mit dem gemalten Plafond des Fontana versehen, dessen wir unten bei den Waffensälen noch zu gedenken haben werden.

 

Sämtliche auf diese Weise veranlassten Bauten weisen indes nirgends einen bedeutenden künstlerischen Charakter in architektonischer Hinsicht auf. In dieser Beziehung blieb, bei allem Kunsteifer, Ambras das Wesen eines Landschlosses gewahrt, mochte es in seinem Innern auch die herrlichsten Kunstschätze bergen. Der Typus, den das Ganze erhielt, ist ein fast bürgerlich schlichter, das Gepräge der deutschen Renaissance in einfachster Entfaltung des künstlerischen Momentes. Die Baumeister sind nicht bekannt, doch erwähnt das Inventar von 1564 einen Paul Uschall unter dem Titel: „Pawmaister“. Uschall, auch Urschal, war Ratssekretär und als Baumeister bei der Vollendung der Franziskanerkirche in Innsbruck 1563 dem italienischen Architekten Marco della Bolla beigegeben.

 

Ein anderer Architekt des Erzherzogs ist uns aus der Inschrift seiner Grabplatte beim Portal der Kirche im Dorfe Ambras bekannt, welche, stark beschädigt, noch Folgendes zu lesen erlaubt: „Anno dm 1576 den 2. Tag Octobris starb der ernuest Herr M…n Echtsch von der Site, so in seinem Leben d…t Erzherzog Ferdinand zu Öster—(K)amerdiener und Pawmaister auf Om(bras) etc.“

 

Endlich erscheint noch ein dritter Architekt an diesem Orte, der Italiener Giovanni Lucchesi oder Lucchese. Wir haben seiner noch bei Beschreibung des sogenannten Spanischen Saales zu gedenken, welches Bauwerk in den Jahren 1570 bis 1571 hergestellt wurde. Außerdem ist der Künstler auch noch durch seine auf dem ehemaligen Innsbrucker Friedhofe befindliche Grabstätte bekannt.

 

Die Aufstellung und Einteilung der einstigen Sammlung im Unterschloss war demgemäß so angeordnet, dass die beiden großen Säle ober dem Eingang (jetzt die Waffensäle) die Bestimmung hatten, als Aufbewahrungsort der Rüstungen und als „Kunstkammer“ zu dienen; der rechts im Winkel daranstoßende Trakt mit der Holzgalerie beherbergte die Bibliothek, der gegenüberliegende Parterretrakt, an dessen Fassade in Nischen die römischen Meilensteine eingemauert wurden, war das Antiquarium.

 

Schloss Ambras sah in jener Zeit manch festlichen und freudigen Tag. Namentlich fehlte es an dem gastfreundlichen Hofe Erzherzogs Ferdinand niemals an Besuchen fremder Fürsten, Persönlichkeiten, an welche heute noch häufig ein Porträt im Schlosse erinnert. So kamen am 12. September 1569 der Schwager des Erzherzogs, Herzog Albrecht V. von Bayern, mit Anna, seiner Gemahlin, und seinen Söhnen Wilhelm und Ferdinand. Dieselben wiederholten 1574 anlässlich des „großen Schießens“ zu Innsbruck ihren Besuch. Am 5. März 1577 erteilte der Erzherzog auf Schloss Ambras dem Herzog Ludwig von Württemberg (in Vertretung durch Gesandte) die Lehen. Im Juli darauf erscheint die Familie seines Bruders, Erzherzog Karl von Steiermark, zu Gaste.

 

Am 24. April 1580 starb Frau Philippine; zwei Jahre später hielt der Erzherzog abermals Hochzeit mit Herzogin Anna Katharina von Mantua, Tochter Herzogs Wilhelm Gonzaga, bei welchem glanzvoll gefeierten Feste unter anderen seine Verwandten aus Bayern und Steiermark, Eleonore, die Mutter der Braut, Herzog Vincenzo von Mantua etc. zugegen waren. Nach Ferdinands Tode (24. Jänner 1595) kam das Schloss an dessen Sohn, den Markgrafen Karl von Burgau, der es jedoch samt den Kunstsammlungen laut vom Kaiser Rudolf II. zu Prag, 25. August 1606, ratifiziertem Vergleiche dem Letzteren und den übrigen Erzherzogen samt der Kunstkammer und anderen Pertinenzien gegen eine Summe von hunderttausend Gulden überließ.

 

Die Geschichte des Schlosses gipfelt von diesem Zeitpunkte an immer mehr in jener der Sammlung, worüber zu sprechen an diesem Orte nicht Anlass gegeben ist. Es möge daher genügen, zu bemerken, dass die Vermehrungen der Kunstkammer in den nächstfolgenden Zeiten ziemlich spärlich auftreten.

 

Wir besitzen eine sehr dankenswerte Schilderung ihres Zustandes unter der Regierung des Erzherzogs Leopold aus der Feder des bekannten Reisenden, Kunstfreundes und Kunstagenten, des Patriziers Philipp Hainhofer von Augsburg, welcher 1628 Innsbruck und Ambras besuchte. Seine Relation, die sich in der Bibliothek des Ferdinandeums in Innsbruck befindet und in Bälde dem gelehrten Publikum im Abdruck vorgelegt werden dürfte, hat auch der ihm befreundete Reisebeschreiber Martin Zeiller in seinem gedruckten Werk benutzt, welcher ein Jahr später in der Stadt verweilte.

 

Durch die Vermählung des Erzherzogs mit Claudia von Medici gelangten eine Anzahl italienischer Arbeiten, vorzugsweise Gemälde, Bergkristallgefäße, Elfenbeingeräte und Majoliken in die Kollektion, die denn auch ihre Nachfolger und Söhne, Erzherzog Ferdinand Karl und Sigismund Franz, um 1660 durch Überführung von Bildern aus der Innsbrucker Hofburg erweiterten. Unter Kaiser Karl VI. und Maria Theresia wurden, durch die Wiener Gelehrten Lambecius und Heraeus, Handschriften und Münzen, dann unter Kaiser Joseph II. durch den Galeriedirektor von Mecheln auch Werke der Malerei den kaiserlichen Sammlungen in Wien einverleibt.

 

Ambras war durch die kriegerischen Ereignisse, durch die stets unruhige politische Situation des Landes schon seit dem Einfall des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel 1703 ein sehr unsicherer Hort dieser Schätze geworden. Die Sammlung musste damals schon geflüchtet werden; zu Ende des Jahrhunderts aber, während der französischen Invasion, befand sich die Sammlung, wie Primisser richtig sich ausdrückt, „auf einer fast ununterbrochenen Wanderschaft, bald fort, bald zurück, und das Schloss selbst musste in dem Drange der Umstände mehr als einmal aus einem Tempel der Kunst und Wissenschaft zum Spital oder zur Kaserne umgestaltet werden“. Ja, unter den Stürmen der bayerischen Okkupation, im Sommer 1703, befand sich die Kunstkammer bereits auf den feindlichen Schiffen, bereit, nach München abgeführt zu werden.

 

Der Pressburger Friede machte diesen für den kostbaren Kunstschatz im äußersten Grade unheilvollen Zuständen ein Ende.

 

Im Jahre 1806 wurde die Sammlung als ein dem Durchlauchtigsten Erzhaus Österreich gehöriges Eigentum aus dem bayerisch gewordenen Lande nach Wien überbracht, wo der größte Teil der alten Kollektion (Vieles blieb infolge einer hastigen und wenig fachlichen Auswahl zurück und schmückt nun das königliche Nationalmuseum zu München) unter dem Titel: „K. k. Ambraser-Sammlung“ im unteren Belvedere aufgestellt wurde.

 

Das Schloss erfuhr in den letzten Jahrhunderten keine wesentlichen Veränderungen. Seine Glanzperiode war mit dem Tode des edlen Erzherzogs Ferdinand zu Ende, ein Umstand, dem man es aber auch zu danken hat, dass sein einfach charakteristischer Renaissancebau von späteren Umgestaltungen verschont blieb. Auch ist wenig Bemerkenswertes an Zeitereignissen zu verzeichnen, welche mit dem alten Gebäude im Zusammenhange stehen.

 

Im Jahre 1618 umschlossen seine Mauern den Minister und Kardinal Melchior Khlesl als Gefangenen; seine aus Ambras stammende Bronzebüste ist in den kaiserlichen Sammlungen noch erhalten. Die Soldateneinquartierungen, die Errichtung eines Spitals im Schlosse während des Franzosenkrieges, schädigten dasselbe schwer. Besonders litten unter diesen Verhältnissen, welche bis in die dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts andauerten, der sogenannte Spanische Saal und die einstigen Wohngemächer des Hochschlosses, deren prachtvolle Täfelungen und Decken von Intarsiaarbeit bis auf wenige Überbleibsel vernichtet wurden.

 

Erst in den fünfziger Jahren trat für Ambras eine neue Epoche, eine Zeit des abermaligen Aufschwunges ein. Seine kaiserliche und königliche Hoheit, der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Ludwig, damals Statthalter von Tirol, erwählte das Schloss zum Sommeraufenthalte. Zum Zwecke der Wiedereinrichtung der kahlen Räume wurden umfassende Vorkehrungen getroffen, die Kapelle im gotischen Stile modernisiert, Täfelungen, alte kunstreiche Mobilien und besonders herrliche Öfen, eine Zier des Schlosses, wurden herbeigeschafft, der Park wegsam gemacht und geschmackvoll geregelt etc.

 

Doch erst in neuester Zeit sollte das seitdem wieder verlassene Schloss eine seiner ursprünglichen Bestimmung entsprechende Einrichtung erhalten; nachdem die architektonischen Restaurationsarbeiten schon einige Jahre vorher in Angriff genommen waren, wurden auf Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Kaisers die am Orte verbliebenen Kunstgegenstände im Jahre 1880 aus den kaiserlichen Sammlungen zu Wien und Laxenburg beträchtlich vermehrt und die wissenschaftliche Anordnung dieser reichen, circa 3700 Objekte umfassenden Kollektion im folgenden Jahre beendet.


Das Unterschloss

 

Wir betreten den großen Hof, dessen gegenwärtige Erscheinung im Wesentlichen noch der alten Anlage entspricht, wie sie G. Bodenehrs Blatt in dem Merianschen Theatrum Germaniae Topographicum oder Beschreibung und Kontrafakturen der Städte etc. darstellt. Eine Reproduktion desselben ist unserem Führer zur Erklärung beigegeben. Demzufolge enthielten die langen Trakte 8 und 9 ehemals die „Rüstkammer“ und die „Kunstkammer“, an der Außenseite des niedrigen Gebäudes bei 10 standen die römischen Meilensteine in Wandnischen; der stattliche Bau im Vordergrunde des Bildes diente in seinem Parterre lokal als „Klepperstall“, im oberen Geschoss aber als „Bibliothek“, während das hohe Dach bestimmt war, als „Kornschütte“ die Fruchtvorräte aufzunehmen.

 

Neben dem Antiquarium (10) erhebt sich die auch nach außen mächtig vorspringende Bastei (ebenfalls unter Erzherzog Ferdinand angelegt), hier unter drei Bogenstellungen die Geschütze bewahrend, über denen oben ein gedeckter Gang hinlief (12). Weiter rückwärts stand auf dieser Bastion an Stelle der jetzigen Beamtenwohnung das nicht mehr vorhandene „Edelknabenlogement“ (11), mit der Rückseite gegen den „Tier- und Lustgarten“ (13) gekehrt, dessen einstiges Renaissanceportal weiter rechts gleichfalls sichtbar wird. Es folgen an diesem Punkte die Baulichkeiten, welche hier den Übergang vom unteren zum Hochschloss bilden, zunächst 14 das schon erwähnte Gebäude des ehemaligen Speisesaales, in welchem sich der gemalte Plafond Fontanas (jetzt im ersten Waffensaal) befand, unter welchem ferner die „Hofküchen“ eingerichtet waren. Daneben führte ein gedeckter, aufsteigender Gang zum Eingangstor des oberen Schlosses empor.

 

Des Weiteren bietet uns an dieser Stelle Merians Blatt übrigens nicht vollends das richtige Bild der ältesten Anlage, indem es den Eingang zum großen oder Spanischen Saal (1) durch eine ausgebauchte Mauer verstellt zeigt und ferner ein kleines, zur erzherzoglichen Münze bestimmtes Gebäude nicht darstellt, welches hier zwischen dem großen Saal und dem gedeckten Gang im Winkel errichtet stand. Deutlicher sind diese Partien noch an dem plastischen Modell des Schlosses in der Sammlung (I. Stockwerk, Saal VII, 4) zu erkennen.

 

Der Spanische Saal im Souterrain, „Bauernrüstkammer“, hatte damals noch eine interessante Konstruktion von sogenannten Walmdächern. Neben seiner Fassade stand das langgestreckte Ball- oder Ballonhaus (2), wie solche Übungs- und Spielplätze damals an allen Höfen vorkamen. Hinter dem Ballhause (jetzt nicht mehr vorhanden) vertieft sich das Terrain und bildet bis zum Abhang der Schlucht einen beiläufig quadratischen Raum unter den Fenstern des großen Saales, wo im 16. Jahrhundert ein Ziergarten angelegt war. Bei Merian sehen wir eine Anlage im Stil der deutschen Renaissancegartenkunst; älteren Relationen zufolge aber mussten dieser und die sonstigen Teile des Gartens bei weitem reicher im Geschmack der Zeit ausgestattet gewesen sein.

 

Pighius weiß diese Herrlichkeiten nicht genug zu preisen. Er sah 1574 in den bestgepflegten Gärten „Paradiese, Labyrinthe, allerlei Grotten, den Wassernymphen geheiligt und mit künstlichen Quellen bewässert“. Die vielen aus den nahen Wildbächen gespeisten Springbrunnen, die im Freien angebrachten, mit allerlei lebendem Grün umkleideten „Speisesälchen“ scheinen ihm bemerkenswert, besonders aber die „Rotonda“, bei Merian unter Nr. 3 „Sommerhaus, darinnen der umlaufende Tisch“ genannt, ein Monopteros-Tempelchen im römischen Stil, dessen Ahorntisch durch die Wasserkraft samt seinen Gästen in beliebigem Tempo um die Achse gedreht werden konnte.

 

In der Nähe befand sich das Bacchusheiligtum mit seinen nach alter Vätersitte ziemlich üppigen Zechgebräuchen; dieses „Heiligtum“ war an der Stelle, welche die Meriansche Ansicht unter 4 als „Kellerei“ bezeichnet. Die in den Schieferfelsen des Mittelgebirges getriebene Höhle, domartig ausgearbeitet, wird in der Mitte durch einen gewaltigen viereckigen Pfeiler von Nagelfluh gestützt. Diagonal von demselben ausgehende Gurten tragen die Decke. In diesem düsteren Räume erlebten Pighius und so mancher Gast des Schlosses seltsame, so recht im derb-lustigen Geist des deutschen Renaissancezeitalters gehaltene Bräuche, denen die „Novizen“ des Bacchusdienstes sich nach vorerst verlesener „Trinkordnung“ zu unterwerfen hatten, um in den Chor der Bacchanten aufgenommen zu werden und ihre Namen in das Trinkbuch eintragen zu dürfen.

 

Noch sind solche Ambraser Trinkbücher in der Wiener Sammlung vorhanden, ein reiches Autographenalbum der vornehmsten Namen jener Tage. Schwächlinge wie der gelehrte Pighius, welche die Nagelprobe schlecht bestanden, hatten freilich ein geringes Vergnügen an der Zeremonie.

 

Der heutige Park umgibt das Schloss auf drei Seiten: im Westen, Norden und Osten; im Süden liegt nur das kleine Stück, welches dem eben beschriebenen alten Renaissancegärtlein entspricht, und weiter auf der Höhe über der Bacchushöhle der sogenannte Hasengarten. Die große westliche Partie des Parkes zieht sich den ziemlich steilen Abhang des Burgberges bis zum Dorfe Ambras hinab. Ganz unten an der Einfassungsmauer zeigt ein modernes Gartenhäuschen die Stelle der ehemaligen St.-Georgs-Kapelle, deren schöner, geschnitzter Altar nun im Vorraume der Schlosskapelle steht. Nach dem Dorfe zu nahm einst der Park größere Dimensionen ein, wie die dortigen Mauerreste noch beweisen.

 

Während die westliche und nördliche Parkpartie über Veranlassung Seiner kaiserlichen und königlichen Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Karl Ludwig im englischen Stile umgestaltet wurde, behielt die Ostseite ihren romantischen Typus des Wildparkes. Das zerklüftete Schluchtenterrain, von zwei Bächen durchbraust, welche Wasserfälle bilden (besonders der beim Egerdacher Tore befindliche zeichnet sich durch Höhe und malerische Lage aus), der Felsenhügel in der Mitte, die reizenden Ausblicke auf das Schloss, die Martinswand, den Patscherkofel, die Salzberge etc., verleihen diesem Parke besonderes landschaftliches Interesse. Am Bachufer erhebt sich noch ein zerfallener gewaltiger Brückenpfeiler aus der Zeit der alten Anlage.

 


Die römischen Meilensteine

 

Acht an der Zahl, von welchen jedoch nur einige Inschriften tragen, stammen aus dem nördlichen Tirol, von der alten Römerstraße, welche über den Brenner an Matreium (Matrei) vorüber, dann über die sogenannten Eilbögen, das Mittelgebirge ober Wilten und Ambras in das Inntal führte. Seit dem 16. und 17. Jahrhundert Gegenstand der gelehrten Literatur des Landes, schwanken dennoch die Meinungen über ihre Fundorte sowie über die Zeit ihrer Aufstellung in Ambras nicht unbeträchtlich.

 

Die Angabe, dass sie erst im 17. Jahrhundert von Wilten dahin gebracht wurden, widerlegt schon der Umstand, dass sie in den Nischen des Antiquariums angebracht worden sind, dessen Wand in dieser Weise und zu diesem Zwecke, wie schon die künstlerische Ausstattung beweist, unter Erzherzog Ferdinand adaptiert wurde. Einige mögen allerdings erst durch Burglehner um 1620 aufgestellt worden sein; von den übrigen jedoch ist bekannt, dass sie der Erzherzog schon 1587 in sein Schloss versetzen ließ.

 

Sie gehören der Zeit des Kaisers Lucius Septimius Severus (193 bis 211 n. Chr.) an, unter welchem die große Regulierung der Meilensteine in diesen Gegenden stattfand. Im Folgenden werden die Inschriften nach Th. Mommsens Corpus Inscriptionum Latinarum (Vol. III, 2) gegeben:

Die römischen Meilensteine

Diese Säule war ursprünglich vor der Wiltner Kirche, neben dem (damaligen) neuen Wegkreuze aufgestellt.
Diese Säule war ursprünglich vor der Wiltner Kirche, neben dem (damaligen) neuen Wegkreuze aufgestellt.
Angeblich bei Unterschönberg im Wippthale aufgefunden.
Angeblich bei Unterschönberg im Wippthale aufgefunden.

Fundstätte bei Sonnenberg, wahrscheinlich schon 1587 durch Erzherzog Ferdinand nach Ambras gebracht.
Fundstätte bei Sonnenberg, wahrscheinlich schon 1587 durch Erzherzog Ferdinand nach Ambras gebracht.
Fundort beim alten Brenner Zollhause bei Lueg.
Fundort beim alten Brenner Zollhause bei Lueg.


Quelle: Albert Ilg und Wendelin Boeheim: Das k.k. Schloss Ambras in Tirol. Wien, 1882.

© Carsten Rau