Fensterwand
1625. Geschwärzte Reiterrüstung, offene Sturmhaube, Bruststück in der Mitte zum Öffnen eingerichtet.
1626. Koller und Panzerhemd, dazu Spieß und Säbel des Bauernführers Stefan Fadinger (gestorben in Ebelsberg am 5. Juli 1626). Koller aus
Elenhaut, Spieß mit durchbrochenem Spießblatt, abstehenden Ohren und Widerhaken. Auf der Dille eingraviert: „Stefan Fädinger.“ Panzerhemd aus geschweißten Ringen. Säbel einfache, rohe Arbeit.
Diese Gegenstände befanden sich ehemals im Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich, gelangten nach Schloss Laxenburg und dann ins k. k. Hof-Waffenmuseum, von wo sie nach Ambras überführt
wurden.
1627. Geschwärzte Reiterrüstung vom Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Offene Sturmhaube mit weit zurückreichendem Genickschirm, breit
gelochtem Visier. Brust vorne zu öffnen. Schöße elfmal geschoben. Unter den Waffen der oberen Gruppe ist ein Halskragen hervorzuheben, traditionell als Ersatz des Prunkharnischs getragen, später
kleiner und als sogenannter Ringkragen von Offizieren verwendet.
1653. Große Trabanten-Helmbarte aus dem Beginn des XVII. Jahrhunderts. Beil und Haken zierlich durchbrochen. Stoßklinge 85 cm lang, vierkantig.
Dillenstück lang und fein geliedert, Federn 92 cm, Schaft neu.
Vor 1654. Orgelgeschütz, sieben Gewehrläufe, die über gemeinsame Pfanne abgefeuert werden, Lafetten neuere Arbeit. Rohe, plumpe Form.
Orgelgeschütze wurden in Heeren der Zeit nicht verwendet, wahrscheinlich nur für spezielle Festungen.
Erster Fensterpfeiler
1655. Leichte Helmbarte mit durchbrochenem Beil, spitzer Stoßklinge und doppeltem Parierhaken. Schaft von Uhlanenpike.
1656. Geschwärzte Reiterrüstung, geschlossener Helm, geschobene Brust (sogenannter Krebs).
1657. Geschwärzte Reiterrüstung, geschlossener Helm mit Federhülse am Scheitel, aufschlächtiger Gesichtsschirm am Visierblatt. Plumpe Brust mit
siebenmal geschobenen Schößen.
1677. Große schwere Helmbarte mit doppeltem Parierhaken und geflammter Stoßklinge.
1678. Orgelgeschütz, wie zuvor beschrieben.
Zweiter Fensterpfeiler
1699. Gemeine Pike, Schaft 4 m 25,5 cm lang.
1700. Geschwärzte Reiterrüstung, Sturmhaube mit gekrümmter Spitze am Scheitel, plumpe Brust geschoben, Schöße übermäßig breit und
schwer.
1701. Gemeine geschwärzte Reiterrüstung, ungarische Sturmhaube, kurze Brust, sehr lange Schöße.
1721. Gemeine Pike in der Fensterecke.
1722. Orgelgeschütz, wie zuvor beschrieben.
Dritter Fensterpfeiler
Zwölf Musketiergewehre aus der Zeit Ferdinand II.
1736. Faustrohr mit Radschloss und engem Lauf, Schaft zierlich mit Eisen eingelegt.
1737. Zwei Faustrohre mit stilvoll geschnitzten Schäften und schönen Gravuren.
1738. Artilleriebesteck mit sieben Raumnadeln in hübsch gepresster Lederscheide.
1739. Ein Paar Reiterpistolen mit teilweise geschuppten Schäften.
Vierter Fensterpfeiler
Am Gewehrgestelle: elf Musketiergewehre aus der Zeit Ferdinand II., drei Musketiergewehre aus der Zeit Leopold I.
1792. Faustrohr mit Radschloss und Züngelsperre, Augsburger Arbeit um 1620. Der Schaft ist spärlich verbeint.
1793. Faustrohr, ähnlich dem vorigen.
1794. Kleines Radschlossgewehr von Michael Gull.
1795. Kleines Radschlossgewehr. Der Lauf mit der Marke Z ist bedeutend älter. Der spanische Schaft besitzt stilvoll gezeichnete Elfenbeineinlagen.
1796. Jagdgewehr mit gezogenem Lauf und roh geschnitztem sowie eingelegtem Schaft.
1797. Kleines Jagdgewehr. Der gezogene Lauf trägt die Marke H G H.
Fünfter Fensterpfeiler
Am Gewehrgestelle: Musketiergewehre aus der Zeit Leopold I.
Am Sockel:
1833. Revolver mit spanischem Schnapphahnschloss, sechsschüssig, mit zierlichen Messingeinlagen im Schaft. Das Schnapphahnschloss ist als Vorläufer des französischen
Batterieschlosses zu betrachten. In J. Schöns „Geschichte der Handfeuerwaffen“ ist ein spanisches Schnapphahnschloss mit der Jahreszahl 1598 abgebildet.
1834. Kleines Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf und graviertem Schloss, bezeichnet: Michael Gull.
1835. Kleines Jagdgewehr mit Radschloss, der schwere gezogene Lauf trägt die Marke G • F (Giovanni Francino).
1836. Kurzes Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf von großem Kaliber. Der Schaft ist roh verziert.
1837. Faustrohr mit Radschloss und sieben Läufen. Der Schaft ist mit Metall und Perlmutter eingelegt. Die sieben Läufe verschiedener Länge besitzen nur eine einzige
Zündung.
In der oberhalb an der Wand befindlichen Gruppe sind Helmbarten und Cousen der Hatschiere und Trabanten Kaiser Leopold I., sowie in der Mitte der Gruppe ungarische Sturmhauben der Pikeniere aus
der Mitte des XVII. Jahrhunderts angeordnet.
1870. Kleines Kammerstück aus Bronze mit 8 cm Kaliber. Am Rohr die Buchstaben: S • F • E • A • W • B, darunter das Wappen der Freiherren Engl von Wagrain und die Jahreszahl 1693.
Sechster Fensterpfeiler
1887. Türkisches Gewehr mit Schnapphahnschloss. Der schwere Lauf mit türkischer Marke ist mit schöner Silbertausia im orientalischen Geschmack geziert. Der Schaft besitzt roh
gezeichnete Elfenbeineinlagen.
1888. Ein Paar Sattelpistolen mit türkischen Schnapphahnschlössern.
1889. Kurzes Radschlossgewehr mit vier Läufen und gemeinsamer Zündung.
1890. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf von Gottfried Flemich in Leipzig.
Unter den an der Wand befindlichen Waffen ist bemerkenswert:
1903. Richtschwert. An einer Seite der Klinge die geätzte Darstellung der Mutter Gottes mit dem Kinde, aus einer Blume hervorwachsend.
Siebenter Fensterpfeiler
1918. Radschlossgewehr zum Vogelschießen, sehr kleiner Lauf.
1919. Trombon (Streubüchse) mit Schnapphahnschloss.
1920. Trombon von ähnlicher Arbeit wie der vorige.
1921. Zwei Pistolenläufe, Arbeit des berühmten Laufschmieds Lazarino Cominazzo in Brescia (gest. 1696 zu Gardone).
1922. Zwei messingene Pistolenläufe von ausgezeichneter Arbeit, mit schönen Gravuren im Renaissance-Stil, im roten Lederetui, italienisch.
1923. Zwei kurze Trombonläufe einer Brescianer Fabrik.
1924. Reiterpistole mit Schnapphahnschloss.
Türwand
Die zwei Waffengruppen links der Verbindungstür sowie jene oberhalb derselben enthalten Helmbarten und Cousen aus der Zeit Kaiser Leopold I. und Josef I. Die geätzten Verzierungen der ersteren enthalten neben dem kaiserlichen Adler und dem Sinnbild Leopolds dessen Monogramm und die wechselnden Jahreszahlen 1661 und 1666. Die Letzteren unter den gleichen heraldischen Emblemen das Monogramm Josefs und die Jahreszahl 1673. Oberhalb an der Fensterwand zwischen den Rundfenstern sind fünfundfünfzig gemeine Pikenierrüstungen aus der Zeit Leopold I. gruppiert.
In der Mitte des Saales – Gewehrgestelle
Fensterseite, gegen das obere Ende des Saales schreitend:
2050. Langes Gewehr mit spanischem Schaft und schneckenförmig eingerolltem Kolben, mit Elfenbein eingelegt und graviert, sehr gewichtig, sig. SS 1571.
2051–2053. Schwere Radschlossgewehre mit spärlich verbeinten spanischen Schäften.
2054. Radschlossgewehr. Lauf trägt die Nürnberger Marke, Laufschmiedmarke N, Schlossplatte mit Monogramm P • R.
2055. Schweres Radschlossgewehr mit geschnitztem spanischem Schaft.
2056. Schweres Radschlossgewehr mit Luntenhahn, Lauf Marke M G, Schaft mit Elfenbein eingelegt, graviert, Schäftermarke AK.
2057. Schweres Radschlossgewehr mit spanischem Schaft.
2058. Ungemein gewichtiges Luntengewehr, Laufschmiedmarke A F.
2059. Schweres Radschlossgewehr mit Gucker.
2060. Schweres Radschlossgewehr, Lauf Marke M B 1606.
2061. Radschlossgewehr mit Luntenhahn und geschnitztem deutschem Schaft.
2062–2063. Zwei Radschlossgewehre, ähnlich dem vorigen, eines mit Schlossmarke B K.
2064. Radschlossgewehr mit Luntenhahn, Laufschmiedmarke W M, Schlossmarke HO.
2065–2066. Radschlossgewehre mit Luntenhahn, letzteres mit eingelegtem Schaft.
2067. Kurzes Gewehr mit doppeltem Radschloss für Doppelschuss, deutscher Schaft mit graviertem Elfenbein.
2068. Jagdgewehr mit Radschloss und zwei Hähnen, Schaft mit Elfenbein eingelegt und graviert, Laufschmiedmarke H, Schäftermarke HS.
2069–2071. Drei leichte Radschlossgewehre mit geschuppten und mit Elfenbein eingelegten Schäften, gravierte Elfenbeinornamente, gezogene Läufe Marke G • G 1610, Schäfte Marken H
• F und F • F.
2072. Radschlossgewehr ähnlich den vorigen, mit geschupptem Schaft.
2073. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf und graviertem Schaft.
2074. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Marke G • Z 1611, Backenstück in Perlmutter graviert, ein Wappen.
2075. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Schaft in Elfenbein eingelegt, auf Schlossplatte gravierter springender Löwe mit Kugel in den Pranken.
2076. Radschlossgewehr.
2077–2085. Neun gemeine Dragonergewehre.
2086. Leichtes Radschlossgewehr, gezogener Lauf Marke G • F (Giovanni Francino) 1630.
2087. Langes Radschlossgewehr mit Luntenhahn, Schaft reich eingelegt und graviert, sehr zierliches Schloss, Kolbenschuh Jahreszahl 1636.
2088. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Kolben mit Elfenbein eingelegt.
2089. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Lauf Marke W • H, Schloss G S, Schaft mit Elfenbein eingelegt, Backenstück Monogramm IF.
2090. Radschlossgewehr von Matthäus Mätl 1642.
2091. Radschlossgewehr mit Bezeichnung Anno 1642.
2092–2100. Radschlossgewehre mit gezogenem Lauf.
2101. Radschlossgewehr, Laufschmiedmarke J W.
2102. Einfaches Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf.
2103. Leichtes Radschlossgewehr, bezeichnet „Sigmund Klett, Infentor 1652, Salzburg.“
2104. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Schaft schön graviert.
2105. Einfaches Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Schlossplatte Marke C S.
2106. Leichtes Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf.
2107. Einfaches Radschlossgewehr von Matthäus Mätl 1655.
In der anderen Hälfte des Gewehrgestells, zurück gegen den Eingang schreitend…
2108. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf. Der teils geschnitzte, teils in Elfenbein eingelegte Schaft trägt ein unbekanntes Wappen mit den Initialen:
2109. Einfaches Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf.
2110. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, von einfacher, aber präziser Arbeit. Am Schaft ist die Jahreszahl 1655 und das Zeichen IIGII
eingeschlagen.
2111. Einfaches Radschlossgewehr, bezeichnet: M H S 1656.
2112. Radschlossgewehr mit eingelegtem Schaft.
2113. Radschlossgewehr. Der zierlich in Elfenbein und Messing eingelegte Schaft ähnelt in der Form den gleichzeitigen Tschinken.
2114. Einfaches Radschlossgewehr. Der gezogene Lauf trägt die Jahreszahl 1657.
2115. Radschlossgewehr von Ulrich Stehle 1659. Am Backenstück zeigt sich Ganymed, an der unteren Schaftseite Fortuna in gravierter
Elfenbeineinlage.
2116. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Laufschmiedmarke J-W.
2117–2118. Zwei Radschlossgewehre mit gezogenen Läufen.
2119. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Laufschmiedmarke M-F.
2120. Radschlossgewehr. Der gezogene Lauf trägt den Namen GRIENWALD eingestempelt.
2121. Radschlossgewehr von Ulrich Stehle 1660.
2122. Einfaches Radschlossgewehr, bezeichnet: G. F. 1660.
2123. Feingeschäftetes Reitergewehr mit Radschloss, mit blankpolierten Eisentheilen und feindurchbrochenem Griffbügel, wie solche sich auch in
den Sammlungen von Ambras (Hochschloss, I. Stock, Saal IX) befinden. Wahrscheinlich Innsbrucker Arbeit um 1660.
2124. Radschlossgewehr von Adam Wilnperger 1661.
2125–2126. Zwei Radschlossgewehre von Matthäus Mätl 1661.
2127–2129. Drei einfache Radschlossgewehre mit gezogenem Lauf. Bei Nr. 2128 zeigt sich auf der durchbrochenen Decke des Rades der
Doppeladler.
2130. Leichtes Reitergewehr mit Radschloss.
2131. Einfaches Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf.
2132. Reich verziertes Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf. Auf Letzterem sind der Doppeladler, der böhmische Löwe, das Bild der Fortuna sowie
der steirische Panther in roher Zeichnung eingraviert. Der Schaft ist mit Schnitzarbeit geziert, die Jagdszenen zeigt. An der Anschlagseite ist in graviertem und eingelegtem Elfenbein ein
Cavalier dargestellt, der Harfe spielt, in der Tracht der zweiten Hälfte des XVII. Jahrhunderts.
2133. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf und geschnitztem Schaft.
2134. Reitergewehr mit Radschloss und zwei Hähnen.
2135. Einfaches Radschlossgewehr. Der gezogene Lauf trägt die Marke P. G. 1667. Der Schaft ist roh verbeint.
2136. Gezogenes Radschlossgewehr mit hübschen Einlagen aus Perlmutter und graviertem Lauf und Schloss, bezeichnet: Mathias Städ, anno 1669. An
der Anschlagseite das Wappen der Herberstein.
2137. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, graviertem Schloss und einfachen Elfenbeineinlagen im Schaft.
2138. Einfaches Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Laufschmiedmarke C W.
2139. Radschlossgewehr von Hans Stifter.
2140–2142. Drei einfache Radschlossgewehre mit gezogenen Läufen.
2143. Einfaches schweres Radschlossgewehr, Laufschmiedmarke H-M.
2144. Gezogenes Radschlossgewehr mit graviertem Schloss und lichtem Fladerschaft, bezeichnet: Tobias Tredz.
2145. Schweres Radschlossgewehr mit Schafteinlagen aus Elfenbein und Gravuren an Schloss und Schaft, bezeichnet: Adam
Hechenberger.
2146–2147. Zwei Radschlossgewehre.
2148–2149. Vier Radschlossgewehre mit gezogenen Läufen von Jean Entzinger (arbeitete um 1670 in Baden bei Wien).
2150. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf und spärlich eingelegtem Schaft.
2151. Radschlossgewehr mit französischem Schaft.
2152–2153. Zwei Radschlossgewehre mit gezogenen Läufen von Georg Mätl 1672.
2154–2155. Radschlossgewehre mit gezogenem Lauf, Nr. 2155 mit graviertem Schloss und in Elfenbein eingelegtem Schaft.
2156. Radschlossgewehr von Jacob Koch, mit graviertem Schloss.
2157. Bolzbüchse. Das gravierte Radschloss dient nur als Zierde.
2158–2159. Zwei Radschlossgewehre mit gezogenen Läufen, bezeichnet: Adam Wilnperger 1688.
2160. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, bezeichnet: Jacob Spies 1689.
2161. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, Backenstück Jahreszahl 1689.
2162. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf, reich graviertes Schloss.
2163. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf und mit Perlmutter eingelegtem Schaft, bezeichnet 1691.
2164. Einfaches Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf.
2165. Langes Radschlossgewehr mit sehr zierlichem, durchbrochenem und graviertem Schloss. Auf der Schlossplatte Darstellung des Orpheus mit
phantastischen Figuren.
ERSTER SAAL – Querwand, rechte Seite
An der hölzernen Wand in der oberen Reihe sind Unteroffiziers-Kurzgewehre aus dem Beginn des XVIII. Jahrhunderts aufgestellt.
In der zweiten Reihe:
2204. Haidukensäbel.
2205. Österreichischer Offiziersdegen aus der Zeit der Kaiserin Maria Theresia, Toledanerklinge.
2206. Offiziersdegen mit französischer Klinge.
2207. Solcher mit deutscher Klinge.
2208. Mit italienischer Klinge.
2209. Mit spanischer Klinge des Pedro del Monte in Toledo.
2210–2211. Zwei preußische Infanteriesäbel mit dem Namenszug Friedrichs II. auf den Klingen.
2212–2213. Zwei österreichische Infanteriesäbel aus der Zeit der Kaiserin Maria Theresia.
Fünfundzwanzig Hirschfänger, viele der Klingen tragen den Spruch: »Ein Jäger hat allzeit Verlangen mit wenig Mühe viel zu fangen.«
Jener Nr. 2220: »Vivat Maria Theresia Regina Hungariae et Bohemiae.«
Jener Nr. 2235 zeigt eine schöne, blau angelaufene Klinge mit geätzter und vergoldeter Abbildung eines Panduren, von primitiver, aber charakteristischer Zeichnung.
2166. Mörsermodell vom Ende des XVIII. Jahrhunderts.
2167–2168. Zwei zehnpfündige Mörser aus Bronze. Auf beiden schön gegossenen Rohren zeigt sich das geteilte Nürnberger Wappen und die Jahreszahl
1721. Unterhalb stehen drei Wappen in Dreieck gestellt:
-
oben: Wappen des Nürnberger Geschlechts Tetzel von Kirchen-Sittenbach, Buchstaben H • G • G • T.
-
unten rechts: Wappen der Paumgärtner, Initialen H • I • P • B.
-
unten links: Wappen der Geuder von Heroldsberg, Buchstaben H • C • B • G, bezieht sich auf Carl Benedict Geuder von Heroldsberg, kais. Rat, vorderster Losungsherr von Nürnberg und Reichsschultheiß, geb. 1670, gest. 1744.
Ein Rohr trägt die Nummer zwei, das andere die Nummer vier – erkennbar, dass sie ursprünglich einer Batterie angehörten. Das Rohr Nr. drei befindet sich im k. k. Artillerie-Arsenal in Wien. Auf
der Zündpfanne eingraviert: »Goss mich Johann Balthasar Heroldt in Nürnberg.« Die Henkel sind schön modellierte Delfine, das Zündpfannenlager geschmackvoll verziert.
2169. Zehnpfündiger Mörser aus derselben Zeit.
Oberhalb der Verbindungstür befindet sich ein geätzter Offiziersponton eines preußischen Pionierregiments um 1740. In den beiden oben an der Wand angeordneten Gruppen befinden sich Offiziersspontons und Unteroffiziers-Kurzgewehre aus der Zeit Karls VI. und Maria Theresias.
In der ersten Gruppe befinden sich unterhalb drei Haidukenbeile der Haidukengarde des spanischen Königs Carl III., nachmaligen Kaisers Carl VI. Auf den geätzten Beilen zeigt sich das Sinnbild des Königs mit der Umschrift: »Patrum virtute« und abwechselnd die Jahreszahlen 1708 und 1710. Die Schäfte sind mit Silber beschlagen. Danach folgen zunächst vier ungarische Säbel mit silberbeschlagenen Griffen und Handschnüren derselben Garde. Die Klingen tragen die Jahreszahl 1703. Zwischen diesen sieht man sechs Bajonette mit hölzernen Dillen, sogenannte Spundbajonette, die beim Angriff in die Läufe der Musketiergewehre gesteckt wurden. Die erste Anwendung dieser ältesten Bajonettform in der österreichischen Armee fällt in das Jahr 1686. Die zweite Gruppe ist analog der ersten geordnet.
Fensterwand
Am Gewehrgestell:
2309. Gemeines Infanteriegewehr mit eckfranzösischem Schaft und türkischem Schnapphahnschloss.
2310–2311. Zwei türkische leichte Infanteriegewehre, das letzte von ungewöhnlicher Länge und mit Elfenbeineinlagen im Schaft. Am Sockel befindet
sich eine interessante Kollektion von Gewehrschlössern, die den Übergang vom Radschloss zum französischen Flintenschloss erklären.
Erster Fensterpfeiler
2349–2350. Zwei leichte türkische Infanteriegewehre aus dem Beginn des XVIII. Jahrhunderts mit Schnapphahnschlössern.
2351–2356. Sechs schwere türkische Gabelgewehre mit Schnapphahnschlössern aus derselben Zeit, mit orientalischen Verzierungen an den Schäften;
die Läufe mit Gold- und Silbertauschierung verziert. Am Sockel: Fortsetzung der Kollektion von Gewehrschlössern.
2366–2367. Zwei kleine Reitertrombons mit reich eingelegten Schäften, Einlagen aus Elfenbein und Perlmutter, bezeichnet: Mastreck (Maestricht),
einer davon besitzt einen Gürtelhaken.
2368. Ein Paar Pistolen mit französischen Schlössern. Die Eisentheile sind mit Messing belegt und graviert.
2369. Ein Paar Pistolen mit französischen Schlössern und Montierung aus geschnittenem Messing von F. Roscher.
Vor dem Fenster sowie vor dem dritten, vierten und fünften Fenster stehen je zwei Modelle von vierundzwanzigpfündigen Batteriekanonen auf niedrigen Lafetten. Das Rohr des letzten Modells trägt
die Inschrift: »1808, J. David a Trieste«.
In der an der Wand befindlichen Gruppe sind in deren unteren Hälfte drei preußische Kürassier- und zwei leichte Kavalleriesäbel aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges angeordnet. Dazwischen
befinden sich preußische Infanteriesäbel. Die sämtlichen preußischen Waffenstücke dieser Zeit wurden nach den Aufzeichnungen in den älteren Inventaren in der Schlacht bei Kolin, 18. Juni 1757,
erobert.
Zweiter Fensterpfeiler
Am Gewehrgestell:
2394. Gezogener Tiroler Kugelstutzen mit Feuerschloss und Messingmontierung. Er wurde vom tapferen Landesverteidiger Johann Panzl (geb. 1786 zu
Mühlbach im Salzburgischen, gest. 1862) in den bayerischen und französischen Kriegen getragen. Am Lauf ist der Name des Büchsenmachers: »Joh. Öfner in Inspruk« eingehauen, ferner die Inschrift:
»Erprobt 1797, 1809 und 1848«, graviert und in Silber ausgelegt. Dieser Stutzen wurde von den Tiroler Landesschützen Seiner k. k. Hoheit Erzherzog Franz Josef verehrt; diese Widmung ist auf einer
an der Anschlagseite angebrachten silbernen Platte durch die eingravierte Inschrift: »Dem tapferen Erzherzog Franz Joseph von den Tiroler Schützen zum Andenken gewidmet« verewigt.
2395. Radschlossgewehr mit gezogenem Lauf von Franz Muck.
2396. Radschlossgewehr von Georg Keiser in Wien.
2397. Jagdflinte. Der geschwärzte Lauf trägt die in Gold tauschierten Buchstaben F. C., das Schloss den Namen A. Miszow.
2398. Teichflinte.
2399. Jagdflinte. Der Lauf stammt aus einer spanischen Fabrik.
2400. Trombon. Der Lauf trägt die in Gold tauschierte Inschrift: »London«, das Schloss das eingravierte Wort »Marseille«.
2401. Reitertrombon französischer Provenienz.
Am Sockel:
2402. Ein Paar Doppelpistolen mit geschnitzten Schäften und französischen Schlössern von Caspar Zelner in Wien.
2403. Ungarischer Säbel samt Scheide. Die Klinge zeigt eine in Gold tauschierte türkische Inschrift.
2404–2405. Zwei Gewehre zum Schießen von Brandzeug (sogenannte Katzenköpfe) mit kurzem messingenen Lauf von 53 cm Kaliber, bezeichnet: Lindner
Daniel Kolosvart.
2406. Ein Paar Pistolen mit geschnitzten Schäften, französischen Schlössern und geschnittenen Messingbeschlägen. Der cannelierte Lauf von Jos.
Francia, montiert von Joh. Fischer in Pressburg.
Dritter Fensterpfeiler
An der hölzernen Wand:
2431. Ein Paar Doppelpistolen von J. Hallet.
2432. Ein Paar Doppelpistolen, sogenannte »Bockläufe«, von vorzüglicher Arbeit.
2433. Ein Paar Pistolen mit geschnittenen Messingbeschlägen.
2434. Ein Paar Reiterpistolen mit schön geschnitzten Schäften, gravierten Silberbeschlägen und gebläuten, goldverzierten Läufen, bezeichnet:
»Georg Keiser in Wien«.
2435. Ein Paar Reiterpistolen mit geschnittenen Läufen, die die (gefälschte) Bezeichnung »Lazzarino« tragen.
2436. Ringkragen, Dienstzeichen eines preußischen Offiziers aus der Zeit Friedrichs II.
2437. Ein Paar Pistolen mit geschnitzten Schäften, französischen Schlössern und geschnittenen Messingbeschlägen, montiert von
Henovl.
2438. Ein Paar Pistolen mit gravierten französischen Schlössern und verzierten Beschlägen. Am Lauf der Name Lazarino. (Unter diesem Namen ist
nicht der berühmte Laufschmied Lazarino Cominazzo zu verstehen, der in Brescia arbeitete, seine ausgezeichneten Artikel an unzählige Büchsenmacher aller Nationen lieferte und schon 1696 in
Gardone starb, sondern der jüngere Brescianer Laufschmied Lazzaro Lazzarino.)
2439–2442. Vier Pistolen mit französischen Schlössern, roh ornamentierten Eisenbeschlägen, bezeichnet: »Lazarino«.
2443. Zwei Doppelpistolen mit Bockläufen und mit Messing montierten Schäften von Josef Fruhwirth in Wien.
Am Sockel:
2444. Ein Paar Pistolen mit in Messing eingelegten und montierten Schäften von Wilson in London.
2445. Ein Paar Pauken, wahrscheinlich von einem preußischen Kürassierregiment.
2446. Ein Paar Bocklaufpistolen mit nur je einem Schloss und gemeinsamer Zündung, mit schönen Gravierungen.
Vierter Fensterpfeiler
Am Gewehrgestell:
2471. Reitertrombon. Das gravierte Schloss mit Hahnsperre trägt die Marke A* H • B.
2472. Gemeines Reitergewehr.
2473. Schwere Standflinte mit geschnitztem Schaft von A. Weis in Wien.
2474. Reitertrombon.
2475. Gezogene Jagdflinte von Stöckl in Wien.
2476. Jagdflinte.
2477. Lange Jagdflinte.
2478. Jagdflinte mit spanischem Lauf.
2479. Jagdflinte.
Am Sockel:
2480. Ein Paar Hinterladepistolen mit Wellenverschluss, bezeichnet: »E. M. Wetschgj Augspurg«.
2481. Trombon. Am gravierten Schloss der Name »Leonhardt Clenter«.
2482. Ein Paar Doppelpistolen mit Bockläufen von Josef Fruhwirth in Wien.
2483. Ein Paar Gürtelpistolen mit französischen Schlössern und Eisenbeschlägen. Läufe von Francino, Montierung von Giov. Batt. Zanetti.
2484. Ein Paar Terzerole mit französischen Schlössern und spanischen Läufen von Jos. Fruhwirth in Wien.
2485. Ein Paar Doppelpistolen mit Bockläufen von Jos. Fruhwirth in Wien.
2486. Kurze Flinte mit in Eisen geschnittener Darstellung einer Belagerung am Lauf.
Fünfter Fensterpfeiler
Am Gewehrgestell:
2509. Lange Teichflinte mit dünnem, 174 cm langem Lauf und geschnitztem Schaft, bezeichnet: Jos. Reisinger in Wels.
2510. Reitertrombon mit Gürtelhaken. Der Kolben ist in Charniere umzulegen. Der Schaft ist zierlich geschnitzt, das Schloss bezeichnet: Rossi.
2511. Reitertrombon mit geätztem Lauf, auf welchem türkische Arabesken imitiert erscheinen.
2512–2513. Zwei übermäßig schwere Trombons mit messingenen Läufen, plumpen Schäften mit breiten, roh gravierten Messingringen, darauf figurale Darstellungen, Blumen etc.,
bezeichnet: 1790. Wiewohl ähnlich den türkischen Schiffgewehren, stammen dieselben aus einem ungarischen Schloss und dienten wahrscheinlich als Alarmgewehre.
2514. Gemeiner Reitertrombon, das Schloss mit Hahnsperre.
2515–2516. Zwei schwere türkische Gabelgewehre mit silber- und goldtauschierten türkischen Läufen und französischen Schlössern, bezeichnet: JOS • STÖCKL (in Wien).
Am Sockel:
2517. Ein Paar Pistolen mit Nussbaum-Schäften und Messingbeschlägen von Josef Ebert in Prag.
2518. Ein Paar Reiterpistolen.
2519. Österreichischer Infanterie-Offizierssäbel mit doppelter Schießvorrichtung am Griff (Projekt um 1854).
2520. Ehrensäbel, Geschenk des Offizierskorps des 8. Husarenregimentes an seinen Obersten Ignaz von Legeditsch, 1841. Griff und Scheide aus Silber, am Knauf das Siegel der
Familie Legeditsch. Alle Teile reich ornamentiert. Auf der Stichplatte die Namen sämtlicher Offiziere des Regiments. Auf den Buckeln der Scheide Militärszenen im Relief. Am Mundblech der Name des
Fabrikanten J. H. Haussmann in Wien.
2521. Ein Paar Doppelpistolen.
2522. Ein Paar Terzerole mit geschnitzten Schäften und französischen Schlössern von Christof Ries.
2523. Ein Paar Doppelpistolen mit geschnitzten Schäften und französischen Schlössern von Jos. Fruhwirth in Wien.
2524. Gemeine Reiterpistole.
In der an der Wand befindlichen Waffengruppe sind beachtenswert:
Drei Offiziersdegen eines österreichischen deutschen Infanterieregiments aus der Zeit der französischen Kriege. Zwei Sappeurbeile eines französischen Infanterieregiments unter Napoleon I. Vier
reich verzierte und vergoldete Säbel von ungarischen Beamten. Unterhalb, außer den bereits bekannten Stücken, zwei österreichische schwere Kavalleriesäbel aus der Zeit der französischen
Kriege.
Vor dem Fenster: Modelle zweier vierundzwanzigpfündiger Belagerungskanonen auf Feldlafetten.
1545, 1548. Zwei Fahnen des österreichischen Linien-Infanterieregiments Großherzog Leopold von Baden Nr. 59 (Seit 1852 ist Seiner k. k. Hoheit Erzherzog Rainer Feldzeugmeister,
erster Inhaber dieses Regiments.) (Ergänzungsbezirk Salzburg), errichtet 1682. Die linksseitige mit dem eingravierten Namenszug F. II. datiert vom Jahr 1797, die andere mit F. I. auf dem
Spiessblatt etwa zehn Jahre später. Beide Fahnen wurden von diesem Regiment in den französischen Kriegen zum Sieg geführt und, wie die Inventare angeben, bei Erhalt neuer Fahnen 1839 nach Schloss
Ambras zur Aufbewahrung übergeben.
Sechster Fensterpfeiler
2549. Türkisches Gewehr mit silbertauschiertem Lauf im orientalischen Geschmack. Schloss mit Hahnsperre, französisch, mit hübschen Gravierungen.
2550–2551. Zwei schwere türkische Gabelgewehre, gleich den vorigen. Auf der Schlossplatte der Name J. Stöckl.
2552. Revolverflinte, vierschüssig. Die Batteriedeckel bewegen sich mit der Trommel. Auf der messingenen Schlossplatte das Wappen der Schwarzenberg.
2553. Englische Jagdflinte, bezeichnet: J. N. Noort.
2554. Gezogene Flinte mit abschraubbarem Lauf, bezeichnet: J. L. Cles.
2555. Revolvergewehr von eigentümlicher Form. Die Trommelbewegung wird durch einen Hebel an der Unterseite vermittelt. Die Abfeuerung geschieht durch Percussion.
2556. Standgewehr mit glattem Lauf von 1,97 m Länge. Ein Meisterwerk der Laufschmiedekunst. Auf dem Schloss der Name St. Etienne eingraviert.
Am Sockel:
Zu beiden Seiten vier Modelle von zwölfpfündigen Kanonen. In der Mitte, 2561: Ein Paar Taschenpistolen (sogenannte Puffer).
2562. Gewöhnliche Reiterpistole mit Kapselschloss von Nowotny in Prag mit Bügelladestock.
2563. Ein Paar Reiterpistolen aus dem XVIII. Jahrhundert, für Kapselabfeuerung umgearbeitet.
2564. Französische Reiterpistole, später für Kapselabfeuerung umgearbeitet. Die Schlossplatte trägt den Namen: »Philippe Selier«.
In der Waffengruppe an der Wand beachtenswert:
Unterhalb in der Mitte: Englischer Offizierssäbel, Klinge damasziert, mit Namenszug König Georg IV. von England (1762–1830). Daneben links: Seitengewehr der unter dem Namen »Crociati« bekannten
italienischen Freischaarentruppe aus dem Jahr 1848. Rechts: Italienisches Aufsteckbajonett der piemontesischen Infanterie 1848. Zu beiden Seiten zwei österreichische Offizierssäbel um das Jahr
1848. Vor dem Fenster: Zwei Modelle von zwölfpfündigen Kanonen, gleich den vorher beschriebenen.
Am Gewehrgestell:
2589. Leichte Standflinte mit sehr langem Lauf.
2590. Reitertrombon mit Flintenschloss und Hahnsperre.
2591. Reitertrombon mit Kapselschloss.
2592. Langes Jagdgewehr mit sehr schön geschnitztem Schaft und zierlich graviertem Schloss. Leider sehr defekt. Zunächst am Schwanzschraubenschweif am Kolbenhals ist das Wappen
der Grafen Palffy-Erdöd in Elfenbein eingelegt, darunter die Buchstaben: R. P. (Rudolf Palffy 1750–1802).
2593. Teichflinte mit Kapselschloss.
Am Sockel:
2594. Ein Paar Offiziers-Reiterpistolen mit Kapselschlössern und Bügelladstöcken von Carl Pirko in Wien.
2595. Ein Paar Reiterpistolen mit Kapselschlössern.
2596. Ein Paar Doppelpistolen von F. Aristoff mit Kapselschlössern.
2597. Ein Paar Doppelpistolen mit Kapselschlössern von Carl Pirko in Wien. Dieselben besitzen feine Lütticher Drahtläufe und stammen aus dem Besitz des weiland Erzherzogs Stefan.
Sie wurden von diesem 1842 erworben.
2598. Pistole mit Bügelladestock von Nowotny.
2599. Doppelpistole von Contriner in Wien.
In der Gruppe an der Wand sind bemerkenswert:
Uhlanenlanze (Modell von 1865). Unterhalb links: Säbel der Fuhrwesensoldaten der Artilleriebespannung. Rechts: Kürassiersäbel vom Jahre 1832. Außerhalb links: Österreichischer Offizierssäbel,
rechts: Infanterie-Unteroffizierssäbel.
An der Türwand, rechts vom Eingang:
Säbel von Beamten eines ungarischen Bergdistrictes in Stahlscheiden. Ochsenhörner zu Pulverhörnern umgestaltet, wahrscheinlich von einem ungarischen Freiwilligencorps. In der Mitte: Schussfreier
österreichischer Offizierskürass um 1820. Gemeiner österreichischer Kürassierhelm um 1820.
2644. Schwere eiserne Büchse ohne Schaft mit Kapselabfeuerung, sig. Ant. Franzini a Gardone 1857. Projekt von sehr interessanter Technik der Erzeugung, aber geringem
waffentechnischen Wert.
Auf der Galerie:
Schützenfahne von Siebenbürgen mit dem Landeswappen in Applikationsstickerei.
Schützenfahne von Ungarn aus grüner Seide, einerseits das ungarische Wappen, andererseits der heilige Stefan vor der Patrona Hungariae knieend und die Krone opfernd, in Öl gemalt.
Schlitzenfahne aus weißer Seide, mit schwarz-gelben Fransen und in lange Wimpel geschnitten. Im Blatt der kaiserliche Adler mit den Initialen F. II. im Herzschild und das österreichische Wappen
gemalt.
Schützenfahne von Steiermark mit dem steirischen Panther in Applikationsstickerei.
Schützenfahne von Innsbruck, grün und weiß, mit reicher Goldstickerei und der Ansicht der Schießstätte, in Berliner Wolle gestickt. Inschrift: »Dem Andenken gewidmet von dem treugehorsamsten
Schießstand Innsbruck 1816.«
Schützenfahne von Tirol mit dem Landeswappen in reicher Applikationsstickerei.
Schützenfahne von Salzburg aus roter und weißer Seide, mit Flinsstickerei und Goldfransen. Im Blatt ein Gedicht auf weißer Seide gedruckt. Datum: »Salzburg, den 13. Juni 1816.«
Schützenfahne von Bozen, grün und weiß, mit gesticktem Wappen. Diesseits: »1815 Widerstandsfahne«, jenseits: »von Bötzen«. Die Fahnenbänder tragen die Inschrift: »Mit Gott für Kaiser und
Vaterland.«
Schützenfahne von Schlesien mit dem Landeswappen in Applikationsstickerei.
Schützenfahne von Niederösterreich mit dem Landeswappen in Applikationsstickerei.
Schützenfahne mit dem Wappen von Kärnten in Applikationsstickerei.
Der große (spanische) Saal
Zunächst der Erhöhung, auf welcher das Hochschloss sich erhebt, befindet sich das langgestreckte Parterregebäude, das den »Spanischen« Saal sowie ein dazugehöriges kleineres Gemach umschließt. Vom rückwärtigen Ausgang ist es durch Treppen mit dem Hochschloss verbunden. Dem Schlosshof gegenüber zeigt der Bau nur seine Stirnseite, während die südliche Längsfront gegen den tieferliegenden Garten gerichtet ist. Mit der anderen Längenseite lehnt sich das Gebäude an die Schieferfelsen, auf denen das Hochschloss steht; diese mussten sogar gesprengt werden, um für den Saal Terrain zu gewinnen, und bilden teilweise direkt die Wand auf dieser Seite, was – wie schon Schriftsteller des XVII. Jahrhunderts beklagten – dem Verderb der Malereien insbesondere zuträglich war.
Unter dem Saal befinden sich eine Reihe Gewölbe, zur Zeit Erzherzogs Ferdinand als »Bauernrüstkammer« eingerichtet; rechts von der Stirnseite zum Hochschloss hin, wo heute die Mauer der Bastei aufsteigt, war dereinst die erzherzogliche Münze, links ein langgestrecktes ebenerdiges Gebäude, das für Spiele und Leibesübungen bestimmte »Ballonhaus«.
Erzherzog Ferdinand begann den Bau des spanischen Saales im Jahr 1570. Die Bezeichnung »spanischer Saal« scheint erst in neuerer Zeit ohne Grund entstanden zu sein. In den alten Beschreibungen tritt sie nicht auf. Pighius (1574) spricht einfach von dem »weiten« Saal, Ernstinger von dem »schönen, langen und breiten« (1579), Hainhofer (1628) und Zeiler (1632) nennen ihn den »großen«, Keyssler (II. Aufl. 1751) den »geräumigen«, wie auch die gestochene Ansicht des Schlosses bei Merian und die ältesten Inventare von Ambras nur von dem »großen« oder »großen neuen Saal« sprechen. Durch Dr. Dav. Schönherr (Funde im k. k. Statthalterei-Archiv in Innsbruck) sind wir über die bei dem Werk beschäftigten Künstler, die Kosten etc. unterrichtet; nur über den Architekten, dessen Anteil an dem Werk künstlerisch geringfügig war, fehlen Nachrichten, sodass es dahingestellt bleibt, ob es die genannten Meister Uschall, Echtsch oder Giovanni Lucchesi waren; Letzterer starb 1581 in Innsbruck. Er hatte bereits dem Vater des Erzherzogs, Kaiser Ferdinand I., beim Bau der Hofkirche in dieser Stadt Dienste geleistet.
Die Absicht des kunstsinnigen Fürsten bei der Herstellung dieses Prachtraumes war es, einen geräumigen Saal zur Repräsentation zu besitzen, woran es im sonst eng gebauten Schloss fehlte. Gleichzeitig sollte das Lokal im Sinne einer Ahnengalerie seinem erhabenen Hause sowie dem Land Tirol als Ehrenhalle dienen. Die Wandgemälde stellen in langer Reihe die Fürsten Tirols von Albrecht I. bis auf den Erbauer selbst dar. Der originelle Fries diente außerdem dem Saal als Versammlungslokal für die in der Umgebung von Ambras häufig stattfindenden Jagdvergnügungen des Hofes.
Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das kostbare Monument der Renaissance, wie es uns überliefert ist, erhebliche Schädigungen, besonders als Ambras vorübergehend als Kaserne diente. Außerdem brachte die unmittelbare Anlage des Saales an den Felsen mit sich, dass die Feuchtigkeit an den Malereien der rechten Längswand ihren verderblichen Einfluss ausübte. Die Fassade wurde durch mehrmalige Umgestaltungen dem ursprünglichen Charakter des Baues nicht entsprechend verändert. Diese Umstände erforderten eine gründliche und gewissenhafte Restauration, die durch Se. Durchlaucht den ersten Obersthofmeister Sr. Majestät, Fürsten Constantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst, angeordnet und seit 1877 eifrig fortgeführt wurde.
Die baulichen Rekonstruktionen leitete Architekt Johann Deininger, Direktor der k. k. Gewerbeschule in Innsbruck, ein Schüler des Dombaumeisters Friedrich Schmidt und des Oberbaurats Freiherr von Ferstl. Die Wiederherstellung der zerstörten malerischen Ausschmückung wurde dem Maler Franz Jobst aus Wien übertragen; die kostbaren Intarsien restaurierte der Innsbrucker Kunsttischler Trenkwalder unter Leitung des Architekten.
Director Deininger fand zunächst die größten Schwierigkeiten in der Beseitigung der Schäden am Gebäude, dessen Fassadenwand durch einen beträchtlichen Riss sich von den Seitenwänden gelöst hatte und dessen nördliche, aus dem Felsen gehauene Wand mit den Malereien durch eingedrungene Nässe dem totalen Verfall preisgegeben war. Mit äußerster Pietät und technischer Sorgfalt wurden diese Schäden behoben, die aus dem Lot geratene Fassadenmauer wieder ausgerichtet und die Nordwand nach Vornahme der praktischsten Trocknungsvorkehrungen des Felsens neu aufgebaut. Mit dieser wichtigen Arbeit begann im genannten Jahr die neueste Restaurierungsepoche des Schlosses.
Der Architekt war später noch so erfolgreich, auch an den beiden Außenseiten die ursprüngliche Dekoration des Gebäudes in ihren Spuren wiederzuentdecken, wodurch ihre gegenwärtige Erneuerung in Fresko durch Maler Jobst möglich wurde. Wenn schon sämtliche übrigen Baulichkeiten des Unter- und Hochschlosses mit Quaderimitation in einer Art Sgraffitotechnik von Anfang an dekoriert waren – einer Zierde, über die ihre künstlerischen Urheber, die Meister Maysfelder und Ritterl, urkundlich sich ausdrücken, dass es aussah, »als wenn’s von gehauenen Stücken war« –, so erhob sich diese Ausstattung am künstlerischen Glanzpunkt des Ganzen, dem großen Saal, zu malerisch-figuraler Dekoration.
Der leider unbekannte Meister derselben, seinem Stil zufolge ein Anhänger der Richtung, welche wir heute als deutsche Renaissance bezeichnen, wusste mit bescheidenen Mitteln zu wirken, indem er die Erscheinung des Sgraffito durch leise Betonung der bunten Elemente etwa zur Wirkung einer Grisaille zu steigern suchte. Stilistisch ist seine durchweg malerische Behandlung der architektonischen Aufgabe (z. B. die als hängende Medaillons gedachten Rundfenster) für die Naivität der deutschen Renaissance in ihrer früheren Entwicklung äußerst charakteristisch. Die beiden Wächter im Landsknechtkostüm der Zeit halten die Banner Österreichs und Tirols; über der Tür ist das Wappen Erzherzog Ferdinands angebracht, die Gartenfassade begnügt sich mit einer Pilasterdekoration zwischen den Fenstern, von denen gemalte Teppiche herabhängen.*
* Ich weise darauf hin, dass die Dekoration des mit Fresken aus dem Leben Kaiser Maximilians I. geschmückten Palazzo Geremia in der Via Larga in Trient ähnliche Motive aufweist. Auch hier befinden sich rechts und links neben dem Portal Trabanten mit Fahnen und unter den Fenstern gemalte, herabhängende Teppiche. Stil und Kunstrichtung sind jedoch ganz verschieden.
Das Innere des großen Saales nimmt das Interesse des Kunstfreundes mehrfach und in hohem Maße in Anspruch. Der Saal misst 43 Meter Länge, 10 Meter Breite und 5,5 Meter Höhe. Für das Paviment des Estrichs wurde weißer Marmor von Obernberg am Brenner, roter von Brixlegg und schwarzer aus dem Kerschbachtal bei Innsbruck beschafft, wovon die Platte, wie der Reisende Philipp Hainhofer 1628 berichtet, einen Reichstaler kostete.
Die Ausstattung der Decke und die Vollendung der beiden unvergleichlichen Intarsientüren stammen von dem Hoftischler des Erzherzogs zu Innsbruck, Meister Conrad Gottlieb, dessen Monogramm samt Jahreszahl auf der Innenseite an den Flügeln der zweiten Tür angebracht ist. Die Schlosserarbeit an den Türen fertigte Ludwig Sayler in Innsbruck, die Vergoldungen in den Deckenfeldern der auch sonst bekannten dortigen Maler Conrad Leitgeb, der Stukkator war Anton Brack, die plastische Arbeit an den Geweihen fertigte der Bildhauer André de Cliever. Letzterer war aus Brüssel berufen und starb 1584. Das »Edelholz« für die Türen bestellte man in Augsburg, die gewöhnlicheren Sorten – »Aspin-, Nuss-, Kerstbäm- und Zirmladen und Gstäng« – in Partenkirchen. Nachdem der Bau im März 1570 begonnen hatte, fand die Innendekoration im folgenden Jahr ihre Vollendung.
Die malerische Ausstattung, die stofflich in die beiden verschiedenen Teile der figuralen und ornamentalen Dekoration zerfällt, gehört auch verschiedenen Künstlerhänden an. Als Urheber der ornamentalen Dekoration hat sich in der Leibung des zweiten Rundfensters, links vom Eingang, Dionys (Denis) van Hallart 1571 bezeichnet.*
Der sonst unbekannte niederländische Meister behandelt das Groteskenmotiv al fresco in der Weise der deutschen Renaissance mit außerordentlichem Phantasie-Reichtum. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ihm die Dekorationen Giulio Romanos in Italien bekannt waren. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass Hallart sich beim Entwerfen seiner Grotesken der Kupferstiche des Antonio Lafreri bediente,* eines Stechers und Kunstverlegers zu Rom, der um 1540 tätig war. Er gab zahlreiche Platten italienischer Meister, besonders nach Giulio Romano, Raphael und Perin del Vaga, heraus, die er auch retuschierte und abänderte.
Der Maler der a tempera ausgeführten Fürstenbilder soll nach Dr. Schönherr Pietro Rosa von Brescia, Schüler des Tizian und Hofmaler des Erzherzogs, gewesen sein. Pietro Rosa war wahrscheinlich ein Verwandter des Stefano Rosa, der eine Replik von Tizians berühmtem, für den Escurial gemalten Abendmahl vollendete, und ferner des Christoforo Rosa, ebenfalls Schüler Tizians, der ihn seit 1563 bei der Ausführung der Fresken im Stadthaus zu Brescia unterstützte.
Die Gestalten der Fürsten sind gestochen in den Werken:
»Tirolensivm Principvm Comitvm. Der Gefürsten Grafen zu Tyrol. Von Anno 1229 bis Anno 1600. Eigentliche Contrefacturen etc. Gedruckt zu Augspurg in Verlegung Dominici Custodis 1599.«
Das Werk ist Raimund Fugger gewidmet, indessen hat sich der Zeichner manche Abweichungen vom Original erlaubt. Gleichzeitig erschien auch eine lateinische Ausgabe. Die Reihenfolge der Bildnisse beginnt mit dem einzeln angebrachten Porträt Alberts I. neben dem letzten Fenster am Ende des Saales und endet mit Erzherzog Ferdinand rechts vom Eingang neben dem ersten Fenster. Dieser Fürst ist mit Helm und Harnisch, welche die kaiserlichen Sammlungen noch besitzen, dargestellt; im Hintergrund Schloss Ambras und der dabei bestehende, erst im laufenden Jahrhundert ausgetrocknete See.
Folgende Fürsten sind in der Reihe dieser Wandbilder aufgenommen: Albertus I., Mainhardus sen., Gebhardus, Mainhard jun., Otho, Ludovicus I., Henricus, Leopoldus I., Johannes, Ludovicus II., Mainhardus III., Rudolphus IV., Margareta Maultasch, Albertus III., Leopoldus III., Wilhelmus II., Leopoldus jun. Ambitiosus, Ernestus I., Albertus Caesar II., Fridericus V., Fridericus Caesar IV., Sigismund Opul., Max I., Karl V., Ferdinand I., Ferdinand von Tirol.
In den Stuccoschilden über den Bildern im Fries sind zuweilen auf die Dargestellten bezügliche Embleme gemalt, so z. B. bei Friedrich dem Münzreichen ein Kessel mit Goldmünzen, bei Karl V. die Säulen des Herkules etc. Die Felder des Wandsockels stellen auf der Fensterseite Szenen aus Roms Königsgeschichte dar: Momente aus dem Leben des Romulus und Remus, Titus Manlius lässt seinen Sohn enthaupten (mittels Fallbeil, wie auf dem Stich von Aldegrever 1553), weil er wider Befehl die Feinde geschlagen hat, etc.
Die Felder auf der anderen Seite, die Taten des Herkules, sind nach Beham’schen Stichen erneuert. Es stände hierbei zu bedenken, ob nicht der bereits erwähnte Maler Battista Fontana, der Schöpfer des Holzplafonds im ersten Waffensaal, wenigstens indirekt mit der Ausschmückung des spanischen Saales im Zusammenhang stand. Wir tragen bei dieser Gelegenheit auch über das Leben des Meisters nach, dass Adriano Valerini 1586 in seinem Werk Le Bellezze di Verona von ihm sagt, dass er in Diensten Erzherzog Ferdinands war, dass nach Bernasconi Giovanni Carotto sein Lehrer gewesen sein soll, und dal Pozzo bemerkt: »er starb in kaiserlichen Diensten in Deutschland«, was nicht richtig ist. Bartsch (XVI, S. 209 ff.) zählt 68 Blätter von seiner Hand auf, darunter nach Tizian.
Die Nummern 24–50 behandeln die Geschichte des Romulus und Remus in ähnlicher Weise wie die Malereien der Pfeilersockel an der Fensterseite unseres Saales, sind laut Datierung 1573 und 1575 nach dessen Vollendung gestochen und mit einer Dedikation an Erzherzog Ferdinand versehen. Diese Stiche sind wohl keine Kopien, sondern reichere Kompositionen, doch kehren darin manche Details, z. B. das königliche Kostüm, genau so wieder.
Die k. k. Hofbibliothek in Wien besitzt ferner zwei Bartsch unbekannte Blätter, welche Trophäen im Geiste der Dekoration des Saales darstellen und Battista Fontana bezeichnet sind. Ein anderes Blatt, der Kampf des Aeneas gegen die Knechte des Latinus, ist Bischof Johannes Thomas von Brixen gewidmet. Die Nachricht Lanzi’s, dass Fontana auch für den Hof in Wien tätig gewesen sei, findet aber keine Bestätigung. Auf dem Blatt B. 18 nennt sich der Künstler Veronensis.
Nach dem Inventar von 1596, welches das Schloss noch unverändert in dem Zustand, wie Erzherzog Ferdinand es eingerichtet, schildert, wird die Ausstattung des Frieses mit Gehörn von Hirschen, Auerochsen, Rentieren, Elentieren und Steinböcken erwähnt; an der Decke hingen damals zwei große messingene »Leuchter mit doppelten Zinken«.
Das anstoßende, bloß einfenstrige Gemach, unter dem Namen Kaiserzimmer traditionell bekannt, setzt die Reihenfolge habsburgischer Fürsten »mit Rücksichtnahme auf die Statthalter Tirols« bis Kaiser Karl VI. fort, in dessen Zeit diese späteren, künstlerisch sehr tüchtigen Porträts entstanden sind. Auch die Darstellung aus den Türkenkriegen (Belgrad) stammt aus der Spätzeit; von der ursprünglichen ferdinandeischen Ausstattung sind noch die Grotesken mit kriegerischen Trophäen erhalten. Den Fries schmücken römische Kaiserbüsten in Stucco.
DAS HOCHSCHLOSS
Über dem Eingangsportal sind Reste einer in Fresko gemalten Sonnenuhr mit dem erzherzoglichen Wappen sichtbar. Als Verfertiger ist der Innsbrucker Maler Polhammer urkundlich bekannt.
SCHLOSSHOF, PARTERRE UND TREPPEN
Die Wände des oblongen Schlosshofes sind grau in Grau al fresco gemalt, eine aus der Zeit der Umgestaltung unter Erzherzog Ferdinand 1566/67 stammende Dekoration von der Hand eines deutschen Renaissancekünstlers. Zwischen den Fenstern des ersten Stockwerks sieht man Allegorien der Tugenden, des Reichtums, der Wissenschaften, Künste etc.; in den folgenden Friesen Triumphzüge mythologisch-allegorischer Auffassung; zwischen den Fenstern des zweiten Stockwerks Göttergestalten in Nischen, im Fries biblische Szenen (Judith etc.); zwischen den Fenstern des dritten Geschosses Heldengestalten. Am interessantesten ist die Darstellung einer Szene aus den Gesta Romanorum (an der Ostwand, zweites Geschoss), die Söhne, welche nach dem Leichnam ihres Vaters mit dem Bogen schießen.
Die Kapelle
Die Kapelle, dem heiligen Nikolaus geweiht, im östlichen Teil des Schlosses und orientiert, bezeichnet heute noch dessen älteste Bauanlage. Vor dem 12. Jahrhundert war das Gotteshaus die Pfarrkirche der Umgebung. Von den Ablassbriefen, welche der Kapelle im Lauf der Zeiten erteilt wurden (ausgestellt im zweiten Stockwerk, Saal IV, in der Vitrine), datiert der älteste aus dem 14. Jahrhundert. Der gegenwärtige Bau stammt aus dem 15. Jahrhundert; er besteht aus einem kurzen quadratischen Langhaus mit angefügtem Chorabschluss von drei Seiten des Oktogons. Die Vorhalle bildet einen niedrigeren Raum, durch den man eintritt.
Nach dem Inventar der Übergabe von Ambras aus dem Besitz der Freiherren von Schürf an Kaiser Ferdinand I. im Jahr 1563 war die Kapelle, an der ehemals eine Probstei bestand, bereits mit Gefäßen und Paramenten „gut ausgestattet“ (die in der Sammlung befindlichen gehörten aber, bis auf einige aus der spätesten Zeit, niemals zur Kapelle). Unter Erzherzog Ferdinand von Tirol erhielt der Raum eine neue Ausstattung im Stil der deutschen Renaissance; die gegenwärtige stammt aus dem Jahr 1867, als Seine kaiserliche Hoheit, der Durchlauchtigste Herr Erzherzog Carl Ludwig als Statthalter von Tirol, Ambras bewohnte.
Die Wandgemälde – Madonna, Christus am Kreuz, Bergpredigt, Geburt Christi, St. Josef mit dem Jesukind, Auferstehung, Himmelfahrt und Pfingstfest – sind bezeichnet: Aug. v. Wörndle 1867 (August Wörndle von Adelsfried, geb. Wien 1829, Schüler der dortigen k. k. Akademie der bildenden Künste). Die polychrome Dekoration stammt von Kohler in Bregenz. Der modern-gotische Altar mit der Figur des heiligen Nikolaus ist nach dem Entwurf von Prof. Michael Stolz in Innsbruck in Holzschnitzerei ausgeführt. Die beiden Glasgemälde des Presbyteriums (Engel mit Weihrauchfässern, darunter das kaiserliche und das tirolische Wappen) stammen von Albert Neuhauser in Innsbruck. Die Zeichnung des figuralen Teils wurde ebenfalls vom Historienmaler Wörndle, jene des ornamentalen vom Diözesanarchitekten von Stadl ausgeführt.
Im Vorrraum, links vom Eingang, befindet sich ein beachtenswerter, reich ausgestatteter Schnitzaltar. Derselbe befand sich ursprünglich in der St. Georgs-Kapelle (im heutigen Schlosspark), dieses Gotteshaus wurde durch Erzherzog Sigmund gegründet, 1777 aber aufgelassen. Das schöne Altarwerk ist eine Arbeit des Meisters Ulrich Tiefenbrunn. Urkundliche Nachrichten besagen darüber:
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1523, 10. Oktober: „dem Ulrich Tiefenbrunn in Abschlag der Tafel zu Sand Jörgen bezahlt 6 fl.“
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1524: Ulrich Tiefenbrunn, Maler, „in Abschlag seiner Arbeit, die er an einer Tafel in Sand-Jörgen-Kirchen zu Ambras verbracht hat, auf Rechnung gegeben 18. Febr. 6 fl., 23. März 4 fl., 20. Aug. 15 fl., 22. Oktober 10 fl., am 3. Dezember 5 fl.“
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9. Dez.: „zu ganzer Bezahlung einer Tafel zu Sand-Jörgen-Kirchen zu Ambras, auch den Junkhprunnen zu Hof und andere Arbeiten Sr. Fürstl. Durchl. gegeben 5 fl. 18 kr.“
Der Maler Tiefenbrunn, wahrscheinlich in Innsbruck ansässig, starb 1526. Diese archivarische Mitteilung bereichert die österreichische Kunstgeschichte wesentlich. Das schöne Werk, welches wohlerhalten vor uns steht, zeigt einen tüchtigen Meister, stark beeinflusst von der schwäbischen und nürnbergischen Schule. Interessant sind die maximilianischen Kostüme der Heiligen. Auf der Predella gemalt: Christus fällt unter dem Kreuz, rückwärts die zwei Engel mit dem Schweißtuch. Außenseite der vorderen Flügel: St. Katharina und Barbara; innen auf Goldgrund: St. Achatius und Sebastian.
Im Schreine befindet sich die freigeschnitzte und bemalte Reiterfigur des heiligen Georg als Drachentöter mit landschaftlicher Umgebung, auf dem Felsen die befreite Prinzessin. Darüber das kaiserliche, portugiesische, ungarische, böhmische, österreichische usw. Wappen. Auf dem rückwärtigen Flügel: St. Christoph und andere Heilige. Charakter der schwäbisch-bairischen Schule im Sinne der Renaissance.
Großer Flügelaltar aus Pöggstall in Niederösterreich mit dem Wappen der Rogendorf, gemalt und geschnitzt. Auf der Predella: Ecce Homo und die Heiligen Maria, Johannes, Andreas, Magdalena. Außenseite der Flügel: rechts – Ölberg und der Fall unter dem Kreuz; links – die Ausführung Christi, Crucifixus, Maria und Johannes. Innenseite: rechts – Verkündigung, Anbetung der Könige; links – Geburt Christi und Beschneidung. Im Altarschrein: die Figuren der Madonna, St. Andreas und Stephanus; oben: Maria und Johannes in kleineren Figuren neben dem (fehlenden) Kreuz. Die Abschlusspyramide nicht vorhanden. (Österreichische Schule, 16. Jahrhundert, erste Hälfte.)
Bei dem Fenster: St. Nikolaus, sitzende Figur; Ecce Homo, Maria und Johannes, unter Lebensgröße, aus Holz geschnitzt. Tiroler Arbeit, 18. Jahrhundert.
Das Badezimmer
Traditionell als Badezimmer der Philippine Welser bezeichnet, in der alten, wenn auch stark zerstörten Einrichtung erhalten. Die Lokalität besteht aus zwei Räumen: einem Ankleidezimmer und dem
eigentlichen Baderaum. Ersteres ist getäfelt, bis auf einen Wandfries, auf dem noch Reste von Freskodekoration wahrgenommen werden (Actäon und Diana, Gastmahl in einer Laube, ein Frauenbad,
letzteres mit Anklängen an den bekannten Holzschnitt von Hans Sebald Beham). Über der Tür das Datum: 1567. Das Badezimmer enthält noch das alte Bassin mit Holzsitz, vollkommen den Darstellungen
der deutschen Meister von etwa 1550 entsprechend. In einer Nebenkammer befindet sich noch der Kessel zum Erhitzen des Wassers.
Vordere Stiege
Am Aufgang vom Parterre zum ersten Stockwerk ist ein reich ornamentiertes Gitter aufgestellt, dessen Ranken und Voluten vollständig vergoldet sind; die Blumen aus Blech waren bemalt. Ganz oben
eine geflügelte Figur mit dem Emblem des goldenen Vlieses. Ferdinandeische Epoche.
Treppenaufgang und Plattform des ersten Stockwerks
Die Wände des Treppenaufgangs und die Plattform des ersten Stockwerks sind teils mit Porträts Unbekannter, teils mit Wappen behangen. Letztere zeigen die Namen: Peter Payr zu Caldif, Zerotin, Jan Marquart Zradku, Georg Jablonsky von Jablon 1550, Ginderzich Herr von Smirzicz, Jaroslaw Lipssteinsky s Kolowrat 1550, Friedrich Ludwig von Walowitz u. a. Diese Wappentafeln beziehen sich auf Turniergenossen Erzherzog Ferdinands zu Prag und Pilsen, deren Kämpfe in einem in der Sammlung zu Wien befindlichen illuminierten Codex dargestellt sind.
Unter den Bildern sind auf dem zweiten Podest zu erwähnen: Kaiser Rudolf I. und Max I.; gegenüber: Dame in schwarzer Kleidung, Gemälde von Casini (s. Porträtgalerie, VIII. Saal, 129). Kardinal Giovanni Carlo de’ Medici, geb. 1611, gest. 23. Januar 1663, Schwager des Erzherzogs Ferdinand Carl als Kardinal. Auf dem Gang im ersten Stock links: Allegorie auf Erzherzog Ferdinand Carl, italienisch; rechts oben: Max I. und Maria von Burgund; neben der Eingangstür zu den Sälen: zwei Prinzen aus dem Hause Medici, 17. Jahrhundert.
Die Treppenwände von hier in das zweite Stockwerk bedecken Gemälde historischen Inhalts von untergeordnetem Wert. Rechts: Szene aus Tasso’s Befreiung Jerusalems, gegenüber Rebecca und Eleazar; auf dem zweiten Podest: Judith mit dem Haupt des Holofernes. Auf dem Gang im zweiten Stock links: die Frau des Potiphar und der keusche Josef, eine weitere Szene aus Tasso; gegenüber: Arminia und der Hirt (aus Tasso’s Befreiung Jerusalems) und zwei Darstellungen aus dem Engadiner Krieg, 1621 und 1622. Auf der dritten Wand: ein Fischmarkt mit reicher Staffage; Allegorie auf die Künste des Friedens.
Rückwärtige Stiege
Den Aufgang vom Erdgeschoss zum ersten Stockwerk füllen Abbildungen von seltsamen Menschengestalten, die im 16. und 17. Jahrhundert teils im Schloss als Merkwürdigkeiten gehalten, teils von Erzherzog Ferdinand in seiner Sammlung bildlich erfasst wurden. Es sind dies: zwei Kinder, ganz behaart, deren Vater und die völlig normal gebildete Mutter (zweites Podest), die Familie des sogenannten haarigen Mannes aus München, ein Zwerg. Auf dem Gang des ersten Stockwerks: ein Riese. Der alte, aufgeklebte Zettel gibt Auskunft:
„Anno 1553 ist der Paur mit Namen Hans Kraus aus dem Dorf Bosenhan in der Landvogtei Hogenau gelegen, geboren und … wegen seiner Größe von dem Kurfürsten Pfalzgrafen Friderichen besichtigt worden, dessen Länge gerecht durch … Kurfürsten-Hofmahl er gemalt worden. Zur selben Zeit 48 Jahre alt gewesen und der Länge neunthalb Werkschuhe.“
Philipp Hainhofer nennt ihn 1628 Hans Krawe aus Bosenhan. Daneben: Giovanni Bona, Leibtrabant des Erzherzogs Ferdinand II. aus Trient, „neun Werkschuhe“ hoch, dessen Rüstung in der Sammlung zu Wien aufbewahrt wird, und der Hofzwerg Thomerle. Gegenüber: Hans Schnitzer von Sonthofen im Allgäu, 28 Jahre alt, anno 1641.
Aufgang zum zweiten Stockwerk
Abnormitäten und Seltenheiten an Tiergestalten, besonders Wild, wie Erzherzog Ferdinand sie für seine Kunst- und Wunderkammer sammelte. Im Gang des zweiten Stockwerks: ein Hirsch mit abnormer Geweihbildung, erlegt 1630 in der Markgrafschaft Burgau. Ein anderer Hirsch mit der Beischrift:
„MONSEIGNEUR DE VAUDEMONT A PRINCE CERF A FORCE EN LANEE 1603 | LE SIEUR DE DOMBROT GRAND VENEUR | DE LORRAINE LE DONNA AV CHIENS.“
Franz Graf de Vaudemont (geb. 1571, gest. 15. Oktober 1632) war ein Sohn Herzogs Carl II. von Lothringen, regierte seit 1624. Seine Rüstung befindet sich in der kaiserlichen Sammlung zu Wien.
Erstes Stockwerk, Nordseite
Interieurs mit Einrichtungsstücken des 16. bis 18. Jahrhunderts.
Bemerkung: Die Porträts in diesen Sälen und in allen Räumen außerhalb der eigentlichen Gemäldesammlung sind teils von untergeordnetem Wert, teils die Dargestellten unbekannt; sie sind daher nur dekorativ angewendet und in die Porträtgalerie nicht aufgenommen. Ausnahmen werden besonders vermerkt.
Erster Saal
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Ofen aus Eisenguss mit bildlichen Darstellungen am Unterteil, welche sich wiederholen: Christus am Kreuz, am Fuß das Lamm mit der Osterfahne. Ein Mann mit der Bibel in der einen Hand zeigt zum Kreuz empor, hinter ihm ein betender Jüngling. Am Kreuz die Inschrift:
SICH DAS IST GOTTES LAMBDAS DER GANTZEN WELT SUNDREG...
Darüber in der Lünette:
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Die Anbetung der Hirten in dem Stall. Oben die Inschrift:
Der Aufsatz, ornamental dekoriert, gehört zu einem anderen Ofen. Der Unterteil, mit Graphit geschwärzt, stammt aus dem 17. Jahrhundert, erste Hälfte.
Inventar der Möbel:
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Großer zweitheiliger Wandschrank, Zirbelholz, datiert 1668; obere Füllungen en relief mit Tiroler Adler und Kränzchen, unten Ornamente. Aus dem Dorf Ambras.
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Niederer Wandschrank, zweitheilig, zweite Hälfte 17. Jahrhundert, architektonischer Aufbau mit eingelegtem Lincament.
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Bettlade, Kopf- und Fußende geschnitzt im Stil der spätdeutschen Renaissance.
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Vorderseite einer Kleidertruhe im reiferen Stil der Renaissance, mittig ein ovaler Wappenschild mit Sparren, darüber und darunter je drei in Dreiecksform gestellte Kugeln. Italienisch, 16. Jahrhundert.
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Vorderseite einer Kleidertruhe mit kräftiger Holzschnitzerei im Stil der entwickelten Renaissance; mittig zwei Genien als Schildhalter, Emblem: ein Ring mit vier Kettchen. Italienisch, 16. Jahrhundert.
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Großer Aufsatzkasten, architektonisch aufgebaut mit toskanischen Säulen, Nischen, Verkröpfungen; Zirbelholz, 17. Jahrhundert, erste Hälfte.
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Kleiner zweitheiliger Wandschrank mit gedrehten Säulen; Füllungen mit kaiserlichem Doppeladler, 17. Jahrhundert, zweite Hälfte. Aus Bozen.
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Aufsatzbekrönung aus geschnitztem Laubwerk, umschließt einen ovalen Wappenschild der Tiroler Freiherren von Firmian; erste Hälfte 17. Jahrhundert. Wahrscheinlich die Bekrönung am Kopfende eines Bettes. Deutsche Arbeit.
Zweiter Saal
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Münzenschrank (oben) mit Türen, darüber eine profilierte Bekrönung, gezähnt und auf Konsolen ruhend. Die überaus reiche Intarsiendekoration in gebeiztem, hellem, dunklem und grünem Maserholz stellt ruinenartige Bögen und Trümmerarchitekturen dar, zwischen denen allerlei stereometrische Körper, Vielecke, Würfel, Kreuze, Zylinder etc. perspektivisch nach Art der Stiche von Eisen und ähnlichen Meistern gebildet sind. Hübsche verzierte Beschläge, Kostümfiguren des 16. Jahrhunderts, aus dessen letzten Jahrzehnten der Kasten herrührt.
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Münzenschrank (unten) mit Türen, im Innern 600 Laden enthaltend, deren Vorderseiten mit Ruinendarstellungen in gebeizter Einlegearbeit verziert sind. Das Äußere des Kastens an Türen und Wänden entspricht dem freieren Stil vom Ende des 16. Jahrhunderts und zeigt besonders figurale Darstellungen phantastischen Charakters, ferner Juno, Jupiter, Neptun etc. Über dem ruderten Cupido die Worte: „Sic fuga violenta monet 1592.“
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Aufsatzkasten mit dunkelbraunem Lineament, in hellem Naturholz eingelegt. Die oberen Türfüllungen enthalten Ornamente, die unteren den Doppeladler mit dem österreichischen Bindenschild. Der Fries oben enthält die Bezeichnung: 16 EL • K • 56. Aus Imst. Die Schlösser zeigen in geätzter Arbeit einen Wappenschild, welcher im ersten und dritten Feld schräg quadriert ist, im zweiten und vierten Feld Querbalken führt; über demselben eine Krone.
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Aufsatzkasten, von derselben Hand gefertigt, teilweise gleich dekoriert mit den Adlern in den oberen Feldern, an den Seiten geschnitzte Hermen. Das Kranzgesims fehlt. Auf den Schlössern der Doppeladler, geätzt.
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Bettlade aus dunklem Holz geschnitzt, mit Lorbeergewinden, Füllhörnern und Muscheln reich dekoriert. Erste Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zu Häupten des Bettes in einem reich geschnitzten Rahmen das Porträt des Hans Fernberger von Auer in Tirol (geb. 1511, zeichnete sich in den Kämpfen gegen die Türken und im Mailänder Krieg aus; 1545 in den Freiherrenstand erhoben, von Kaiser Rudolf zum Befehlshaber von Wien ernannt, wo er 1584 starb).
Dritter Saal
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Wandschrank mit Flügeltüren, aus alten Wandvertäfelungen des Schlosses hergestellt, auf allen Flächen mit der reichsten Intarsie im späteren Stil verziert, grün gebeizt, hell- und dunkelbraun. Die Ornamente zeigen Roll- und Schweifwerkstil der späteren deutschen Renaissance, Früchte und Laubwerk. Ursprünglich Ende 16. Jahrhundert.
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Quadratisches Tischchen, aus alten Bestandteilen zusammengestellt, Platte mit Intarsien deutscher Renaissance. Ende 16. Jahrhundert.
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Quadratisches Tischchen, wie Nr. 15.
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Wandtruhe aus Fichtenholz mit eingelegter und geschnitzter Arbeit. Erstere teilweise in Farben gebeizt, mit Vögeln und Laubwerk. 17. Jahrhundert.
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Kleines Clavier mit Blasbälgen, bemalt im Groteskengeschmack im Stil der deutschen Kleinmeister. Mitte 16. Jahrhundert.
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Spielbrett für Schach, zusammenlegbar, aus Holz. Die silbernen und goldenen Felder sowie die beiden Außenseiten sind bemalt. Letztere enthalten allegorische Gestalten der Gerechtigkeit und der Liebe. Im freien Stil der späteren deutschen Renaissance.
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Tischchen auf einem Fuß, mit Marmorplatte. Anfang 17. Jahrhundert.
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Geschnitzter Rahmen aus Zirbelholz, 17. Jahrhundert. Darin das Porträt König Philipps des Schönen von Spanien.
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Betschemel aus dunklem Holz geschnitzt, mit ornamentaler Dekoration. Anfang 18. Jahrhundert.
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Crucifix aus Holz geschnitzt. 17. Jahrhundert.
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Bettlade mit geschnitztem Blattwerkornament, einfacher Einlegearbeit und gedrehten Säulen, Kugeln etc. Auf dem Kopfstück die Initialen IHS eingelegt. Späteste deutsche Renaissance.
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Eckschrank mit geschweifter, kuppelartiger Bedachung aus braunem Holz mit bunter Intarsie, die Figürchen, Tiere, Bäume etc. darstellt; oben ein eingelegtes Kreuz, darunter das mit der Inful gekrönte Wappen von Brixen. Die Vorderseite des Kastens sowie des Untersatzes enthält 22 Kehlheimer Steintafeln als Vorderseiten der Lädchen, worauf natürliche Pflanzenabdrücke als Bäume zu Landschaftsbildchen verwendet sind, Häuschen etc. mit bunten Steinen eingesetzt. In der Mitte zwischen zwei gedrehten Säulen ein Vogel auf Zweigen von Pietradura. 17. Jahrhundert. Aus Sterzing.
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Cabinet mit zehn Laden und Mitteltürchen, Vorderseiten mit Kehlheimer Steinplatten belegt, auf denen Dendriten. Säulchen aus Marmor mit Bronzekapitellen, die Laden mit derselben Umrahmung. 17. Jahrhundert.
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Kleines Schmuckkästchen mit zehn Laden, Pietradura-Dekoration mit Früchten und Vögeln. 17. Jahrhundert.
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Cabinet mit sechs Lädchen und Mitteltüre aus dunkelbraunem Holz, mit Ebenholz eingelegt. Ornamente aus Elfenbein mit gravierter, schwarz ausgeriebener Zeichnung. 17. Jahrhundert, erste Hälfte.
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Großer Münzkasten, auf einem Tischgestell, architektonisch aufgebaut, Kapitäle und Konsolen vergoldet, Felder der Türen und Laden eingelegt. Kuppelbekrönungen und tabernakelartiges Aufsatzstück mit gedrehten Säulchen charakterisieren den Übergang der Renaissance zur Barockzeit. Auf der Basis des Mittelteils die Inschrift: „HT FECIT — ANNO 1614.“
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Cabinetsschrank mit Aufsatz, modernisiert. Unterteil auf Säulchen ruhend, das eigentliche Cabinet mit dreizehn Laden und Mitteltresor, mit Schildpattimitation eingelegt, vergoldete Beschläge neue Stanzenarbeit. Tresor mit Spiegeln, enthält acht kleine, mit Lapislazuli-Imitation verzierte Lädchen. Geschmack 17. Jahrhundert.
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Schmuckkästchen aus schwarz gebeiztem Holz mit ciselierten Bronzebeschlägen, vorne zwei Türen, innen sechs kleine Laden, deren Vorderflächen allegorische Figürchen auf Goldgrund zeigen. Deutsche Arbeit, Ende 16. Jahrhundert. Rechts von der Eingangstür aufgehängtes Brustbild einer unbekannten Dame, rückwärts bezeichnet: „Claude Beruet f.“
Vierter Saal
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Querschrank mit zwei Türen, geschnitzt; auf dem einen Flügel ein Wappen, oberes Feld: drei heraldische Lilien in einer Linie, Querbalken mit den Buchstaben I D I, unteres Feld: offene Hand. Helmkleinod: Drachenkopf. Ende 16. Jahrhundert.
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Aufsatzkästchen aus dunklem Holz mit geschweifter Bedachung, an den Ecken delphinartige Ornamente. Kasten mit korinthisierenden Säulchen, innen fünfzehn Laden mit Mittelraum, an deren Türen Eisenbänder den kaiserlichen Adler in schönen Ätzungen tragen. 16. Jahrhundert, zweite Hälfte. Gute deutsche Renaissance älteren Typs.
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Armstuhl, Lehn- und Sitzfläche mit Intarsienarbeit dekoriert. 17. Jahrhundert.
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Geschnitzte Bettlade mit Ornamenten, Charakter 18. Jahrhundert; darauf große Decke mit zahlreichen Tiergestalten, Kriegern zu Pferd und zu Fuß, in der Mitte Pelikan auf weißem Fond mit gelber Seide gesteppt. 16. Jahrhundert, zweite Hälfte.
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Schreibkasten auf tischartigem Unterbau, darüber Aufsatzschrank samt Bekrönung. Laden und Füllungen mit Ornamentik späteren Renaissance-Charakters, vorne drei schwarz polierte Säulen. Datierung 1668, Brixen.
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Laute aus Ebenholz und Elfenbein, hölzerne Verkleidung des Schalllochs noch mit gotischem Maßwerk. Auf dem Steg ein ovales Perlmutterplättchen mit gravierten Darstellungen. Wappen der Freiherren von Fieger: H. S. F. Z. H., Anno 1675. Darunter das Urteil des Midas und Verse:
„Midas verachtet das Harfenspiel
Die Schalmei im viel besser gefiel,
Drum musste er haben Esels Ohren.“
Fünfter Saal
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Großer Wandschrank mit Aufsatz aus Zirbelholz, mit anderem Material eingelegt. Der architektonische Aufbau mit jonischen und korinthisierenden Säulchen und Blattkonsolen hat das Gepräge der einfachen, älteren Renaissance. Datiert 1620, aus Thalheim.
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Großer Aufsatzschrank aus Zirbelholz und anderen Holzsorten, architektonisch aufgebaut mit jonischen und korinthisierenden Pilastern, deren Schäfte reiches naturalistisches Blumenwerk bedecken. Die Füllungen teilweise mit Maserholz ausgekleidet und mittels Zinneinlagen umrahmt. 17. Jahrhundert, Ende. Aus Reutte.
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Geschnitzte Wiege aus dunklem Holz, an der Rückseite mit den Figuren des heiligen Josef, Maria und des Jesusknaben geziert, innen die Monogramme Christi und Mariens, an der Vorderseite die heraldisch gehaltenen Figuren eines Adlers und eines Löwen, dazwischen ein gekrönter Turnierhelm. 18. Jahrhundert, erste Hälfte.
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Chatouille, im Innern als Schreibnecessaire eingerichtet, aus verschiedenen Holzsorten. An den Flächen sind Reliefs, teils in der Naturfarbe des Holzes, teils gebeizt, angebracht. Diese stellen Blumen, Schlachtszenen und das Bild der Bellona von vorzüglicher Komposition dar, worin sich der Einfluss Lebruns und verwandter Meister erkennen lässt. Zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts.
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Tisch mit eingelegten Blumenornamenten samt sechs geschnitzten Stühlen. 17. Jahrhundert.
Dieser Raum zeichnet sich durch seine prächtige alte Täfelung aus, die aus Meran stammt. Die Wände sind mit Lambris und korinthisierenden Pilastern versehen; die beiden Türumrahmungen flankieren freistehende kannelierte Säulen. Die Türen selbst sind reich eingelegt und zeigen den Doppeladler in den Feldungen. Über der einen Tür das Monogramm Christi, über der anderen die Inschrift: „PETRVS HEID PFARRHERR“. In der sonst neuen Täfelung des Erkers die Jahreszahl 1691.
Im Fries oben vier Gemälde: Artemisia, Concordia, Flora, Cleopatra, Brustbilder, 17. Jahrhundert. Der Ofen ist aus zwei verschiedenen alten Exemplaren des 17. Jahrhunderts zusammengesetzt.
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Wandschrank, mit Fladerholz und Intarsien bekleidet, Ende 17. Jahrhundert.
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Hängeuhr aus getriebenem Silber. Augsburger Arbeit, Anfang 18. Jahrhundert.
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Tisch, eingelegt, mit Architekturen und einem Schachbrettplan, 18. Jahrhundert.
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Aufsatzschränkchen mit Lädchen und Mitteltür, vorne zwei gewundene Säulchen und eine allegorische Darstellung in Intarsie.
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Kommode mit eingelegter Arbeit und Fournierarbeit. Genrescenen, Gesellschaftsspiele, Tänze etc. im Kostüm der Theresianischen Zeit. Nussbaumholz. Holländische Arbeit?
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Bettlade, mit gelbem Holz eingelegt, darauf Blumen und Rokoko-Ornamente, teils gemalt.
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Geschnitzter Stuhl, 18. Jahrhundert.
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Stuhl mit Intarsiendekoration, 18. Jahrhundert.
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Wandschrank mit zwei Türen, in deren Füllungen Notburga, Georg und andere Heilige, am Fries jedoch tanzende Bauern in karikierter Darstellung. Ornament von ziemlich rohbarockem Typus, aus gebeiztem Holz eingelegt und forneirt.
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Wandschrank mit zwei Türen, mit Figuren und Ornamenten im Rokokogeschmack eingelegt und poliert. In den oberen Feldern zwei antik gewaffnete Krieger, einer mit einem Wappen (aufsteigendes Rehböckchen nach rechts), der andere mit dem verschlungenen Monogramm A M P unter einer Krone im Schild. Aus Castelruth.
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Tisch mit eingelegter Arbeit, auf der Platte eine Kampfscene darstellend. 18. Jahrhundert.
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Kassette, bemalt, mit figuralen Motiven im französischen Rokokostil. 18. Jahrhundert.
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Die Überzüge der Stühle sind in Gobelinstich aus bunter Wolle gestickt und zeigen Figuren in orientalisiertem Kostüm, von barockem Ornament umgeben. Aus Ampass bei Ambras.
Oratorium
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Holzskulpturen kirchlichen Gegenstands.
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Altarschrein aus der Kirche zu Pöggstall in Niederösterreich. Fünf heilige Frauen in freigeschnitzten Figuren. Erste Hälfte 16. Jahrhundert.
57, 58. Zwei Bischöfe, bemalte Holzfiguren, unter Lebensgröße. 16. Jahrhundert.
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Sitzende Figur des heiligen Nikolaus. Erste Hälfte 16. Jahrhundert.
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Relief, darstellend den Tod Mariens, bemalt. Aus der Gegend von Brixen. Anfang 16. Jahrhundert.
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St. Andreas und Bartholomäus. Relieffiguren. Ende 15. Jahrhundert, aus Dunkelstein in Niederösterreich.
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Reliefdarstellung, bemalt. Christus am Kreuz, am Fuß die ohnmächtige Maria. Um 1530.
63, 64. Maria und der Erzengel Gabriel (Verkündigung). Bemalte Figuren, Anfang 16. Jahrhundert. Aus Wiener Neustadt.
65, 66. Zwei Engel mit Marterwerkzeugen. Österreichische Schule des 15. Jahrhunderts.
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Figur einer Heiligen mit Kamm und Kanne in den Händen (Walpurgis?). Erste Hälfte 16. Jahrhundert.
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Kleiner Altarschrein mit Halbfiguren des leidenden Heilands und zweier Engel. Tiroler Schule des 15. Jahrhunderts.
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Gruppe von zehn Nonnen, als Votanten knieend dargestellt. Von einem Altarschrein. Tiroler Schule des 15. Jahrhunderts.
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Der heilige Nikolaus. Tiroler Arbeit, 18. Jahrhundert.
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Freie geschnitzte Figur der Madonna mit dem Kinde, auf dem Monde stehend. Aus Pöggstall in Niederösterreich. Anfang 16. Jahrhundert.
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Figur des Schmerzensmannes, unter Lebensgröße. Österreichische Schule, Ende 15. Jahrhundert.
73, 74. St. Vigilius und Rupertus. Bemalte Figuren unter Lebensgröße. Österreichische Schule des 16. Jahrhunderts.
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Altarschrein, unbemalt, mit der Darstellung der Krönung Mariens, dem Ecce homo und St. Magdalena. 15. Jahrhundert, aus Pöggstall in Niederösterreich.
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Reliquienbüste in Form eines gekrönten Jungfrauenhauptes. 15. Jahrhundert.
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Kleine Figur eines knieenden Ritters. 16. Jahrhundert, zweite Hälfte.
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Reliquienbüste mit dem Kopf der heiligen Katharina. 16. Jahrhundert, Mitte.
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Büste des heiligen Dionysius. 16. Jahrhundert, Mitte.
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Reliquienbüste eines heiligen Bischofs. 16. Jahrhundert.
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Figur des heiligen Johannes des Täufers, unter Lebensgröße. Österreichische Schule, Anfang 16. Jahrhundert.
82, 83. Zwei unbemalte Reliefs. Donatorenfamilien, von einem Altarschrein, um 1520.
Quelle: Albert Ilg und Wendelin Boeheim: Das k.k. Schloss Ambras in Tirol. Wien, 1882.
© Carsten Rau
