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Der Tod von Hektor und Achilles

Am nächsten Tag, nachdem Achilles sich Rüstung und Waffen angelegt hatte, kehrte er entschlossen in den Kampf zurück. Sein Ziel war es, Hektor zu stellen und den Tod seines geliebten Freundes Patroklos zu rächen. Achilles stürmte über das Schlachtfeld, bis er schließlich seinem Feind gegenüberstand, und es entbrannte ein tödlicher Kampf. Beide Krieger, jeder der tapferste Kämpfer seines Heeres, kämpften mit dem Mut der Verzweiflung. Achilles, der nach Rache für Patroklos dürstete, und Hektor, der wusste, dass das Schicksal Trojas maßgeblich von ihm abhängen würde.

Der Kampf war von einer furchtbaren Intensität. Er wurde von den Heeren beider Seiten mit angehaltenem Atem verfolgt, und sogar der alte Priamos sowie die Frauen von Troja verfolgten das Geschehen von den Mauern der Stadt aus. Trotz Hektors Mut und all seiner Geschicklichkeit war ihm das Schicksal bereits vorbestimmt. Schließlich fiel er unter den Schlägen des wütenden Achilles.

Vor den Augen beider Heere und Hektors trauernder Familie zog Achilles, von Zorn und Trauer übermannt, seinem besiegten Feind die Rüstung ab. Er band den Leichnam an den Füßen an seinen Streitwagen und schleifte ihn dreimal um die Mauern von Troja, bevor er ins Lager zurückkehrte, um in stiller Trauer um die Überreste von Patroklos zu trauern.

In jener Nacht, geführt von den Göttern, schlich sich der alte König Priamos heimlich ins griechische Lager. Er fand den Weg zu Achills Zelt, fiel ihm zu Füßen und bat ihn, ihm Hektors Leichnam zurückzugeben. Priamos wollte um seinen Sohn trauern und ihm die gebührenden Bestattungszeremonien zukommen lassen.

Achilles, tief bewegt von den Tränen des alten Mannes und der Größe seiner Bitte, hob Priamos freundlich auf, tröstete ihn mit sanften Worten und gab ihm nicht nur den Leichnam zurück, sondern versprach auch einen Waffenstillstand für mehrere Tage. In dieser Zeit sollten beide Heere ihre Toten in Frieden bestatten können.

Die Trauerfeiern wurden abgehalten, die Leichname wurden verbrannt, und die üblichen Spiele fanden statt. Doch als der Waffenstillstand endete, nahmen die Kämpfe ihren Lauf. Nach mehreren weiteren großen Schlachten fand auch Achilles sein Ende. Er wurde durch einen vergifteten Pfeil in der Ferse getötet, den Paris heimtückisch abgeschossen hatte.

Die trauernden Griechen bestatteten den großen Helden auf der weiten Ebene zwischen Troja und dem Meer. Dieser Ort wurde fortan von vielen besucht, die den mutigen Achilles verehrten, den unvergessenen Helden der Ilias.