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Die Rückkehr nach Babylon

Als Alexander den Hyphasis erreichte, hätte er den Fluss gern überquert und seine Eroberungen fortgesetzt. Doch seine Soldaten weigerten sich. Sie waren erschöpft von den langen Feldzügen, müde von den Gefahren und sehnten sich nach ihrer Heimat Makedonien zurück.

Widerwillig musste Alexander einsehen, dass er nicht weiterziehen konnte. Doch anstatt den Rückweg auf derselben Route anzutreten, ließ er eine Flotte bauen und segelte den Indus hinab bis zum Meer.

Die Griechen verfügten nicht über Karten wie wir heute, und ihre geografischen Kenntnisse waren begrenzt. Als Alexander das Meer erreichte, glaubte er, es müsse dasselbe sein, in das auch der Euphrat mündete.

Um Gewissheit zu erlangen, befahl er seinem Admiral Nearchos, die Küste entlangzusegeln und sie zu erkunden, während das Heer zu Fuß den Rückweg antrat. Alexander selbst blieb bei seinen Soldaten und führte sie auf einem neuen, beschwerlichen und gefährlichen Weg.

Die Makedonen mussten weite, glühend heiße Sandwüsten durchqueren und litten unter Durst und Erschöpfung. Doch Alexanders Beispiel gab ihnen Mut. Er teilte ihre Strapazen, ging stets zu Fuß voran und trug seine Rüstung selbst.

Als die Männer einmal fast vor Durst zusammenbrachen, fanden einige Soldaten etwas Wasser und brachten es Alexander. Doch er weigerte sich, zu trinken, solange nicht alle etwas abbekommen konnten. Vor den Augen seiner Truppe goss er das Wasser in den Sand und sagte, er werde sich erst erfrischen, wenn auch seine Männer trinken könnten.

Nach vielen Monaten voller Entbehrungen erreichte das Heer schließlich die Mündung des Euphrat, wo es auf die Flotte traf. Nearchos war in der Zwischenzeit die gesamte Nordküste des Indischen Ozeans entlang und den Persischen Golf hinaufgesegelt.

Er verfasste einen Bericht über diese bemerkenswerte Seereise – ein Werk von großer Bedeutung, denn es eröffnete einen neuen, günstigen Handelsweg in den Osten. Schon bald gründeten Menschen entlang dieser Route Kolonien und Handelsstationen und trieben regen Austausch mit den Ländern des Ostens.