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Die Schlacht von Ipsos

Nachdem Demetrios Rhodos nicht einnehmen konnte, wandte er sich Griechenland zu, um Kassander zu stürzen. Doch die anderen Könige, die seine wachsende Macht fürchteten, beschlossen, Kassander zu unterstützen. Sie stellten ein großes Heer auf und zwangen Demetrios, bei Ipsos in Kleinasien Halt zu machen und sich einer vereinten Streitmacht zu stellen.

Hier, nur zwanzig Jahre nach Alexanders Tod, trafen seine ehemaligen Feldherren in einer gewaltigen Schlacht aufeinander. Seleukos soll – wie einst König Porus – zahlreiche Kriegselefanten eingesetzt haben, was die Heftigkeit und Verwirrung des Kampfes noch verstärkte.

Antigonos, der Vater des Demetrios, fiel in der Schlacht, und Demetrios selbst wurde besiegt und nach Ephesos zurückgedrängt. Die Athener, die ihn in seinen glanzvollen Tagen als Freund und Verbündeten gefeiert hatten, wandten sich nun feige von ihm ab. Sie erklärten ihn sogar zum Feind und erließen ein Gesetz, das jeden mit dem Tod bedrohte, der ein gutes Wort über ihn verlor oder Frieden mit ihm schließen wollte.

Die Schlacht von Ipsos entschied das Schicksal von Alexanders Reich. Es wurde nun endgültig in vier große Reiche aufgeteilt:

Ptolemaios behielt Ägypten; seine Dynastie herrschte dort noch viele Generationen, bis das Land unter Kleopatra in römische Hände fiel.

Seleukos und seine Nachkommen, die Seleukiden, regierten das Perserreich – auch Syrien genannt – sowie das Gebiet zwischen Indus und Euphrat. Die Hauptstadt war zunächst Seleukia bei Babylon, später Antiochia, das zu einer der bedeutendsten Städte des Ostens wurde.

Lysimachos erhielt Thrakien, das jedoch bald in andere Hände überging.

Kassander blieb Herrscher über Makedonien.

Demetrios hingegen hatte zwar bei Ipsos ein Königreich verloren, doch gelang es ihm bald, ein neues zu erobern.

Zunächst wandte er sich in seinem Zorn gegen Athen und belagerte die Stadt. Die Athener fürchteten seine Rache, denn sie wussten, wie sehr sie ihn verraten hatten. Dennoch leisteten sie so gut wie möglich Widerstand, und die Belagerung zog sich über mehrere Monate hin.

Schließlich gingen die Vorräte aus, und die Bevölkerung litt unter schwerem Hunger. Am Ende mussten die Athener sich ergeben – und Demetrios zog triumphierend in die Stadt ein.