- 811 zu Barcelona, bei der Krönung des Grafen Zinofrc von Barcelona.
- 842 zu Strasbourg, von Karl dem Kahlen angesetzt.
- 935 zu Magdeburg, bei welchem Ernst von Grumbach Turniervogt der fränkischen Ritterschaft war.
- 936 zu Magdeburg, von Kaiser Heinrich I. angesetzt.
- 938 zu Speyer, von Kaiser Otto I.
- 942 zu Rothenburg an der Tauber, vom Herzog Konrad von Franken.
- 945 zu Konstanz, vom Herzog Ludwig von Schwaben.
- 968 zu Merseburg an der Saale.
- 996 zu Braunschweig.
- 1019 zu Trier an der Mosel, unter Konrad I.
- 1029 zu Trier; hier war Ritter Wilhelm von Cronberg Turniervogt.
- 1042 zu Halle an der Saale, unter Heinrich III.
- 1050 zu Augsburg, vom Herzog Hermann von Schwaben.
- 1118 zu Göttingen, wobei eine Gräfin von Gleichen, Gemahlin Rudolfs von Heldrungen, dem Ritter Ernst von Querfurt den zweiten Dank reichte.
- 1119 zu Göttingen.
- 1148 zu Lüttich, unter Graf Theoderich von Holland.
- 1165 zu Zürich, unter Herzog Welf von Bayern.
- 1168 zu Zürich.
- 1174 zu Beaucaire, unter Heinrich II. von England, woran 10.000 Ritter teilnahmen; bei diesem schenkte der Graf von Toulouse einem tapferen Ritter 100.000 Gold- und Silberschlüssel.
- 1174–1194 wurden unter Heinrich II. und Richard I. viele Turniere in England gehalten.
- 1175 in Sachsen, wo 16 Ritter auf dem Platz blieben, darunter auch Konrad, Sohn des Markgrafen Dietrich von Meißen, der dem Erzbischof Wichmann von Magdeburg das Begräbnis verweigerte.
- 1179 zu Köln, unter Graf Florenz von Holland.
- 1196 zu Zürich.
- 1198 zu Nürnberg.
- 1203 zu Morel, unter Philipp August.
- 1209 zu Worms, von der Gesellschaft zum Rheinstrome.
- 1216 zu London, bei der Krönung Ludwigs von Frankreich zum König von England, bei welchem viele Ritter blieben.
- 1235 zu Würzburg, von der Gesellschaft des Landes Franken.
- 1239 zu Nürnberg.
- 1240 zu Köln und Nürnberg; desgleichen zu Noyon, wobei 60 Ritter auf dem Platz blieben.
- 1241 zu Hereford in England, wo viele Ritter getötet und verwundet wurden; unter ihnen der Marschall Gilbert.
- 1267 zu Merseburg.
- 1274 zu Châlons, unter Eduard I. von England, wobei viele Ritter blieben; dies wird gewöhnlich der „kleine Krieg zu Châlons“ genannt.
- 1278 glänzendes Turnier zu Wien, von Kaiser Rudolf I. veranstaltet.
- 1279 zu Paris, wobei Robert, Graf von Clermont (Haupt des Hauses Bourbon), so viele Kolbenschläge erhielt, dass er zeitlebens daran litt.
- 1284 zu Regensburg, von der Gesellschaft des Landes Bayern.
- 1292 zu Hagenau.
- 1294 zu Schweinfurt, von der Gesellschaft von Franken.
- 1309 zu Boulogne, bei Vermählung Eduards II. von England mit Isabella von Frankreich; hier waren die Könige Philipp der Schöne, Ludwig von Navarra, Karl von Sizilien, Heinrich von Deutschland, drei Königinnen und 14 Königssöhne sowie die Blume der französischen, englischen und flandrischen Ritterschaft in großer Anzahl.
- 1311 zu Ravensburg, von der Gesellschaft von Schwaben; desgleichen zu Rostock, wo 400 Ritter anwesend gewesen sein sollen.
- 1315 zu Basel; 1318 zu Gabors.
- 1324 zu Königsberg, von den Deutschordensrittern.
- 1326 zu Konstantinopel, von französischen und italienischen Rittern, woran Griechen teilnahmen.
- 1330 zu Konstantinopel, von den Griechen.
- 1332 zu Rennes.
- 1335 glänzendes Turnier zu Valladolid.
- 1337 zu Ingelheim; 1338 ebendaselbst.
- 1342 zu Salisbury und drei Turniere zu London von Eduard III. von England.
- 1344 zu Paris, bei der Vermählung Philipps von Valois, wo der Graf von Eu, Raoul III., umkam.
- 1348 zu Rothenburg, bei welchem Kaiser Karl IV. selbst kämpfte.
- 1350 zu Mailand, von Visconti veranstaltet.
- 1353 zu Bern.
- 1357–1393 wurden in Frankfurt 13 Turniere gegeben.
- 1360 zu Petershagen; 1361 zu Nürnberg; 1362 zu Bamberg.
- 1364 zu Venedig, besonders merkwürdig.
- 1370 zu Marienburg, unter Winrich von Kniprode.
- 1374 zu Esslingen; 1380 zu St. Denis, von Karl VI.
- 1384 Judenturnier zu Weißenfels.
- 1389 zu Neapel, von Karl VI. von Sizilien; desgleichen zu Paris, bei der Vermählung Karls VI. von Frankreich mit Isabeau von Bayern.
- 1389 zu London, vom König Richard II.; 1392 zu Brügge.
- 1392 zu Schairhausen; 1394 zu Liegnitz.
- 1396 zu Regensburg; 1398 von den Herren von Alt-Limburg angesetzt; desgleichen zu St. Denis, unter Karl VI.
- 1400 zu Schairhausen, wobei ein Ritter von Egloffstein Grieswartel war.
- 1403 zu Darmstadt, wo Hessen und Franken so hitzig aneinander gerieten, dass eine sehr große Zahl starb.
- 1405 zu Thoren, von den Deutschrittern; 1410 zu Mantua; 1412 zu Regensburg; 1415 zu Paris, unter Karl VI.; 1410, 1411, 1413, 1417 von den Herren von Alt-Limburg.
- 1416 glänzendes Turnier zu Augsburg, wobei die Herzöge Wilhelm und Ernst von Bayern tüchtig stachen.
- 1433 zu Straubingen; 1434 zu Nürnberg; 1436 zu Stuttgart, sehr berühmt.
- 1439 zu Landshut, vom Pfalzgrafen Ludwig von Rhein.
- 1440 zu Speyer, vom Grafen Friedrich von Zweibrücken und Grafen Erich von Leiningen; 1440 zu Mantua; 1441 zu Venedig.
- 1442 zu Augsburg, wobei Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg nur mit Helm und Schild 17 Mal rannte, ohne heruntergestochen zu werden.
- 1446 bei Saumur, vom König René von Anjou; 1449 zu Tarascon, von demselben.
- 1450 zu Ferrara; 1451 zu Nürnberg, vom Markgrafen Albrecht von Brandenburg.
- 1467 zu Smithfield in England, vom Bastard von Burgund und Lord Scales angesetzt.
- 1468 prächtiges Turnier in Burgund bei der Vermählung des Grafen Karl von Charolais mit Margarethe von York.
- 1469 zu Florenz; 1470 zu Bologna; desgleichen zu Livorno.
- 1476 zu Eisenach, bei welchem Herzog Wilhelm von Sachsen mit Hans von Dornberg scharf ritt.
- 1477 zu Würzburg; 1478 hielt Herzog Albrecht von Sachsen zu Lübeck ein Turnier mit Ritter Johann Melzan auf dem Rathaus, der Herzog ritt geharnischt die steinerne Treppe hinauf und überwand den Ritter.
- 1479 zu Würzburg; 1480 zu Mainz; 1481 zu Heidelberg; 1484 zu Mantua, Stuttgart, Ingolstadt, Regensburg.
- 1485 zu Ansbach, Onolzbach; 1486 zu Ramberg; 1487 zu Regensburg und Worms.
- 1493 zu Sandricourt bei Pontoise.
- 1496 von der Stadt Nürnberg veranstaltet. 1496 wurde auf Veranlassung des Kurfürsten Friedrich und seines Bruders, Herzog Johann von Sachsen, ein Turnier in Erfurt veranstaltet, das bei einer Hitze von morgens bis abends 5 Uhr dauerte; 20 Ritter rannten je zwei aneinander mit scharfen Lanzen, dann mit Schwertern, zuletzt im Gesellenstechen alle aufeinander.
- 1497 zu Worms, Brügge, Kassel, bei der Vermählung des Landgrafen Wilhelm von Hessen mit Yolande von Lothringen.
- 1500–1519 jährliche Stechen der Nürnberger Plattner zur Fastnacht.
- 1500 zu Padua; 1507 zu Mailand, von Ludwig XII.
- 1509 zu Ruppin, von Joachim von Brandenburg.
- 1514 zu Paris, bei Vermählung Ludwigs XII. mit Maria von England.
- 1515 zu Florenz, großes Karussell; zu Kopenhagen, bei der Vermählung König Christierns von Dänemark mit Elisabeth von Spanien; zu Wien, von Kaiser Maximilian I. gehalten.
- 1517 zu Nancy.
- 1519 in Savoyen, unter Herzog Philibert dem Schönen; desgleichen zu Neuruppin, unter Joachim I. von Brandenburg; desgleichen zwischen Ardres und Guînes, von Franz I. und Heinrich VIII.
- 1532 zu Weimar; 1535 zu Heidelberg; 1536 zu Beval, vom Heermeister Bruggeney gegeben.
- 1538 zu Köchliz, vom Landgrafen Philipp von Hessen.
- 1539 zu Toledo; 1544 zu Nancy, unter Karl III. von Lothringen.
- 1549 zu Paris, bei Einzug Heinrichs II. und Katharina von Medici; desgleichen zu Binz in den Niederlanden, von Karl V. und Philipp von Spanien, wobei allein die Danse 5000 Kronen kostete; der kühnste und derbste Streich mit der Streitaxt brachte 500 Dukaten ein.
- 1559 zu Paris, bei der Vermählung Heinrichs II. mit Katharina von Medici, wobei der König fiel.
- 1560 zu Wien; 1565 ebenda, sehr glänzende Turniere.
- 1565 zu Rom, vom päpstlichen General Annibale Allaemps.
- 1568 zu Wien, vom Herzog Albrecht von Bayern; desgleichen zu Padua.
- 1569 zu Ferrara, vom Erzherzog Karl; 1570 zu Ferrara vom Prinzen von Urbino.
- 1579 zu Florenz, vom Großherzog Franz von Medici.
- 1581 zu Paris, sehr glänzend, unter Heinrich III.
- 1585 originelles Turnier der Kapellendorfer Bauern in Weimar; desgleichen glänzendes Karussell und Turnier zu Düsseldorf.
- 1588 zu Ascoli; 1592 zu Augsburg, ein Fussturnier in voller Kuirass, von den Fuggern gegeben.
- 1594 zu Bologna; 1596 romantisches Turnier zu Kassel, bei der Taufe der Tochter Landgraf Moritzens von Hessen, Prinzessin Elisabeth; desgleichen Ringrennen zu Kopenhagen, bei der Krönung König Christians IV.
- 1599 zu Bergamo.
- 1600 zu Bologna, vom Herzog Farnese von Parma.
- 1602 zu Turin, bei der Vermählung Ferrante Bentivoglio mit Beatrice d’Este.
- 1603 zu Pisa, vom Großherzog Cosimo von Medici; 1605 ebendaselbst, bei Vermählung des En. Piccolomini mit Catharina Adimari.
- 1608 zu Turin, Turniere und Karoussels der Herzöge von Mantua und Modena.
- 1609 und 1616 glänzende Ritterspiele unter Johann Friedrich von Württemberg.
- 1612 zu Frankfurt a. M., vom Kaiser Matthias; desgleichen zu Paris, Neapel, Ferrara.
- 1614 zu Baden, Stuttgart, Jena, Dessau, bei der Vermählung der Prinzessin Sophie von Anhalt-Dessau mit Herzog Georg Rudolf zu Liegnitz und Brieg.
- 1615 zu Florenz, vom Großherzog Cosimo II.
- 1616 zu Rom; desgleichen großes Ringrennen zu Halle; desgleichen zu London, bei Vermählung Karls I. mit Henriette von Frankreich; desgleichen zu Stuttgart von Johann Friedrich von Württemberg.
- 1619 zu Turin, bei Vermählung des Herzogs von Savoyen mit Christine von Frankreich; desgleichen zu Genua; desgleichen Quintan- und Ringrennen zu Toulouse.
- 1624 zu Ferrara, Fussturnier; 1626 ebendaselbst.
- 1627 zu Bordeaux, Quintan- und Ringrennen; desgleichen zu Nancy.
- 1628 zu Parma; 1632 zu Ferrara, zu Florenz; 1633 zu Turin; 1634 zu Bonn, Quintan- und Kopfrennen; 1635 zu Ferrara; 1638 ebenda; 1639 zu Bologna.
- 1642 zu Ferrara, Karoussels.
- 1644 zu Rom, unter Papst Pius IV.; desgleichen zu Raden, vom Markgrafen Georg Friedrich von Raden.
- 1654 zu Altenburg, Ringrennen.
- 1658 zu Frankfurt a. M., Fussturnier.
- 1662 zu Paris, Kopf- und Ringrennen; desgleichen zu Wien, prächtiges Kopfrennen.
- 1666 zu Turin; 1669 zu Rom, vom Connétable Colonna, in Gegenwart der Königin Christine von Schweden.
- 1675 Karoussel von Leopold I., wahrscheinlich in Wien.
- 1692 zu Torgau, Kopfrennen.
- 1719 zu München, großes Turnier.
- 1750 Turniere und Karoussels zu Berlin, Potsdam und Charlottenburg.
- 1793 Turnier in altdeutschem Kostüm zu Rudolstadt, veranstaltet vom Fürsten Ludwig, der sich dabei „den Schwarzburger“ nannte.
Quelle: Der Führer durch das Historische Museum zu Dresden, mit Bezug auf Turnier- und Ritterwesen und die Künste des Mittelalters.. Leipzig, 1850.
