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Burgundische Schmiedeeisenkunst im Repoussé-Stil. Italienische Schule.

Burgundische Schmiedeeisenkunst im Repoussé-Stil. Italienische Schule.
Burgundische Schmiedeeisenkunst im Repoussé-Stil. Italienische Schule.

Der ungezügelte Luxus jener Zeit, der sich bald darauf auf dem Feld des Goldbrokats zwischen Franz I. und Heinrich VIII. mit solcher Intensität entfalten sollte, ist allgegenwärtig, insbesondere aber bei Rüstungen und Pferdegeschirren. Es handelt sich um nichts anderes als Gewänder aus Seide und Samt in schimmernden Farben, bestickt mit Gold und verziert mit Edelsteinen; um nichts anderes als ziselierte Kürasse, verziert mit Reliefschnitzereien und damasziert mit Gold. Tafel 59 (Vorder- und Seitenansicht) zeigt ein herausragendes Beispiel italienischer Rüstungskunst des 16. Jahrhunderts.

 

Es handelt sich um einen Helm vom Typ Bourguignotte, gefertigt aus getriebenem Eisen. Er stellt einen Drachenkopf dar, dessen weit geöffnetes Maul, verziert mit hakenförmigen Zähnen, das Gesicht des Kriegers schützt. Das wohlgeformte Auge, überragt von einer Augenbraue, die sich in einen hakenförmigen Flügel erstreckt, harmoniert perfekt mit den Schuppen auf dem Helmkamm und den Dornen an seinem Rand. Alle Elemente tragen dazu bei, diesem Rüstungsteil einen wilden Charakter zu verleihen, der seinem Zweck vollkommen entspricht.


Quelle: Les monstres dans l'art; êtres humains et animaux bas-reliefs, rinceaux, fleurons, etc. Accompagnés de 432 planches ou figures