
1. Dolch, 13.–14. Jahrhundert
Die breite, allmählich sich verjüngende Klinge ist flach und besitzt eine ca. 6 cm lange Rinne. Marken fehlen. Die eiserne Parierscheibe ist an den Enden verdickt und leicht der Klinge zugebogen;
sie zeigt Spuren von Zinnbelag. Die Knaufscheibe besteht ebenfalls aus Eisen; sie ist etwas größer und stärker gebogen. Der Maserholzgriff ist vollständig erhalten.
Fundort: Montillier
Maße: Länge 32 cm, Klingenlänge 20,3 cm, Klingenbreite 4,9 cm
Gewicht: 270 g
Inventar-Nr.: 895. Eigentum der Burgergemeinde.
Abgebildet.
2. Dolch, 15. Jahrhundert
Starke, große Form. Auf einer Seite der sehr starken Gratklinge ist die nebenstehende Marke eingeschlagen und mit Zinn ausgelegt. Die eisernen Parier- und Knaufscheiben sind einander zugebogen;
erstere ist bedeutend größer. Das Griffholz ist vollständig erhalten, Maserholz.
Fundort: unbekannt
Maße: Länge 44,6 cm, Klingenlänge 28,6 cm, Klingenbreite 3,6 cm
Gewicht: 370 g
Abgebildet.
3. Dolch, Übergangsform, 15. Jahrhundert
Die starke Gratklinge mit scharfer Spitze besitzt auf einer Seite eine ursprünglich mit Metall ausgelegte Marke. Parier- und Knaufscheibe aus Eisen. Beide sind stark gebogen; die Knaufscheibe ist
mit einem Kamm versehen. Griff aus Eschenholz.
Fundort: unbekannt
Inventar-Nr.: 3845 (Sammlung Challande)
Maße: Länge 46 cm, Klingenlänge 31,6 cm, Klingenbreite 3,3 cm
Gewicht: 325 g
Abgebildet.
4. Dolch, Übergangsform, 15. Jahrhundert
Breite Gratklinge ohne Marke. Die eisernen Parier- und Knaufscheiben sind einander zugebogen, zur Aufnahme des Ahorn-Griffholzes ausgeschnitten und mit einem Kamm versehen.
Inventar-Nr.: 218. Eigentum des Staates
Maße: Länge 52,4 cm, Klingenlänge 36,7 cm, Klingenbreite 3,8 cm
Gewicht: 394 g
Abgebildet.
5. Dolch, Übergangsform, 15. Jahrhundert
Die lange, schmale Gratklinge ohne Marke ist am Griff ausgebrochen. Das Griffholz ist beinahe vollständig erhalten geblieben. Parier- und Knaufscheiben fehlen.
Fundort: unbekannt
Inventar-Nr.: 847. Eigentum der Burgergemeinde
Maße: Länge 52,7 cm, Klingenlänge 38 cm, Klingenbreite 3,8 cm
Gewicht: 295 g
Abgebildet.
6. Dolch, Übergangsform
Die starke Gratklinge zeigt auf einer Seite die nebenstehende Marke. Der originelle Griff besitzt eine dünne, leicht gebogene Parierscheibe mit zwei durchgehenden Nieten, welche konische Knöpfe
tragen. Die Knaufscheibe ist gerade, mit klammerartig gebogenen Enden und zwei rechteckigen Ausbuchtungen in der Mitte, denen sich das geschnittene Griffholz anpasst; zwei konische Nietköpfe. Das
Griffholz besteht aus drei Teilen.
Fundort: unbekannt
Maße: Länge 50,5 cm, Klingenlänge 36,8 cm, Klingenbreite 3,7 cm
Gewicht: 333 g
Abgebildet.

7. Dolch, Übergangsform, 15. Jahrhundert
Die lange Gratklinge ist unbezeichnet. Der Griff ist in leicht zueinander gebogenen, dünnen eisernen Parier- und Knaufscheiben gefasst. Das Griffholz ist beschädigt.
Fundort: unbekannt
Inventar-Nr.: 862. Eigentum der Burgergemeinde
Maße: Länge 50,7 cm, Klingenlänge 38 cm, Klingenbreite 3,1 cm
Gewicht: 362 g
8. Degen, 15. Jahrhundert
Die unbezeichnete Gratklinge besitzt einen kurzen Ansatz. Die eisernen Parier- und Knaufscheiben sind zueinander gebogen, zur Aufnahme des Griffholzes ausgeschnitten und mit einem Kamm versehen.
Das Griffholz ist nur in Bruchstücken erhalten geblieben. Von der Scheide ist das eiserne Mundblech vorhanden.
Fundort: unbekannt
Maße: Länge 74,3 cm, Klingenlänge 60 cm, Klingenbreite 3,1 cm, Länge des Ansatzes 2,8 cm
Gewicht: 391 g
Abgebildet.
9. Degen, 15. Jahrhundert
Die starke, unbezeichnete Gratklinge besitzt einen kurzen Ansatz, der unvermittelt in die Klinge übergeht. Vor dem schlanken Griff ist das Griffholz vollständig erhalten; von den zueinander
gebogenen eisernen Parier- und Knaufscheiben ist je ein Fragment erhalten geblieben.
Fundort: unbekannt
Maße: Länge 62,9 cm, Klingenlänge 48 cm, Klingenbreite 3,5 cm, Länge des Ansatzes 3 cm
Gewicht: 368 g
Abgebildet.
10. Degen, 15. Jahrhundert
Die schmale Gratklinge besitzt einen kurzen Ansatz und ist auf einer Seite mit der nebenstehenden, tief eingeschlagenen Marke bezeichnet. Die eisernen Knauf- und Parierscheiben sind einander
klammerartig zugebogen, mit Vertiefungen zum Einpassen des Griffholzes versehen und an den Außenseiten mit einfach geschnittenem Strickwulst verziert. Die etwas breitere Parierscheibe läuft gegen
die Klinge in eine stumpfe Spitze aus. Beide Scheiben besitzen eiserne Nieten zur Befestigung des fast vollständig erhalten gebliebenen Maserholzgriffes.
Fundort: unbekannt
Maße: Länge 71 cm, Klingenlänge 56,2 cm, Klingenbreite 3,4 cm, Länge des Ansatzes 2,2 cm
Gewicht: 413 g
Abgebildet.
11. Degen, 15. Jahrhundert
Die sehr lange und flache, zu beiden Seiten des schwachen Mittelgrates leicht gekehlte Klinge ist unbezeichnet und besitzt einen kurzen Ansatz. Die Spitze ist abgebrochen. Der Griff mit den
zueinander gebogenen eisernen Parier- und Knaufscheiben sowie dem knorrigen Griffholz ist vollständig erhalten.
Fundort: Petersinsel
Inventar-Nr.: 845. Eigentum der Burgergemeinde
Maße: Länge 83 cm, Klingenlänge 66,9 cm, Klingenbreite 3,3 cm, Länge des Ansatzes 3,3 cm
Gewicht: 482 g
Abgebildet.
12. Degen, Anfang des 16. Jahrhunderts
Die unbezeichnete Klinge mit kurzem, flachem Ansatz besitzt einen flachkolbigen Querschnitt. Parier- und Knaufbalken bestehen aus Messing und sind zueinander gebogen. Beide sind graviert und
zeigen von Arabesken eingerahmte Inschriften in gotischen Majuskelbuchstaben:
Knauf: MARIA H
Parierbalken: MARIA HILF VNS
Auf der anderen Seite, korrumpiert:
Parierbalken: MARIA HILIVN
Heft (Degen oder Schwertbestandteil)
Das Heft besteht aus Horn und besitzt in der Mitte jeder Seite eine Längsrinne.
Inventar-Nr.: 218.4. Eigentum des Staates
Maße: Länge 60,9 cm, Klingenlänge 47,2 cm, Klingenbreite 3 cm, Länge des Ansatzes 4 cm
Gewicht: 369 g
Abgebildet.

Heft (Degen oder Schwertbestandteil)
Das Heft besteht aus Horn und besitzt in der Mitte jeder Seite eine Längsrinne.
Inventar-Nr.: 218.4. Eigentum des Staates
Maße: Länge 60,9 cm, Klingenlänge 47,2 cm, Klingenbreite 3 cm, Länge des Ansatzes 4 cm
Gewicht: 369 g
Abgebildet.
14. Schwert, 15. Jahrhundert
Die breite, kräftige Klinge besitzt einen langen, flachen Hohlschliff, in welchem auf beiden Seiten zwei Marken in Messingtausia zu sehen sind. Durch die breite Angel gehen vier starke Nieten,
welche das fast vollständig erhaltene Griffholz festhalten. Die ovale Knaufscheibe ist nicht gebogen; die oberen Ausbuchtungen des Griffholzes sind an ihr mit zwei Nieten befestigt. Die
Parierscheibe fehlt. Der hintere Teil der Klinge ist unter dem Griff verborgen.
Fundort: unbekannt
Maße: Länge 68 cm, Klingenlänge 54,5 cm, Klingenbreite 4,8 cm
Gewicht: 573 g
Abgebildet.
15. Schwert, 15. Jahrhundert
Die sehr breite, flache Klinge besitzt einen gerade verlaufenden Rücken, der in der vorderen Hälfte beidseitig zugeschliffen, in der hinteren auf einer Seite von einer schmalen Rinne begleitet
ist. Der Rücken ist teilweise ausgebrochen. Marken fehlen. An dem Griffholz ist die dünne, leicht gebogene eiserne Parierscheibe mit zwei Nieten befestigt. Die Knaufscheibe fehlt. Von der Scheide
ist das unverzierte silberne Mundstück erhalten geblieben.
Fundort: Murtensee
Inventar-Nr.: 4313
Maße: Länge 78,5 cm, Klingenlänge 61,5 cm, Klingenbreite 5 cm
Gewicht: 694 g
Länge des Scheidenfragments: 3,8 cm
Abgebildet.
16. Schwert, 15. Jahrhundert
Der gerade verlaufende Rücken der sehr breiten Klinge ist in der vorderen Hälfte beidseitig zugeschliffen. Auf der einen Klingenseite sind die nebenstehenden Marken in Zinn eingelegt. Vom Griff
ist die dünne, eiserne, leicht gebogene Parierscheibe mit genau abgepasstem Klingenschlitz erhalten, ebenso das Griffholz, während die Knaufscheibe fehlt.
Fundort: Neuenburgersee
Inventar-Nr.: 1276
Maße: Länge 81 cm, Klingenlänge 65,3 cm, Klingenbreite 5,8 cm
Gewicht: 629 g
Abgebildet.
Quelle: Jahresbericht des Historischen Museums in Bern Band - (1910)
