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Die Bedeutung des gotischen Streitkolbens als Waffe und als Würdezeichen

Fig. 1. Gotische Streitkolben vom 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts.
Fig. 1. Gotische Streitkolben vom 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts.

Von Regierungsrat Dr. Walther Rose in Berlin.

 

Zu den beliebtesten Kurzwaffen, welche im Nahkampf wirksame Verwendung fanden, gehört von altersher der Streitkolben. Derselbe erscheint, von der einfachen Keule als der ältesten Waffe angefangen, im Laufe der Jahrhunderte im westlichen Europa1 in immer abwechslungsreicherer und mannigfaltigerer Gestalt, bis wir ihn zur Zeit des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts, der Blütezeit der edlen Waffenschmiedekunst, in seiner schönsten Formvollendung und edelsten Gestaltung, in der reinen gotischen Gliederung des sog. Kürissbengels (Faustkolben) erblicken.

 

Den Kopf desselben finden wir ringsherum gewöhnlich mit sechs bis acht Schlagblättern besetzt, die, dem Stil der Zeit entsprechend, in mehr oder minder vorspringende Zacken auslaufen, welche letztere wieder in Dreipass- oder Fischblasenform durchbrochen sind. Oft sind auch die Spitzen der Hiebkanten sehr geschmackvoll in Sternform gezähnt oder zierlich in Lilienform geschmiedet, so dass es scheint, als ob die kunstfertigen Waffenschmiede jener streitbaren Zeit gerade dieser Waffe ihre besondere Fürsorge haben angedeihen lassen.2

 

In umstehender Abbildung (siehe Fig. 1) gestatten wir uns mehrere charakteristische Exemplare derartiger gotischer Streitkolben aus der Sammlung des Verfassers zu veröffentlichen und dieselben mit kurzen erläuternden Worten zu begleiten.

 

Nr. 1 und Nr. 2 sind miteinander fast gleich. Der Kopf des achteckigen Schaftes zeigt acht Schlagblätter mit kurzen Ansätzen und größeren Vorsprüngen in der Mitte, letztere durch Löcher in Kleeblattform durchbrochen. Die Spitze in Gestalt einer Eichel. Zum Schutz des lederüberzogenen Handgriffs ein runder gekerbter Handteller mit Loch für den Faustriemen. Am unteren Ende des Schaftes auf beiden Kolben zweimal die viereckig tief ins Gesenk geschlagene Waffenschmiedemarke in Form eines W ähnlich der Marke des Wilhelm von Worms (siehe Boeheim, Handbuch der Waffenkunde). Gesamtlänge: 62 bzw. 56 cm. — Gewicht: je 1,600 kg.

 

Nr. 3 ist in seiner äußeren Form den vorigen sehr ähnlich, doch zierlicher gearbeitet. Der Schaft ist gedreht, der Kopf hat nur sechs Schlagblätter, der Handteller mit eingehauenem Ornament und Loch für den Faustriemen. Gesamtlänge: 53 cm. — Gewicht: 0,760kg.

 

Nr. 4 besitzt einen Kopf mit profilierter Spitze und sechs nach der Mitte eckig vorspringenden, ausgezackten und sternförmig durchbrochenen Schlagblättern, welche sich weit nach unten verjüngen und auf einer kleinen Scheibe stehen. Der Schaft oben und unten vierkantig, in der Mitte rautenförmig mit Auskehlungen. Der gezackte Handteller sechsfach durchbrochen. Gesamtlänge: 54cm. — Gewicht: 1,250kg.

 

Nr. 5 zeigt einen gedrehten Schaft, der Kopf mit sechs durchbrochenen Schlagblättern in Sternform gezackt. Die Spitze eichelförmig, der gekerbte Handteller mit Loch für den Faustriemen. Diese Waffe scheint im ernsten Kampf gebraucht worden zu sein, da einzelne der größeren Zacken an den Spitzen lädiert sind. Gesamtlänge: 54cm. — Gewicht: 0,760kg.

 

Nr. 6 hat einen Kopf mit Eichelspitze und sechs nach der Mitte eckig ausladenden und geschwungenen Schlagblättern, welche ausgezackt und in Sternform durchbrochen sind. Der Schaft ist gedreht, der gekerbte Handteller mit Loch für den Faustriemen. Gesamtlänge: 49 cm. — Gewicht: 1 kg.

 

Nr. 7 und Nr. 8 sind in der Form einander sehr ähnlich. Der Kopf des gedrehten Schaftes mit sechs großen Schlagblättern von ovaler Form mit Auskehlungen und Durchbrechungen. Die Spitze eichelförmig, der Handteller rund bzw. sechskantig und zierlich durchbrochen, mit Loch für den Faustriemen. Gesamtlänge: 45 bzw. 49 cm. —Gewicht: je 0,760 kg.

 

Nr. 9 besitzt einen Kopf mit gedrehter Spitze und sechs Schlagblättern in Gestalt der Nr. 7 und 8. Der mit spiralförmigen Einkerbungen verzierte Schaft nebst dem Griff aus einem einzigen starken und hohlen Stahlrohr bestehend, an welcher der vielfach durchlöcherte Handgriff durch gekerbte runde Wulste abgeteilt ist. Gesamtlänge: 42 cm. — Gewicht: 0,760kg.

 

Nr. 10 hat einen Kopf mit sechs Schlagblättern von oben ovaler und durchbrochener, in der Mitte halbmondähnlich ausgezackter Form. Der mit spiralförmigen Einkerbungen verzierte Schaft sowie der Griff ebenfalls wie Nr. 9 aus einem einzigen hohlen Stahlrohr bestehend, wobei jedoch der durch gekerbte runde Wulste abgeteilte Handgriff durch ein dickes, schlangenartig sich herumwickelndes Eisenband geschmückt ist. Gesamtlänge: 45 cm. — Gewicht: 1 kg.

 

Nr. 11 endlich zeigt einen kleinen runden Kopf nach Art eines Morgensterns mit zehn kurzen stumpfen Stahlspitzen. Der Schaft kunstvoll zweimal abwechselnd vierkantig und rautenförmig mit Auskehlungen geschmiedet. Für den Faustriemen ist hier das untere Ende des Schaftes selbst durchlocht. Der Handteller in Lilienform ausgezackt und durchbrochen. Es ist dies ein zierliches, an italienische Motive erinnerndes Stück.

 

Gesamtlänge: 50cm. — Gewicht: 0,600kg.

 

Sämtliche Exemplare, welche aus der Umgebung von Ulm stammen, bestehen aus blankem Stahl bzw. härtestem Eisen und zeigen mit Ausnahme der Nr. 11 an den Köpfen, zum Teil auch an den Schäften die Spuren ehemaliger reicher Verkupferung, was einen überaus farbenprächtigen Eindruck gewährt.

 

Trotz der Mannigfaltigkeit der einzelnen Formen und der Verschiedenheit der Länge — von 62 bis 42 cm — ist doch die Ähnlichkeit des Gewichts auffallend, welches bei zwei Exemplaren je 1,600 kg, bei zwei anderen je 1 kg und bei fünf je 0,760 kg beträgt.

 

Die unter Nr. 1 und 2 genannten schweren Kolben, denen in der äußeren Form Nr. 3 gleicht, stellen in ihrer rein gotischen Gliederung den Prototyp des gemeinen deutschen Kürissbengels dar. Es ist dies jene Form, welche am meisten ihrem eigentlichen Zweck entspricht, nämlich um den immer mehr in Aufnahme kommenden und für eine Schwert- oder Beilschneide fast undurchdringlichen Plattenharnischen gegenüber als geeignete Angriffswaffe zu dienen.

 

Ein kräftiger Hieb mit einem solchen, ganz aus Stahl bestehenden und infolge der starken Schlagblätter ein bedeutendes Übergewicht besitzenden Kürissbengel musste beim Aufschlagen der stumpfen Spitzen der Hiebkanten eine zerschmetternde Wirkung ausüben, der auch die beste Plattenpanzerung nicht standhalten konnte.3

 

Übrigens muss derselbe bereits am Ende des 14. Jahrhunderts, also beim ersten Erscheinen der Plattenharnische, bekannt gewesen sein. So berichtet Gobelin Persona (Aetas VI, C. 83), «dass im Jahre 1390 der neue Bischof von Paderborn, Ruprecht, ein junger und kühner Mann, sein Amt angetreten und gegen das räuberische Unwesen der Edelleute Westfalens strenge Maßregeln ergriff. An der Spitze der Räuber stand Friedrich von Pathberg, der sich und seine Genossen «Bengeler» nannte, weil sie silberne Streitkolben, Bengel, auf der Brust trugen. Der Bischof trieb diese Gesellen zu Paaren».4

 

Die kurze handliche Form dieser Waffe ließ sie besonders für den Reiter geeignet erscheinen, und so führte sie denn auch mit Vorliebe der adlige Reiter während des 15. und 16. Jahrhunderts bei sich, entweder mit dem Faustriemen rechts am Sattelknopf oder ebendort in einer Lederschleife schräg nach unten hängend. Trefflich veranschaulicht dies die Abbildung bei Viollet-le-Duc, Seite 214/215, »Parement d’un Chevalier».

 

Während der in seiner Bewegung nicht behinderte gemeine Fußknecht in dieser Zeit den größeren und wuchtigeren Morgenstern bevorzugte, galt somit der Kürissbengel als eine speziell ritterliche Waffe. Wir erblicken daher denselben, der auch das Attribut der Heiligen Fidelis, Nikomedes und Vitalis bildet, auf zahlreichen Abbildungen und Wappen, insbesondere auch auf Grabsteinen in den Händen ritterlicher Personen. In letzter Hinsicht bietet sehr schöne Beispiele die besonders an gotischen Denkmälern reiche Pfarrkirche zu Lorch am Rhein, im Mittelalter der Sitz zahlreicher Adliger mit einer Ritterschule («Schuljunkerschaft»), sowie Aufenthaltsort Sickingens.

 

Hier erkennt man diese gotische Form des Streitkolbens auf den Grabsteinen des Johann von Breitenbach, Herrn zu Ollbrück, gest. 1511 (siehe Fig. 2), sowie des Johann von Eschbach, Schultheiß, gest. 1513 (siehe Fig. 3).5

 

Es ist erklärlich, dass eine solche speziell für den Kampf gegen Plattenharnische geeignete Waffe auch in den Fußturnieren eine bedeutende Rolle spielen musste, bei denen bekanntlich die Ausbildung der undurchdringlichen Plattenpanzerung ihren höchsten Grad erreichte.6

 

In den Darstellungen des Freydal7 sehen wir dementsprechend nicht weniger als dreimal — auf den Tafeln 63, 75 und 230 — einen Fußkampf des Kaisers Maximilian mit «Herrn Melichior (Melhior) von Massmunster, Sigmund Stadel (Stödl) und Leonhart Godel (Gödl)», in welchem sich beide Kämpfer derartiger Eisenkolben in Form der Kürissbengel sowie hölzerner Tartschen bedienen (siehe Fig. 4).8 Nach den bisherigen Ausführungen muss es nun befremdlich erscheinen, dass eine nicht unerhebliche Anzahl der noch erhaltenen Streitkolben auffallender Weise für ihren direkten Zweck — als Angriffswaffe gegen Geharnischte zu dienen — ziemlich schwach im Metall und daher verhältnismäßig leicht sind, so dass sie beim Gebrauch gegen Plattenpanzerung schwerlich eine durchschlagende Wirkung erzielen konnten.

 

1Die orientalischen Streitkolben und die denselben von den Magyaren und den slawischen Völkern entlehnten ähnlichen Formen lassen wir in diesem Artikel zunächst außer Betracht.

 

2Siehe insbesondere in dem Werk: Engraved Illustrations of antient arms and armours from the Collection of Llewelyn Meyrick at Godrich Court. Herfordshire etc. (London 1833) auf Tafel 82 die mannigfaltigen Formen gotischer Streitkolben aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

 

3Die dadurch verursachten Quetschwunden hießen die «amesiere», vom mittellateinischen «amassare», d. h. mit der Keule (massa) schlagen. Siehe Jähns, Entwicklungsgeschichte der alten Trutzwaffen (Berlin 1899), Seite 160, Anm. 1.

 

4Siehe Klemm, Die Werkzeuge und Waffen, ihre Entstehung und Ausbildung (Sondershausen 1858), Seite 130. — Ein Seitenstück zu diesen nach den Kürissbengeln benannten «Bengelern» bildet der nach den schlägelförmigen Hämmern benannte, seit 1367 bestehende «Schläglerbund» der schwäbischen Ritterschaft, der sog. Martinsvögel, dessen Zweck war, sich gegen den Kaiser und die Reichsstädte zur Wehr zu setzen. Siehe Boeheim a. a. O. Seite 363.

 

5Siehe Demmin, Die Kriegswaffen, 4. Aufl. (Leipzig 1893), Seite 421; sowie ebenderselbe, 1. Ergänzungsband hierzu (Wiesbaden), Seite 92. — In dem erstgenannten Werk bringt Demmin auf Seite 786 unter Nr. 41/1 im Einzelnen die Abbildung des gleichen Kürissbengels mit der Angabe: «Streitkolben vom Grabdenkmal des Johann Marschalk von Waldeck, gest. 1364, in der Pfarrkirche zu Lorch am Rhein. Auf den in derselben Kirche befindlichen Grabdenkmälern des Johann von Eschenbach, gest. 1513 (unrichtig ist die Jahreszahl 1493 angegeben), und des Johann von Breitenbach, gest. 1511, sind ganz ähnliche Kolben in den Händen der abgebildeten Ritter dargestellt, was voraussetzen lässt, dass sowohl schon im 14. wie bis ins 16. Jahrhundert hinein in dortiger Gegend der Sattelkolben eine beliebte Reiterwaffe war.» Bei der auf Seite 400 desselben Werkes gegebenen Darstellung des Grabdenkmals des erstgenannten Marschalk von Waldeck, welche die charakteristische Ausrüstung und Bewaffnung des 14. Jahrhunderts zeigt, ist aber ein derartiger Streitkolben nicht zu erblicken.

 

6Wir reproduzieren hier nur die erstgenannte Tafel 63, da auf den beiden anderen Tafeln sich die Kämpfer genau derselben Kolben bedienen.

 

7Der Sattelkolben wurde nach Dillichs Kriegsbuch (Frankfurt 1607) noch zu Anfang des 17. Jahrhunderts von den Kürassieren geführt. Nach den Abbildungen daselbst zeigt er jedoch bereits sehr kleine und künstlich verschnörkelte Schlagblätter. Siehe auch Jähns, Atlas zur Geschichte des Kriegswesens, Tafel 82, Nr. 7.

 

8Die sog. Kolbenturniere zu Ross können hierbei nicht in Betracht kommen, da der in denselben gebrauchte Kolben lediglich aus hartem Holz in Form einer mehrkantigen Keule bestand. Siehe Boeheim a. a. O. Figur 611.

 

Fig. 2. Grabdenkmal des Johann von Breitenbach, Herrn zu Ollbrück (gest. 1511) in der Pfarrkirche zu Lorch a. Rh. (Nach Demmin, 1. Ergänzungsband, S. 92.)
Fig. 2. Grabdenkmal des Johann von Breitenbach, Herrn zu Ollbrück (gest. 1511) in der Pfarrkirche zu Lorch a. Rh. (Nach Demmin, 1. Ergänzungsband, S. 92.)
Fig. 3. Grabdenkmal des Johann von Eschbach, Schultheiß (gest. 1513) in der Pfarrkirche zu Lorch a. Rh. (Nach Demmin, Die Kriegswaffen, 4. Aufl., S. 421.)
Fig. 3. Grabdenkmal des Johann von Eschbach, Schultheiß (gest. 1513) in der Pfarrkirche zu Lorch a. Rh. (Nach Demmin, Die Kriegswaffen, 4. Aufl., S. 421.)
Fig. 4. Fußkampf des Kaisers Maximilian mit Melchior von Maßmunster. (Nach Quirin v. Leitner, Freydal, Tafel 63.)
Fig. 4. Fußkampf des Kaisers Maximilian mit Melchior von Maßmunster. (Nach Quirin v. Leitner, Freydal, Tafel 63.)

Insoweit hierbei Exemplare aus der späteren Zeit, d. h. etwa von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts an gerechnet, in Betracht kommen,1 lässt sich dieser Umstand zu einem Teil damit erklären, dass der Streitkolben zu jener späteren Zeit nur noch traditionell zur Ausrüstung gehörte. Hatte doch diese Schlagwaffe bei der allmählichen Abnahme der Plattenharnische ihren eigentlichen Zweck verloren. Wenn sie daher auch noch am Sattel mitgeführt wurde, so gelangte sie im Ernstfall wohl kaum mehr zur Anwendung, wenigstens nicht mehr gegen schwer Geharnischte, zumal sie bei der Reiterei durch die in dieser Zeit allgemein in Aufnahme kommenden und viel wirksameren Faustrohre immer mehr verdrängt wurde.

 

Indessen auch unter den gotischen Streitkolben der älteren Zeit, d. h. im 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, also gerade zur Blütezeit der Plattenharnische, sind derartig leicht gearbeitete Exemplare nicht selten.

 

So zeigen z. B. von den hier bei Fig. 1 abgebildeten Kolben die Nr. 7 und 8 — von dem zierlich gearbeiteten Exemplar Nr. 11 ganz abgesehen — neben dem geringen Gewicht von je 0,760 kg auch verhältnismäßig schwache Schlagblätter im Vergleich zu deren Größe und Breite. Dasselbe gilt auch für Nr. 3 gegenüber den schweren Kürissbengeln Nr. 1 und 2. Eine Erklärung für die Herstellung solcher frühzeitig-gotischen, in ihrer äußeren Gestalt wohl kunstreicheren, aber im Ernstfall kaum brauchbaren Exemplare — und das gilt auch zum anderen Teil für ähnliche Kolben der späteren Zeit — finden wir in der anderweiten, hier nunmehr in Betracht zu ziehenden Zweckbestimmung dieser Kolben, nämlich in der Bedeutung derselben als Würdezeichen und als Prunkwaffe.

 

War es doch schon von altersher Sitte geworden, dass nicht nur höhere Befehlshaber, sondern auch mächtige Herrscher und selbst Kaiser ebenso wie den Kommando- und Herrscherstab, so auch den Streitkolben als Zeichen ihrer Würde, gleichsam als Zepter, führten2 und sich auch mit diesem zepterartigen Abzeichen, dem sog. «Regiment» in der Hand, mit Vorliebe bildlich darstellen ließen. Diese Sitte erhielt sich bis über das Mittelalter hinaus, so dass noch im Jahre 1600 Landgraf Moritz von Hessen ausdrücklich empfiehlt, die Disziplinarstrafe «manu magistratus» mit dem Zepter oder «Regiment» vorzunehmen, denn dies sei in keiner Weise schimpflich.3

 

Alle diese Kolben lassen dann aber bereits in ihrer äußeren Erscheinung, durch ihre zierliche Gestaltung und künstlerische Ausschmückung, sowie auch durch die Beschaffenheit des oft recht kostbaren Metalls, aus dem sie verfertigt sind, erkennen, dass wir in ihnen weniger eine Waffe für den Ernstfall, als hauptsächlich ein Prunk- und Würdezeichen des jeweiligen Inhabers zu erblicken haben.

 

1Quirin von Leitner, Freydal, des Kaisers Maximilians I. Turniere und Mummereien. (Wien 1880—1882.) Siehe die Einleitung Band I, Seite LXXXVI und XCVIII, sowie Band II, Seite LXXX.

 

2Ein Pendant zu dieser Erscheinung sehen wir z. B. in eben jener Zeit auch bei dem langstachligen Faust- oder Reiterhammer, welcher in den Kürassier-Regimentern Maximilians I. allgemein von den Rottmeistern zugleich als Waffe und Würdezeichen getragen wurde. Siehe Boeheim a. a. O. Fig. 432, Seite 366. — Selbst die Axt erscheint bereits in der ältesten Zeit auch als bloßes Würdezeichen ohne Möglichkeit irgendwelcher Brauchbarkeit, und zwar in kostbarster Ausführung. So besitzt das Kaiserliche Antikenkabinett zu Wien ein in Siebenbürgen gefundenes, 28 Lot schweres Beil von gediegenem Gold, dessen eigenartige Form sonst auch in Bronze vorkommt, das aber an sich natürlich lediglich wie ein Zepter gebraucht worden sein kann. Siehe Jähns, Entwicklungsgeschichte, Seite 143, nebst der Abbildung daselbst Tafel IV, Nr. 7.

 

3Siehe Jähns, Entwicklungsgeschichte, Seite 160, Anm. 5, sowie Seite 155. — In Ungarn und Polen blieb der Kolben bekanntlich bis in das 18. Jahrhundert Offiziersabzeichen. Siehe Boeheim a. a. O. Seite 363.

 

Fig. 5. Gotischer Prunkstreitkolben. Mitte des 15. Jahrhunderts. (Sammlung der Kaiserl. Eremitage zu St. Petersburg.)
Fig. 5. Gotischer Prunkstreitkolben. Mitte des 15. Jahrhunderts. (Sammlung der Kaiserl. Eremitage zu St. Petersburg.)
Fig. 6. Die Geschicktheit der mumerey und kurzweil (Maximilian leitet einen Mummenschanz). Weisskunig, Tafel 30. (Verkleinertes Bruchstück.)
Fig. 6. Die Geschicktheit der mumerey und kurzweil (Maximilian leitet einen Mummenschanz). Weisskunig, Tafel 30. (Verkleinertes Bruchstück.)
Fig. 7. Italienischer Streitkolben, Beginn des 16. Jahrhunderts. (Sammlung der Kaiserl. Eremitage zu St. Petersburg.)
Fig. 7. Italienischer Streitkolben, Beginn des 16. Jahrhunderts. (Sammlung der Kaiserl. Eremitage zu St. Petersburg.)

Das von Boeheim (Handbuch der Waffenkunde, Figur 425) in dieser Beziehung gegebene Beispiel stellt den in der Kaiserlichen Waffensammlung zu Wien befindlichen, aus vergoldetem Messing bestehenden Streitkolben des Kaisers Friedrich III. in feiner gotischer Gliederung dar, und zwar in der Form des gemeinen deutschen Kürissbengels aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.1

 

Ein fast gleiches Exemplar in künstlerisch vollendeter Ausführung und im reinsten gotischen Stil besitzt die Kaiserliche Eremitage zu St. Petersburg (siehe Fig. 5). Dieser an kurzem Holzstiel befestigte herrlich schöne Kolben besitzt eine Länge von 50 cm, eine Höhe der Schlagblätter von 4,5 cm und ein Gewicht von 2 Pfund 15 Sol. russisch (1 russ. Pfund = 96 Solotnik = 409,51 gr). Die einzelnen Teile sind teils aus Kupfer (Messing-)Blech verschiedener Dicke geschnitten, teils getrieben und durch Nieten und Lötungen miteinander verbunden. Über die Herkunft hat sich leider nichts ermitteln lassen.2

 

Nach einer weiteren Angabe Boeheims bewahrt man ebenfalls in Wien noch zwei andere reich verzierte gotische Streitkolben von Bronze aus dem Besitz desselben Kaisers von ca. 1460, bei denen sich in der Höhlung der verschließbaren Handhaben ein metallener Zollstab und ein zusammenlegbares Triktrakbrett finden.3

 

Ein kostbares Exemplar besitzt endlich dieselbe Sammlung noch in dem Prunkstreitkolben des Matthäus Lang, Erzbischofs von Salzburg. Derselbe besteht aus vergoldetem Silber, der Kolben ist mit Eicheln besetzt. Alle Füllungen des Kolbens und des Stieles sind mit transluzidem Email ausgestattet, der Griff mit geätzten Verzierungen geschmückt. Die Technik ist venezianisch um 1500.4

 

Aus derselben Zeit (1500) stammt der in der Sammlung des Berliner Königl. Zeughauses befindliche italienische Prachtstreitkolben bzw. Kommandostab des Kardinals Ascanio Maria Sforza. Der nach Art eines ungarischen Buzogány gebildete Kopf dieses Kolbens besteht aus einer geschuppten und vergoldeten Messingkugel, welche das Wappen des Sforza und die Inschrift: Ascanius — Maria — Cardinalis — Sforcia — Vicecomes zeigt. Schaft und Handgriff sind mit rotem Samt bezogen.5

 

Auch die in dem Königl. Historischen Museum zu Dresden den zahlreichen Reiter-Harnischen sächsischer Fürsten beigegebenen Prunkstreitkolben dürften hierher zu zählen sein, welche, wenn auch nicht von der Person, so doch wenigstens aus der Zeit des betreffenden Fürsten stammen. So führt z. B. der dem Harnisch des Herzogs Johann Georg I. (1585—1656) beigegebene Streitkolben das Wappen der Familie Henkel von Donnersmark.6

 

Bei dieser Gelegenheit möchten wir die höchst interessante Tatsache nicht unerwähnt lassen, dass im sächsischen Königshaus noch bis in die neueste Zeit hinein ein derartiger Prunkstreitkolben als Feldmarschallstab gedient hat. So hält nach einer Photographie von C. A. Teich Hanfstängl in Dresden Se. Majestät König Albert von Sachsen als Generalfeldmarschall in seiner Rechten einen Prunkkolben mit kugelförmigem Kopf in Form eines Buzogány. Nach der überaus gütigen und hiermit dankend anerkannten Auskunft des Herrn Direktors Dr. Koetschau in Dresden bekam Se. Majestät den Streitkolben als Kronprinz ausgehändigt, als er (1871) zum Feldmarschall ernannt worden war, «an Stelle —wie es in den Akten heißt — des noch nicht vorhandenen modernen Marschallstabes».

 

Dieser Pusikan gehört zu einer noch aus Pallasch und ungarischem Säbel bestehenden Waffengarnitur, die im Jahre 1610 dem Kurfürsten Christian II. vom Kaiser Rudolf II. verehrt wurde und wahrscheinlich aus der Werkstatt des Nicolaus Groß in Wien hervorgegangen ist. Der Kolben ist nach dem Gebrauch vorderhand dem Historischen Museum nicht zurückgegeben worden, sondern noch in den Händen Sr. Majestät verblieben, obgleich Allerhöchstderselbe wie auch der Prinz Georg jetzt die in Preußen gebräuchlichen Marschallstäbe führen.

 

Wenn wir nunmehr zu unserer historischen Betrachtung zurückkehren, so finden wir diese Benutzung des Streitkolbens als Würdezeichen neben seiner eigentlichen Bestimmung als Waffe schon im 15. Jahrhundert derartig verbrettet, dass derselbe allgemein bei feierlichen Aufzügen und von den Hausbeamten hochgestellter Herren zur Erhöhung des Glanzes getragen wurde. So halten z. B. auf Tafel 30 im Weisskunig,7 woselbst Kaiser Maximilian einen Mummenschanz anführend dargestellt ist, die Maskenfiguren ganz ähnliche Kolben wie die Kürissbengel in den Händen (siehe Fig. 6). Hiernach ergibt es sich von selbst, dass in einem Pracht und Farben liebenden Zeitalter der Geschmack der Waffenschmiede mit dem feinen Verständnis der Goldarbeiter wetteiferte, eine solche hauptsächlich zur Repräsentation bestimmte Prunkwaffe mit geschmackvollen Zierraten zu schmücken, worin sich insbesondere die Italiener auszeichneten. Diese künstlerische Verschönerung erstreckte sich nicht nur auf den Kopf des Streitkolbens, sondern auch auf die Ausbildung zierlich gewundener resp. in Eisen geschnittener Schäfte und Handgriffe.

 

So besitzt die Kaiserliche Eremitage zu St. Petersburg einen 58,5 cm langen und 3 Pfund 83 Sol. russisch schweren eisernen Streitkolben mit soliden Schlagblättern von 5 cm Höhe, deren Spitzen verstärkt sind (siehe Fig. 7). Die Waffe ist in reichem Eisenschnitt geziert, und zwar der Schaft in Rankenwerk, der Griff in Bandform. Die Spitze, die Außenränder der Schlagblätter und die Querwulste des Griffes sind vergoldet. Zwischen den Schlagblättern läuft eine gravierte, stellenweise stark verwischte Inschrift mit folgendem noch entzifferbarem Wortlaut:

 

1In seiner äußeren Gestalt also ähnlich den Exemplaren in Fig. 1 sub Nr. 1 bis 3.

2Die Abbildung und nähere Beschreibung dieses und des unter Fig. 7 folgenden Exemplars nach der liebenswürdigen Mitteilung des Herrn Staatsrats von Lenz in St. Petersburg, wofür ihm der Verfasser hiermit seinen verbindlichsten Dank ausspricht.

3Siehe Band I, Heft in der Zeitschr. Seite 291, Anm. 1.

4Siehe die Abbildung bei Boeheim, Album hervorragender Gegenstände aus der Waffensammlung des Allerhöchsten Kaiserhauses (Wien 1894), Tafel XI, Nr. 7.

5Siehe die eingehende Beschreibung bei Hiltl, Katalog der Waffensammlung des Prinzen Karl von Preußen, Seite 3 unter Nr. 18. In dem neuen Führer durch das Königl. Zeughaus (Berlin 1900) ist das Exemplar auf Seite 38 unter Nr. 32 aufgeführt.

6Führer durch das Königl. Historische Museum zu Dresden (Dresden 1S99), Seite 55 zu Nr. 5 bzw. Seite 58 zu Nr. 10.

7Der Weisskunig. Eine Erzählung von den Taten Kaiser Maximilians des Ersten von Max Treitzsauerwein auf dessen Angaben zusammengetragen nebst den von Hannsen Burgkmaier dazu verfertigten Holzschnitten. Herausgegeben aus dem Manuskript der K. K. Hofbibliothek. Wien 1775.

Die Waffe gehörte somit einem aus Siena stammenden Rodiser Ritter des Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem.

 

Eine ganz besondere Rolle aber spielte der Streitkolben als Würdezeichen in Frankreich,1 zumal hier an den prachtliebenden Höfen des Königs und des hohen Adels die prunkvollen Zeremonien eine viel größere Ausbildung und Bedeutung erlangt hatten, als in den anderen Ländern. Deshalb führen hier, wie auch öfters in Deutschland, insbesondere die Stabträger und Herolde die Kolben als Würdezeichen, und letztere sind dann mit den Landesfarben und Wappen bunt geschmückt, zuweilen höchst kunstvoll mit Gold oder Silber tauschiert.

 

Ein treffliches Beispiel hierfür aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts ist die Figur eines solchen sergent d’armes in der Kirche zu St. Denis bei Paris (siehe Fig. 8). Der hier in rein gotischem Geschmack ausgebildete Kolben zeigt deutlich reiche Verzierungen in Gold- oder Silbertausia, und in seiner äußeren Form seine Bestimmung als Prunkwaffe.2

 

1Eine Würdigung des Streitkolbens als Waffe in Frankreich und Burgund finden wir in dem Aufsatz von Hermann von Duyse in Band I, Heft 2 dieser Zeitschrift, Seite 37 ff.

2Siehe Demmin, 2. Ergänzungsband, Seite 54.

 

Fig. 8. Sergent-d’armes vom Anfang des 15. Jahrhunderts. Bemalter und vergoldeter Steinschnitt, in der Kirche zu St. Denis bei Paris. (Nach Demmin, 2. Ergänzungsband, S. 54.)
Fig. 8. Sergent-d’armes vom Anfang des 15. Jahrhunderts. Bemalter und vergoldeter Steinschnitt, in der Kirche zu St. Denis bei Paris. (Nach Demmin, 2. Ergänzungsband, S. 54.)
Fig. 9. Sergent-d’armes. Mitte des 15. Jahrhunderts. Nach dem Turnierbuch des Königs Rene. (Nach Bonnard, Costumes des 13. 14. et 15. Siecles. Vol. 2. pl. 24.)
Fig. 9. Sergent-d’armes. Mitte des 15. Jahrhunderts. Nach dem Turnierbuch des Königs Rene. (Nach Bonnard, Costumes des 13. 14. et 15. Siecles. Vol. 2. pl. 24.)
Fig. 10. Avocat des eglises. Ende des 15. Jahrhunderts. (Nach Bonnard, Costumes des 13., 14. Et 15. Siecles. Vol. 1. pl. 10.
Fig. 10. Avocat des eglises. Ende des 15. Jahrhunderts. (Nach Bonnard, Costumes des 13., 14. Et 15. Siecles. Vol. 1. pl. 10.

Die sergents-d’armes der französischen Könige, welche für gewöhnlich die Lilie auf den Spitzen ihrer Kolben trugen, «portent masses devant le Roy», ebenso wie die Liktoren ihre Beile vor dem römischen Konsul. Es kommen daher auch zuweilen derartige sergents-massiers vor, welche das S. P. Q. R. als Inschrift führen.1

 

Auch bei den höchst feierlichen Zeremonien, die bei den französischen Turnieren genau beobachtet zu werden pflegten, gelangt der Kolben als Würdezeichen zur Anwendung. So erblickt man in einer Miniature des Turnierbuchs des Königs Rene2, bei dem Kapitel «defi du tournois» im Gefolge des vor seinem Gebieter knienden roi-d’armes (Wappenkönigs) einen sergent-d’armes, welcher in der rechten Hand einen stählernen Kolben mit goldenen Verzierungen hält (masse d’acier garnie en or) siehe Figur 9).3

 

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wird der Streitkolben auch das Würdezeichen der (halb) bewaffneten Kirchendiener, welche die Stellen der sog. «Schweizer» vertraten und unter dem Namen «massiers» oder «sergents massiers» bekannt waren. Diese Beamten einzelner Kirchsprengel waren nicht nur in Frankreich, sondern auch in Italien, Spanien und Süddeutschland tätig. Erst in späterer Zeit wurden sie fast allgemein an Stelle des Kolbens mit Hellebarden oder Partisanen bewaffnet.

 

Hiltl erwähnt u. a. auch eines früher einem Kirchendiener gehörigen, äußerst zierlichen Kolbens aus dem 15. Jahrhundert, dessen Kopf in Form eines der häufig vorkommenden Reliquienbehälter oder Sakramentshäuschen gearbeitet und von schöner gotischer Zeichnung ist.4

 

Die Ausstattung eines derartigen «avocat des eglises» vom Ende des 15. Jahrhunderts zeigt eine Figur in dem genannten Kostümwerk von Bonnard5 (siehe Fig. 10). Dieselbe ist einem Gemälde des Filippino Lippi entnommen, auf welchem die Disputation des heiligen Thomas von Aquino in der Kirche St. Maria sopra Minerva zu Rom dargestellt ist. Nach der Beschreibung daselbst auf Seite 27/28 trägt dieser, mit einem Panzerhemd unter einem schwarzen Oberkleid und einem Schwert mit vergoldetem Griff bewaffnete Angestellte in seiner Rechten «une masse d’argent ornee de ciselures dorees».

 

Eigentümlich ist die Form des nach oben kelch-artig ausladenden Kolbens, welche hiernach dem Kolben des in Fig. 9 dargestellten sergent-d’armes annähernd ähnlich ist. Jedenfalls erkennt man sofort bei beiden Kolben, dass dieselben nur zur Repräsentation gedient haben können. Schließlich erwähnt noch Boeheim,6 dass zur Zeit Heinrichs IV. auch die Türhüter in Paris den Kolben als Zeichen ihrer Würde führten, woraus sich der jetzige Portierstock entwickelt hat, und dass wir noch heute den Kolbenträger in dem «Massiere des Vatican» erblicken.

 

Ebenso gilt der Kolben auch in England noch heute als Sinnbild der Macht: während der Sitzungen des Parlaments und der Royal Society liegt die «Masse» als Symbol der königlichen Gewalt auf dem Tische des Hauses.7

 

1Siehe Jähns, Handbuch einer Geschichte des Kriegswesens (Leipzig 1880), Seite 750, sowie auch Viollet-le-Duc in seinem Dictionnaire raisonne du mobilier fran^ais (Paris 1858—1875), Tome 6, Seite 201: «II existe beaucoup de ces masses qui n'etaient que des altributs de dignite, mais qui ne sauraient etre rangees parmi les armes de guerre. Ces masses de .massiers, sergents massiers1 sont souvent fort riches et terminees ä l’extremite superieure par une partie plate, sur laquelle etaient gravees les armes du personnage, auquel etait attache le fonctionnaire qui portait la masse, ou un signe quelconque. La masse des sergents massiers du roi de France portait ä son extremile, en maniere de sceau, une fleur de lis. C’est avec cette fleur de lis qu’on marquait les criminels.»

2Les tournois du roi Rene d’apres le manuscript et les dessins originaux de la bibliotheque royale. Publiees par M. M. Champollion. Paris 1826. — Vgl. auch in dieser Hinsicht die Zeremonien im Bildkodex der Bibliotheque nationale zu Paris, betitelt: Ceremonies des gages de bataille. Nach Lacroix P., Vie militaire et religieuse au Moyen-äge. Paris 1873.

3Die hier gegebene vergrößerte Abbildung ist entnommen aus dem Werk von Bonnard, Costumes des 13., 14. et 15. Siecles, extraits des Monuments les plus authentiques etc. (Paris 1829), vol. 2, pl. 24.

4Hiltl a. a. O. Seite 2 sub Nr. 9.

5Bonnard a. a. O. vol. 1 pl. 10.

6Boeheim, Handbuch, Seite 362/363.

7Jähns, Entwicklungsgeschichte, S. 160.


Quelle: Zeitschrift für Historische Waffenkunde. Organ des Vereins für historische Waffenkunde. II. Band. Heft 10. Dresden, 1900-1902.