Die Schlacht von Telamon im Jahr 225 v. Chr. gehört zu den wichtigsten militärischen Ereignissen der mittleren römischen Republik. Obwohl sie heute oft hinter berühmteren Schlachten wie Cannae, Zama oder Alesia zurücktritt, hatte sie für die Entwicklung Roms eine enorme Bedeutung. In Telamon gelang es den Römern, eine der größten gallischen Invasionen Italiens seit Jahrhunderten zu stoppen und damit eine Bedrohung zu beseitigen, die seit Generationen tief im kollektiven Gedächtnis der...
Die Belagerung von Numantia in den Jahren 134 bis 133 v. Chr. gehört zu den bemerkenswertesten Episoden der römischen Eroberung Hispaniens und zu den eindrucksvollsten Belagerungen der Antike. Über Jahrzehnte hinweg hatte Rom nahezu den gesamten Mittelmeerraum unter seine Kontrolle gebracht. Karthago war besiegt worden, Makedonien war unterworfen, Griechenland stand unter römischem Einfluss, und auch in Spanien hatten die Römer bereits große Gebiete erobert. Dennoch gelang es einer...
Die Schlacht von Arausio am 6. Oktober 105 v. Chr. zählt zu den schwersten Niederlagen der römischen Militärgeschichte. Nahe der heutigen Stadt Orange in Südfrankreich wurden innerhalb weniger Stunden mehrere römische Heere vernichtet, Zehntausende Soldaten getötet und das Ansehen der Republik schwer erschüttert. Für die Zeitgenossen war das Desaster ein Schock, der Erinnerungen an die dunkelsten Tage des Krieges gegen Hannibal wachrief. Rückblickend erwies sich Arausio jedoch nicht...
Die Schlacht von Alesia im Jahr 52 v. Chr. zählt zu den berühmtesten militärischen Ereignissen der Antike und markiert den Höhepunkt des Gallischen Krieges. Kaum ein anderes Gefecht verdeutlicht die Fähigkeiten des römischen Feldherrn Gaius Julius Caesar so eindrucksvoll wie diese gewaltige Belagerungsoperation. In Alesia entschied sich nicht nur das Schicksal des großen gallischen Aufstandes unter Vercingetorix, sondern auch Caesars eigene politische Zukunft. Der Sieg brachte nahezu...
Kaum ein Name hat sich aus der frühen keltischen Geschichte so tief in das Gedächtnis Europas eingebrannt wie der Name Brennus. Obwohl mehr als zwei Jahrtausende vergangen sind, wird er bis heute mit einem Ereignis verbunden, das die Römer niemals vergaßen: der Eroberung und Plünderung Roms durch die Kelten. Für die Römer wurde Brennus zum Inbegriff des barbarischen Feindes, für viele spätere Autoren hingegen zum Symbol der Macht und Furchtlosigkeit der keltischen Völker. Die...
Gallien war über viele Jahrhunderte eines der wichtigsten Gebiete Europas. Kaum eine andere Region des antiken Kontinents erlebte so viele kulturelle Umbrüche, Eroberungen und politische Veränderungen. Kelten, Griechen, Römer, Germanen und Franken hinterließen dort ihre Spuren. Die Geschichte Galliens ist deshalb nicht nur die Geschichte eines geografischen Raumes, sondern die Geschichte eines gewaltigen kulturellen Übergangs: von der keltischen Welt der Eisenzeit über die römische...
Theoderich I. gehört zu den bedeutendsten Herrschern der spätantiken Westgoten und zugleich zu den entscheidenden Figuren jener Epoche, in der das Weströmische Reich langsam zerfiel und neue germanische Reiche auf seinem Boden entstanden. Obwohl sein Name heute weit weniger bekannt ist als Attila oder Aëtius, spielte Theoderich I. eine zentrale Rolle in den Machtkämpfen des 5. Jahrhunderts. Unter seiner Herrschaft festigten die Westgoten ihre Stellung in Gallien, entwickelten sich von...
Fionn mac Cumhaill gehört zu den bedeutendsten Figuren der irischen Mythologie und ist bis heute tief im kulturellen Gedächtnis Irlands verankert. Sein Name wird unterschiedlich ausgesprochen und geschrieben – im modernen Irisch etwa „Finn McCool“ –, doch hinter diesen Varianten steht dieselbe legendäre Gestalt: ein Krieger, Jäger, Dichter und Anführer der Fianna, einer halb unabhängigen Kriegergemeinschaft, die in den mittelalterlichen Überlieferungen Irlands eine zentrale Rolle...
Boudicca (auch Boudica oder Boudicea geschrieben) war im 1. Jahrhundert n. Chr. die Königin des keltischen Stammes der Icener im Gebiet des heutigen Ostenglands. Ihre Geschichte ist eng mit der römischen Expansion in Britannien verbunden und vor allem durch römische Autoren wie Tacitus und Cassius Dio überliefert. Diese Quellen sind die einzigen ausführlichen Berichte über sie – eigene schriftliche Zeugnisse der Britannier gibt es nicht. Deshalb ist ihr Bild stark durch die römische...
Die Gestalt des Cú Chulainn gehört zu den bekanntesten Figuren der irisch-keltischen Überlieferung und ist zugleich eine der schwer fassbaren, weil sie sich zwischen Mythos, heroischer Dichtung und vermutlich sehr alten historischen Erinnerungsresten bewegt. Wer sich ihm nähert, begegnet keiner „Person“ im modernen Sinn, sondern einem verdichteten Erzählkörper, der über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu geformt wurde: von mündlichen Erzählern der Eisenzeit, über christliche...