Im Spätmittelalter bildeten sich zahlreiche Rittergesellschaften, oft mit eigenen Zeichen und Regeln, um sich gegenseitig in Fehden zu unterstützen. Viele gerieten außer Kontrolle, bedrohten Städte und wurden von Fürsten zerschlagen. Die Fehdepraxis war brutal: Raub, Geiselnahmen, Folter und Mord waren üblich. Trotz formaler Unterschiede zwischen Adligen und Bürgern herrschte ein grausames, aber rechtlich gestütztes Gewaltregime.
Die Hanse errichtete in ganz Europa gesicherte Handelshöfe und prägte Städte wie Riga, Reval und Danzig mit deutscher Kultur. Mit starker Flotte und gemeinsamer Ordnung verteidigte sie ihre Freiheit, etwa gegen Dänemark. Der Bund beruhte auf städtischer Selbstständigkeit und wirtschaftlicher Macht. Im 16. Jahrhundert verlor die Hanse an Bedeutung, als Nationalstaaten und fremde Flotten stärker wurden und die Kontore nach und nach verschwanden.
Die Arbeit des Kaufmanns. Handel der Oberdeutschen und Niederdeutschen. Verschiedenheit der Geldwährung. – Die Hansa. Lockerer Zusammenhang der Städte. Die Osterlinge. Der Fischfang und der Hering. Der Hanse in der Heimat. Seine Schiffe. Flotten und Seeraub. Seerecht. – Verkehr in der Baye. Niederlassungen und Höfe des Hansen Schoonen, der Stahlhof in London, Nowgorod, Bergen. Anlage neuer Städte: Riga, Reval, Dorpat, Danzig. Fahrten der Hansen nach niederdeutschen Chroniken.
Volkstümliche Auffassung des Fehderechts. Fehdebrauch. Eine Fehde zwischen Dorf und Stadt. – Fehde der Stadt mit den Schildbürtigen. Vorsichtsmaßregeln, Rüstungen. Außenhäuser. Polizei. Absage. Beutezüge. Verteilung der Beute. Gefangene. Belagerung. Pulver und Geschütze. Batterien. Städtebünde und ungünstige Stellung der Städte beim Vergleich. – Die Rittermäßigen als Fehder. Raubgeschäfte. Haß gegen die Städter. Die Gesellen des Fehders. Die Reisen. Harte Behandlung der Gefangenen.
Die Burgherren des Mittelalters waren nicht nur militärische Führer, sondern zentral für Verwaltung, Rechtsprechung und wirtschaftliche Organisation ihrer Herrschaftsgebiete. Johann Nepomuk Cori beschreibt in Bau und Einrichtung der deutschen Burgen im Mittelalter, dass Burgen nicht isoliert betrachtet werden können, sondern als politische, wirtschaftliche und juristische Zentren funktionierten. Die Präsenz einer Burg signalisierte die lokale Machtstellung des Burgherrn, der durch...
Es gibt Schlachten, deren Bedeutung sich den Zeitgenossen sofort erschließt. Andere dagegen geraten trotz ihrer gewaltigen Folgen lange Zeit in den Schatten berühmterer Ereignisse. Die Schlacht am Metaurus gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Während Namen wie Cannae, Zama oder die Alpenüberquerung Hannibals bis heute nahezu jedem Geschichtsinteressierten bekannt sind, wird der Sieg der Römer am Fluss Metaurus im Jahr 207 v. Chr. häufig übersehen. Dabei war gerade diese Schlacht...
Im Sommer des Jahres 168 v. Chr. trafen am Fuß des Olymps zwei Welten aufeinander, deren militärische Traditionen seit fast zwei Jahrhunderten das östliche Mittelmeer geprägt hatten. Auf der einen Seite stand die römische Republik, deren Legionen bereits Karthago niedergerungen und weite Teile des westlichen Mittelmeerraums unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Auf der anderen Seite kämpfte das alte Königreich Makedonien unter König Perseus, der letzte Herrscher einer Dynastie, deren...
Die Schlacht von Cannae am 2. August 216 v. Chr. gilt als eine der berühmtesten und bedeutendsten Feldschlachten der Weltgeschichte. Sie wird bis heute an Militärakademien studiert, von Historikern analysiert und von Strategen als Meisterwerk taktischer Kriegführung betrachtet. Kaum eine andere Schlacht der Antike hat einen vergleichbaren Ruf erlangt. In nur wenigen Stunden vernichtete der karthagische Feldherr Hannibal ein Heer der Römischen Republik, das zu den größten gehörte, die Rom...
Die Schlacht am Trasimenischen See am 24. Juni 217 v. Chr. gehört zu den berühmtesten Hinterhalten der Militärgeschichte und war eine der schwersten Niederlagen, die die Römische Republik jemals erlitt. Im Verlauf weniger Stunden wurde ein ganzes römisches Heer vernichtet, sein Oberbefehlshaber getötet und Mittelitalien für kurze Zeit der Kontrolle Roms entzogen. Für den karthagischen Feldherrn Hannibal war die Schlacht ein taktisches Meisterwerk, das bis heute an Militärakademien als...
Die Schlacht von Ilipa im Jahr 206 v. Chr. gehört zu den bedeutendsten, zugleich aber oft unterschätzten Schlachten der Antike. Während Namen wie Cannae, Zama oder Alesia auch außerhalb historischer Fachkreise bekannt sind, bleibt Ilipa häufig im Schatten dieser berühmten Auseinandersetzungen. Dabei war ihr Einfluss auf den Verlauf des Zweiten Punischen Krieges enorm. In Ilipa gelang dem römischen Feldherrn Publius Cornelius Scipio – dem späteren Scipio Africanus – ein Sieg, der die...